Reservoir Dogs - Quentin Tarantino

USA 1991, 94 Minuten, Regie: Quentin Tarantino, Buch: Quentin Tarantino, Roger Avary. Christopher Penn, Tim Roth, Michael Madsen, Steve Buscemi, Chris Penn, Harvey Keitel.

USA 1991, 94 Minuten, Regie: Quentin Tarantino, Buch: Quentin Tarantino, Roger Avary. Christopher Penn, Tim Roth, Michael Madsen, Steve Buscemi, Chris Penn, Harvey Keitel.
Tarantinos Regiedebüt aus dem Jahre 1992 zeigt schon deutlich die Vorlieben des Regisseurs für ein Kino, das gegen den Strich bürstet, was klassische Dramaturgie, inhaltliche Aussage und Effekte angeht. Tarantino schafft klassische Tragödien und handelt doch gegen deren Regeln. Formal ist „Reservoir Dogs“ eine solche klassische Tragödie mit dem kathartischen Ende, dem Tod aller, und doch durchbricht er diese klassische Form der Tragödie an etlichen Punkten. Die Geschichte selbst ist derart simpel gestrickt, das sie nicht weiter auffällt. Wie Tarantino diese Geschichte aber verarbeitet, ist hoch interessant und spannend inszeniert.
Acht Männer sitzen in einem Café und freuen sich auf ihren viel Geld versprechenden Job. Die Kamera wandert minutenlang um die Gangster herum, die sich ihres Erfolgs sicher sind, sie scherzen, ärgern ihren Auftraggeber Joe Cabot (Lawrence Tierney), einen erfahrenen Gangster, für den die anderen einen Juwelier ausrauben sollen. Tarantino stellt sie vor, die sich – so will es Cabot – nur mit ihren Spitznamen kennen: Mr. White (Harvey Keitel), Mr. Orange (Tim Roth), Mr. Blonde (Michael Madsen), Mr. Pink (Steve Buscemi), Mr. Blue (Edward Bunker), Mr. Brown (Quentin Tarantino) und Nice Guy Eddie (Chris Penn). Sie sprechen über Madonnas „Like a Virgin“, über den Sinn oder Unsinn von Trinkgeldern. Als sie das Café verlassen, sehen sie aus wie die Men in Black, schwarze Anzüge, Sonnenbrillen, zu allem entschlossen.
Der Job geht schief. Die Polizei war anwesend. Und der Verdacht kommt auf, dass unter den sechs Gangstern ein Verräter weilt. Einer der sechs ist bereits tot, einer ist eine Weile lang verschwunden. Drei können in eine Lagerhalle flüchten, Mr. White und der schwerverletzte Mr. Orange, der in einer Blutlache liegt; später stößt Mr. Pink zu ihnen. Heftig und nervös diskutieren sie, warum der Raub fehlgeschlagen ist, verdächtigen sich gegenseitig. Der einzige vernünftige scheint Mr. White, der darüber nachdenkt, was jetzt weiter geschehen soll. Mr. White und Mr. Pink streiten, ob sie den schwerverletzten Mr. Orange in ein Krankenhaus bringen sollen. Da platzt Mr. Blonde mitten in den Streit hinein und führt Mr. White und Mr. Pink zum Kofferraum seines Wagens. Er hat einen Polizisten, Marvin Nash (Kirk Baltz), entführt, den die drei nun in die Halle bringen und gefesselt auf einen Stuhl setzen. Als Nice Guy Eddie Mr. White und Mr. Pink holt, um die vor der Halle parkenden Autos zu verstecken, beginnt Mr. Blonde – Mr. Orange liegt blutend und bewusstlos am Boden – den Polizisten zur Musik von „Stuck in the Middle with You“ zu foltern. Die Tragödie nimmt ihren Lauf ...
Die Suche nach dem Verräter in den eigenen Reihen gibt Harvey Keitel ("Bugsy"), Tim Roth ("Rosenkranz & Güldenstern") und Michael Madsen ("Thelma & Louise") die Gelegenheit, groß aufzuspielen. Ein filmisches Fegefeuer, das man nicht mehr vergisst.
Spannend, brutal, clever und zum Schreien komisch: Filmfans kommen um diese geniale Mischung aus Caper Movie und Italowestern nicht herum.
"Reservoir Dogs" läuft im Rahmen der Reihe "Filmreif - das St. Ingberter Filmkolleg".
Zur Lektüre: Robert Fischer, in: Fischer / Korte / Seeßlen: Quentin Tarantino, Berlin 2000, S. 71-96
"Reservoir Dogs" bei Wikipedia


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