Peer Gynt

(D2006), Regie: Uwe Janson mit Robert Stadlober, Susanne-Marie Wrage, Karoline Herfurth, Kathi Angerer, Max Hopp, Ulrich Mühe, Henny Reents, Patrick Güldenberg, Bernhard Piesk, Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - 81 Min.

'Peer Gynt' ist eine anlässlich des Henrik-Ibsen-Jahres entstandene ZDF-Produktion von Uwe Janson. Der TV-Film bietet eine aktualisierte und ironisierte Fassung, ist mit Robert Stadlober ("Crazy") und Ulrich Mühe ("Das Leben der anderen") prominent besetzt.

Auf Arte war zu besichtigen, wie intelligente Fernsehunterhaltung aussehen kann: Uwe Janson hat aus Ibsens Drama "Peer Gynt" einen heiteren Theaterfilm mit Jungstar-Besetzung gemacht. Tatsächlich ist das Werk so gut gelungen, dass es gleich auch noch ins Kino kommt.

Für Uwe Janson liegt der inhaltliche Fokus auf den beiden ewigen Themen, die Film und Theater miteinander gemein haben: Liebe und Tod. Der Bauernjunge Peer Gynt begegnet auf seiner rastlosen Suche nach Lebenssinn allerlei schönen Frauen und bizarren Gestalten.

Mit Eulenspiegeleien schlawinert sich der junge Bauernsohn Peer Gynt (Robert Stadlober) durchs Leben. Er will nicht wahrhaben, dass sein alkoholkranker Vater Hof und Habe verloren hat. Seine übervorsichtige Mutter Aase (Susanne-Marie Wrage) bekräftigt ihn in seinen Fantasien. Der Nichtsnutz flüchtet vor dem personifizierten Tod, dem unheimlichen Knopfgießer (Ulrich Mühe), in ein gefahrvolles Reich von Trollen und Dämonen. Dort findet er Abenteuer und seine große Liebe Solveig (Karoline Herfurth), die ihn als einzige von seiner rastlosen Lebensgier erlösen könnte.

Der Gynt-Film, nach Ibsens Theaterstück von 1867, macht Eindruck, und das ist vor allem ein Verdienst des Hauptdarstellers Robert Stadlober ("Crazy", "Sonnenallee"). Er ist kein negativer Held wie in der Vorlage, sondern ein schwärmerischer Träumer, ein lebenshungriger Jugendlicher auf der Suche nach sich selbst. Er weigert sich, die triste Realität anzuerkennen und träumt sich lieber in eine Phantasiewelt. Dass er als Lügner und Versager gilt, kümmert ihn wenig. Nur der unheimliche Knopfgießer, den (der letzte Woche verstorbene) Ulrich Mühe mit mephistophelischer Eleganz verkörpert, jagt ihm mit seinen Plänen, Peer Gynts mittelmäßiges Leben einzuschmelzen, um ein Neues draus zu gießen, bisweilen Angst ein.

So wird die zugleich romantisch und ironisch anmutende Geschichte von Peer die Geschichte von uns allen: Seine Suche nach der wahren Liebe und seine Hoffnung auf Unsterblichkeit ist auch die unsrige. Zum Schluss kulminieren die großen, nagenden und faszinierenden Fragen nach Ziel und Sinn unseres Lebens in der zentralen Frage: Wie stark ist die Liebe? »Peer Gynt« zählt zu den herausragenden Werken des europäischen Erbes, emotional, scharfsichtig und lebenshungrig zugleich.

Die Kritiker schrieben zur filmischen Umsetzung des Ibsen-Stücks: "Wer hätte gedacht, dass sich der alte Ibsen so mühelos aktualisieren lässt? Dass seine komplizierten Verse so cool klingen können, etwas schnoddrig, jeder Satz eine Pointe?" (Christina Tilmann vom Tagesspiegel)

Der Tod kam viel zu früh
Zum Gedenken an den Schauspieler Ulrich Mühe


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