Programm vom 23. - 26. Juni 2017!

klimatisiert !

Kinowerkstatt - ausgesuchte Filme !


Danke für die vielen Glückwünsche zum Kinopreis!

++aktuell++++  
  +  Diese Woche neu: Ausflug in die Bretagne mit "Schlösser aus Sand"! + Läuft weiter: Tolle Doku über Joseph "Beuys" von Andres Veiel, der schon immer von Beuys fasziniert war! + Alle unsere Filme beginnen immer 15 Minuten nach der angegebenen Zeit (außer beim Seniorenkino mittwochs und Familienkino sonntags nur 5 Minuten!) + Wir sind klimatisiert!



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 "We are made to communicate and express.
That's what film is about"!

Alejandro G. Inarritu

Zum Kinder- und Familienkino

Zum Seniorenkino


  * Alle unsere Vorstellungen beginnen grundsätzlich 15 Minuten nach der angegebenen Zeit (außer So. 14 Uhr, beim Senioren- und beim Kinderkino) Bei Unstimmigkeiten u. ä. bitte Mail an kinowerkstatt@gmx.de schreiben!


  Fr.23.6. Sa.24.6. So.25.6. Mo.26.6.

Die Schlösser aus Sand

20:00
20:00
20:00
18:00

Beuys



18:00
20:00


  Fr.23.6. Sa.24.6. So.25.6. Mo.26.6.

Die Schlösser aus Sand

20:00
20:00
20:00
18:00
 
ab  Jahre
ca. 102  min.

„Die Schlösser aus Sand“ - Abschied in der Bretagne.
(Frankreich 2015) Regie: Olivier Jahan, mit Emma de Caunes, Yannick Renier, Jeanne Rosa. (102 Minuten)

Fünf Jahre lang waren Éléonore und Samuel ein Paar. Sie arbeitet als Fotografin, er als Geschichtslehrer. Nach einer Affäre Éléonores trennen sie sich. Dann stirbt Élénores Vater, er hinterlässt seiner Tochter ein Haus in der Bretagne. Das will Éléonore verkaufen, und so bittet sie ihren Ex-Freund um Hilfe. Viele gemeinsame Erinnerungen sind mit dem Haus verknüpft. In der ländlichen Abgeschiedenheit müssen Éléonore und Samuel drei Tage miteinander auskommen, dabei merken sie, dass jeder für den anderen noch starke Gefühle empfindet.

Vor der Tür steht unausgepackt die letzte Weinlieferung des Vaters, vor einem Monat bestellt, was für eine melodramatische Kartonage! Der Empfänger sitzt wie selbstverständlich plötzlich am Strand und spricht mit seiner Tochter: Das ist der schöne Realismus des Kinos, denn natürlich reden wir mit unseren Toten und diese mit uns.

Wunderbar störend drängt sich immer wieder die Immobilienmaklerin Claire (Jeanne Rosa) ins Bild, die sich in Ermangelung eines eigenen, mehr für die Leben ihrer Klienten interessiert. Aber die sprechen, was sie dem anderen nicht eingestehen können (und kaum sich selbst), lieber direkt in die Kamera. Das Publikum wird zum Mitwisser der Seelen, ein originelles Spiel von Nähe und Distanz entsteht.

Kerstin Decker schrieb im tagesspiegel: "Es geschieht nicht oft, dass das Wissen um die Biografie eines Filmemachers die Sicht auf sein Werk ändert. „Die Schlösser aus Sand“ ist Olivier Jahans erstes größeres Stück Kino seit 15 Jahren. Der Vorgänger hieß „Tut so, als wäre ich gar nicht da“. Das Publikum zeigte sich dem Titel verpflichtet, keinen einzigen Franc habe er an der Kinokasse eingespielt, gestand der Regisseur beherzt. „Die Schlösser aus Sand“ kommt also wie ein großes 'Trotzdem' ins Kino," und es hat sich gelohnt: Sehenswert!





  Fr.23.6. Sa.24.6. So.25.6. Mo.26.6.

Beuys



18:00
20:00

ab  Jahre
ca. 107  min.

"Beuys"
(Regie: Andres Veiel, Deutschland 2017, 107 Minuten)

"So viele Fragen bleiben. Nach Andres Veiels Beuys-Doku möchte man sich sofort eine Beuys-Biografie greifen, in eine Beuys-Ausstellung gehen, auf Youtube nach Material suchen, nach Bildern und Artikeln. Das ist ein Kompliment an den Film. Denn dass er in 107 Minuten nicht den ganzen Beuys zeigen konnte, ist klar. Aber er fixt einen an." (Anja Seeliger auf perlentaucher.de)

Veiel zeigt alle wesentlichen Stationen im künstlerischen Leben des Joseph Beuys: Man sieht ihn als Kind, vom Krieg geprägt, als jungen Menschen, der sich als Künstler erfindet, als soziales Wesen, als politisch denkenden Menschen, als Lehrer, der sich mit dem damaligen NRW-Wirtschaftsminister Johannes Rau anlegt.

Weiter geht's zum Absturz auf der Krim, der Erzählung von Filz und Fett bei den Tataren ("Haben Sie sich das gerade ausgedacht", fragt eine Frauenstimme aus dem Off, keine Antwort von Beuys), einzelne Kunstaktionen wie "Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt", 1965.

Dazwischen Fernsehdiskussionen, etwa 1970 eine hitzige Diskussion zwischen Beuys, Max Bill, Arnold Gehlen und Max Ben und Interviews, in denen Beuys seinen erweiterten Kunstbegriff erklärt: "An und für sich ist der Kunstbegriff heute so erweitert, dass heute jede normale Situation Kunst ist", sagt er und muss immer wieder seine These erklären, dass jeder Mensch ein Künstler sei. Ein Künstler eben in dem Sinne, dass er an der sozialen Plastik namens Gesellschaft mitarbeitet.

Seine Lust an der Provokation ist immer wieder ansteckend. Allein wie er im großen Saal der Düsseldorfer Kunstakademie steht, vor ihm sitzen die Honoratioren Nordrhein-Westfalens in Kostüm und Anzug: Beuys in Anglerweste und Jeans, macht den Mund auf und "chrm, hrm hrm chrm" knarzt er aus seiner Kehle heraus. Die ganze Rede ein einziges Geräusper, während die Herrschaften unten Contenance zu bewahren suchen...sehr sehenswert!







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