Nathan der Weise

Deutschland 1922 - Regie: Manfred Noa - Drehbuch: Hans Kyser, nach dem Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing - Kamera: Hans Karl Gottschalk, Gustave Preiss - Darsteller: Werner Krauß, Carl de Vogt, Ferdinand Martini, Fritz Greiner, Lia Eibenschütz, Max Schreck - Produktion: Filmhaus Bavaria GmbH, München - Premiere: Januar 1923 - Archiv: Filmmuseum München - Farbe: schwarzweiß - Länge: 2.781 Meter – 122 Minuten (20 B/s) - Zwischentitel: deutsch

Mit „Nathan der Weise“ (Manfred Noa) hat Georg Seeßlen als Filmbeispiel für die Vergangenheit eine Wahl getroffen, bei dem die Rezeptionsgeschichte des Films seiner dramaturgischen Spannung in nichts nachsteht. Als ‚judenfreundlich’ verdächtigt, hatte es der Stummfilm (1922) schwer, überhaupt zur Uraufführung freigegeben zu werden. In München wagten die Kinobetreiber gar nicht erst, ihn zu zeigen, weil ihnen angedroht wurde, dass  „ihre Bude am nächsten Abend kurz und klein geschlagen wird.“ Der „Film der Humanität“ (Untertitel) verschwand schließlich völlig in der Vergessenheit. Erst 1996 wurde er in einem Moskauer  Filmarchiv als schwarzweißes Duplikatnegativ wieder entdeckt. Es wurde vom Filmmuseum München restauriert und 2006 mit sensationellem Ergebnis eingefärbt und digitalisiert.

Fokus des Films ist die Lessingsche Ringparabel („Nathan der Weise“, Gotthold Ephraim Lessing, 1779) deren Weisheit hinsichtlich der friedlichen Koexistenz von drei verschiedenen monotheistischen Religionen - Judentum, Christentum, Islam -   bis heute kaum überboten worden sein dürfte – die aber immer noch darauf wartet, die Wirklichkeit spürbar zu durchdringen. Gerade darum ist dieser Film  - als historische Vision der Humanität und Toleranz - von ganz hoher kultureller Bedeutung. Er scheint brennend aktuell zu sein in einer Zeit, in der viele einen „Kampf der Kulturen“ heraufziehen sehen. Fred Schneider-Mohr wird in den Film einführen und Prof. Herbert Jochum wird zum Gespräch nach dem Film bereit stehen. Der Film wird durch Livemusik (Christoph Hans ‚Tromla’, Schlagzeug, Klavier) begleitet werden, wodurch  - schon in der Inszenierung selbst - Vergangenheit und Gegenwart miteinander dialogisieren. Einladungen ergingen an die christlichen Gemeinden St. Ingberts genauso wie an die Synagogengemeinde Saar und die Islamische Union der Eyup-Sultan-Moche in St. Ingbert.


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