Dschungelkind

(Deutschland 2010) von Roland Suso Richter mit Stella Kunkat, Thomas Kretschmann, Nadja Uhl, Sina Tkotsch, Michael Baral, John Keogh, Claes Bang, Isolde Barth, Tom Hoßbach (Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 132 min.)

Nach dem gleichnamigen autobiografischen Buchbestseller von Sabine Kuegler.
Sabine (Stella Kunkat) ist acht Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern nach West-Papua auswandert. Ihr Vater (Thomas Kretschmann) ist Sprachwissenschaftler und hat es geschafft, einen der begehrtesten Aufträge seines Fachgebiets, die Erforschung der Sprache eines Eingeborenenstammes, zu erhalten. Dafür wird die ganze Familie mehrere Jahre im Urwald fernab jeglicher Zivilisation leben müssen. Sabine freut sich am meisten darüber. Sie scheint wie gemacht für ihre neue Umgebung voller Abenteuer und fühlt sich schnell zu Hause. Was die Familie nicht weiß: Sie sind mitten in einen Stammeskrieg geraten, dessen Auseinandersetzungen sie zwar nicht direkt betrifft, in den sie aber immer weiter mit einbezogen werden. Der Familie fällt es anfangs nicht leicht, den Grund für die Kämpfe zu verstehen und muss erkennen, dass Liebe und Hass, Leben und Tod in der fremden Kultur andere Werte darstellen, als in ihrer eigenen. So beginnt ein Prozess der Annäherung, in dem beide Seiten voneinander lernen müssen.

Als Sabine und ihr Bruder den kleinen einheimischen Jungen Auri, der dem feindlichen Stamm angehört, schwer verletzt im Dschungel finden und die deutsche Familie ihn bei sich aufnimmt, bringen sie alle damit in ernsthafte Gefahr, da diese Handlung über Krieg und Frieden zwischen den beiden Völkern entscheiden kann. Zwischen Sabine und Auri entwickelt sich aber sofort eine besondere Verbundenheit und tiefe Freundschaft. Sie wachsen gemeinsam auf und im Laufe der Zeit wird die Bindung zwischen den heranwachsenden Kindern so stark, dass Sabine klar wird, dass sie nichts mehr trennen kann und sie für immer bei Auri bleiben will, auch wenn ihr Schicksal eine andere Zukunft für sie vorgesehen hat. Als die sechszehnjährige Sabine (Sina Tkotsch) nach Deutschland zurückkehrt, sieht sie sich mit einer völlig neuen, für sie unbekannten Gesellschaft und damit verbundenen Herausforderungen konfrontiert und begibt sich auf die Suche nach Zugehörigkeit und Geborgenheit, auf eine Suche nach sich selbst.

Interview mit Sabine Kuegler:
Sind Sie stolz, dass Sie sich inzwischen in beiden Welten zurechtfinden?
Noch habe ich nicht das Gefühl, es hier geschafft zu haben. Geschafft habe ich es erst, wenn ich irgendwo wohne, wo ich die nächsten zehn Jahre bleiben will, wo ich arbeite und Freunde habe.

Wie sehen Sie den Hauptunterschied zwischen Ihren beiden Lebenswelten?
Im Urwald vergeht die Zeit wesentlich langsamer. Hier gibt es so viele Nebengeräusche und Eindrücke, all das wird vom Gehirn ganz anders abgespeichert. Ich kann mich besser daran erinnern, was in meiner Kindheit passiert ist, als an Ereignisse vor fünf Jahren. Ich vermisse es sehr, morgens um sechs von der Sonne geweckt zu werden und mich auf den langen Tag zu freuen, der vor einem liegt. Natürlich weiß ich, dass wir hier so nicht leben können. Aber man muss sich Auszeiten nehmen, sich entspannen oder anderen etwas Gutes tun. Man sollte das Leben vereinfachen, wir verkomplizieren hier alles.

Vortrag "Papua - Menschen, Wälder,  Ausverkauf" in der nächsten  Woche von zwei anerkannten Indonesienkennerinnen, Marianne Klute und Carole Reckinger.
1. April um 19 Uhr im Rathaus St. Ingbert, am 2.  April um 19  Uhr im Rathaus Saarbrücken


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