Knistern der Zeit

(Deutschland 2012) Regie: Sibylle Dahrendorf mit Christoph Schlingensief, Diébédo Francis Kéré, Aino Laberenz, B. Henri Kéré, Stanislas Meda, Thierry Kobyagda, Thomas George, Celina Nicolay, Familie Sidibé, Familie Diallo, Ensemble VIA INTOLLERANZA II, Kamera: Philipp Tornau, Ingo Brunner, Christoph Krauss, Lionel P. Somé, Lennart Laberenz, Schnitt: Oliver Karsitz, Frank Brummundt, Ton: Bianka Schulze, Ulla Kösterke, Musik: Josep Sanou, Regie- und Produktionsassistenz: Lena Trunk, Katharina Woll.

Der letzte Traum

ohne Altersbeschränkung
ca.106 min.

Sibylle Dahrendorfs Film „Knistern der Zeit - Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso" folgt dem Operndorf-Projekt vom allerersten Anfang bis zu Schlingensiefs Tod und darüber hinaus. Man erlebt die Suche nach der passenden Location, die Treffen mit den örtlichen Funktionsträgern, die logistischen Schwierigkeiten, den immer wieder stockenden Bau, und dazu parallel montiert die Proben zu einer Aufführung, in der sich das Projekt selbst reflektiert.
Ausgelassene Freudentänze bei der Schuleröffnung in einem der ärmsten Länder Afrikas, in Burkina Faso. 50 Kinder gehen jetzt in die Schule. 2009 war das hier noch kaum vorstellbar. Es ist das Vermächtnis des Ausnahmekünstlers Christoph Schlingensief. Seine Vision von einem Operndorf in Afrika ist Wirklichkeit geworden. Zur Schule in der Village Opera sollen noch eine Krankenstation, ein Kino und ein Theater hinzukommen. Es ist ein visionärer Begriff davon, was Oper sein kann. Vom Plan bis zur Eröffnung im Oktober 2011 vergingen nur drei Jahre. Auf einem Hügel, 30 Kilometer von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt, würde das Projekt entstehen. "Das ist ein Traumland, das ist doch super", sagte Schlingensief, als er den Ort gefunden hatte.

Schlingensiefs unzählige Handy-Videos hat die Regisseurin als zusätzliche Perspektive in den Film eingebaut. Es war Schlingensiefs Traum, dass die Kinder in Burkina Faso eine eigene Kamera bekommen und filmen sollen. Nicht nur Lesen und Schreiben soll hier gelehrt werden, sondern auch Filmen und Tanzen. Die Schule hat gleich im ersten Jahr eine eigene Filmklasse bekommen. Christoph Schlingensief starb im August 2010. Sein Tod ist eine Zäsur, doch kein Stillstand. Seither führen seine Witwe Aino und der Architekt Francis Keré die Arbeit fort. Schlingensief wollte immer weitermachen, das Projekt vollenden, trotz seiner schweren Krankheit. Es war die Sehnsucht, die alle mit ihm teilten: Weitermachen, jetzt erst recht, erfüllt von der Mission, dass weiterlebt, was Schlingensief begonnen hat.

..."In jedem Fall aber lohnt Dahrendorfs Film als eine Wiederbegegnung mit Christoph Schlingensief. Schmerzlich wird einem noch einmal bewusst, wie wichtig dieser provozierende Anarchist oder anarchische Provokateur in unserem sarrazinesken Ländchen war. Der jungenhafte Größenwahn, die Hybris, die Begeisterung, die Leidenschaft und die Subversion, die Schlingensief unter anderem in sein Burkina-Faso-Projekt hinein getragen hat, fehlen - auch und erst recht im hiesigen Kulturbetrieb." (Katja Nicodemus)

Ein Dokumentarfilm, wie er sein soll: Nüchtern, kühl, voller Lust an der Beobachtung und eben am Festhalten des Beobachteten. Und eben dadurch entwickelt er schnell einen Sog und eine ganz eigene Emotion und Poesie. (artechoc, Rüdiger Suchsland )

Laudatio von Georg Seeßlen (Helmut-Käutner-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf)

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