Stroszek

D 1977) von Werner Herzog, Kamera: Thomas Mauch, mit Bruno S., Eva Matthes, Clemens Scheitz, Wilhelm Prinz von Homburg u. a.

 

D 1977) von Werner Herzog, Kamera: Thomas Mauch, mit Bruno S., Eva Matthes, Clemens Scheitz, Wilhelm Prinz von Homburg u. a.
 "Stroszek" ist für nicht wenige Fans des Regisseurs Werner Herzog eines seiner besten, wenn nicht gar das beste Werk seiner Laufbahn. Mit dem abgrundtief bitteren Drama um eine menschliche Tragödie versteht es der gebürtige Münchner trotz aller sozialer Ödnis, seinem Film eine ungeheure Warmherzigkeit zu verleihen. Getragen von brillanten, authentischen Darstellern begeistert „Stroszek“ mit einem genialen optischen Konzept, einer extremen Farbgestaltung und wartet mit dem wohl abgedrehtesten Ende der Filmgeschichte auf.
STROSZEK wurde auch in Zeitungskritiken im europäischen Ausland und in Amerika begeistert aufgenommen. Er erhielt als erster Film den "Preis der deutschen Filmkritik", der ab 1977 von der Arbeitsgemeinschaft der Filmjournalisten verliehen wird. Blumenberg resümiert: "eine optimistische Tragödie, ein Abenteuer im Kino, wie man es selten erleben kann".

Der Berliner Straßenmusiker Bruno Stroszek (Bruno S.) wird gerade aus dem Gefängnis entlassen, bietet der befreundeten Prostituierten Eva (Eva Mattes) einen Platz in seiner Wohnung an. Doch ihre beiden Zuhälter (Wilhelm von Homburg, Burkhard Driest) richten sie übel zu und auch Bruno wird verdroschen. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn, dem alten Herrn Scheitz (Clemens Scheitz), wollen sie zu dessen Neffen (Clayton Szalpinski) nach Wisconsin auswandern.
Die Existenz von „Stroszek“ ist eigentlich nur einer Verlegenheit zu verdanken. Nach „Jeder für sich und Gott gegen alle“ (1974) versprach Regisseur und Autor Werner Herzog („Aguirre – Der Zorn Gottes“, „Nosferatu – Das Phantom der Nacht“, „Fitzcarraldo“, „The White Diamond“) dem Laiendarsteller Bruno S., der den Kasper Hauser gab, ihn für die Hauptrolle in „Woyzeck“ zu besetzen. Allerdings wurde ihm bald schlagartig klar, dass nur Klaus Kinski dies spielen könne. Peinlich berührt, suchte Herzog nach einem Ausweg und versicherte Bruno S., dass sie einen anderen Film zusammen machen würden. In fünf Tagen wollte Herzog Bruno S. ein fertiges Drehbuch nach Berlin schicken. Er hielt sein Versprechen und „Stroszek“ kam 1977 sogar noch vor „Woyzeck“ (1978) in die Kinos.
Das Besondere: Fast alle Darsteller spielen mehr oder weniger sich selbst . Bruno S., dessen Nachname erst nach seinem Tod bekannt wurde, hatte das gleiche harte Kindheitsschicksal zu teilen, wie sein Film-Alter-Ego Stroszek. Von seiner Mutter wurde er als Baby so sehr geprügelt, dass er in seiner Entwicklung etwas zurückblieb und insgesamt 23 Jahre in Heimen und Nervenheilanstalten verbrachte. Anschließend schlug er sich als Hinterhofsänger und Lagerarbeiter in Berlin durch.


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