Straw Dogs – Wer Gewalt sät

Regie: Sam Peckinpah, Drehbuch: David Zelag Goodman, Sam Peckinpah, Stab. Dustin Hoffman, Susan George, Peter Vaughan, T. P. McKenna, Del Henney, Donald Webster, Ken Hutchison: Norman Scutt, Len Jones, Sally Thomsett, Robert Keegan, Colin Welland, David Warner. (117 Minuten, FSK 16)

Dustin Hoffman‘s America

ab  Jahre
ca. 117 min.

"Straw Dogs – Wer Gewalt sät" (USA 1971)

Filmreihe "Dustin Hoffman‘s America - Eine kritische Retrospektive von Oliver Klein."
Dustin Hoffman verkörpert in Sam Peckinpahs "Straw Dogs – Wer Gewalt sät" den jungen amerikanischen Mathematiker David Sumner, der mit seiner Frau Amy (Susan George) in deren ehemalige Heimatprovinz nach England zieht, um sich in Ruhe seinen wissenschaftlichen Arbeiten widmen zu können (studentische Unruhen in den USA scheinen ein Motiv für diesen Ortswechsel zu sein). Die Beziehung des ungleichen Paares ist nicht ohne Spannungen, da die etwas naive Amy von ihrem intellektuellen Mann nicht genügend beachtet und ernst genommen wird. Was als Idylle im gemeinsamen Haus geplant ist, schlägt nach kurzer Zeit um in eine verstörende und bedrohliche Atmosphäre: ein paar junge, nicht unbedingt mit Intelligenz gesegneten Dorfbewohner nutzen jede Gelegenheit, David zu provozieren und ihn lächerlich zu machen. Gleichzeitig stellen sie Amy nach, die sie noch aus Kindheits- und Jugendtagen kennen und die zum Objekt ihrer sexuellen Begierde wird. Nachdem sie David unter dem Vorwand eines gemeinsamen Jagdausfluges aus dem Haus gelockt haben, vergewaltigen sie Amy, die diesen Vorfall gegenüber David jedoch verschweigt. Eine Parallelhandlung entsteht mit der unbeabsichtigten Tötung eines jungen Mädchens durch den geistig zurückgebliebenen Henry Niles (David Warner), der daraufhin von Tom Hedden (Peter Vaughan), dem ständig betrunkenen Vater des Mädchens, und einigen Dorfbewohnern in Lynchabsicht gesucht wird. Auf seiner Flucht wird Niles versehentlich von David und Amy mit dem Auto angefahren und von ihnen in ihr Haus mitgenommen, um ihn notdürftig zu behandeln und telefonisch einen Arzt zu verständigen. Nachdem der Lynchmob den Aufenthaltsort von Niles ausfindig gemacht hat, liefert David entgegen Amys Drängen den vermeintlichen Mörder nicht aus, sondern stellt ihn unter seinen Schutz, um ihn später der Polizei zu übergeben. Dieses Verhalten löst eine Kettenreaktion nicht mehr kontrollierbarer Gewalt aus. (Oliver Klein)

„Ich habe nie zuvor und auch seither nie wieder eine gewalttätige Rolle dieser Art gespielt. Aber mich hat das Neue gereizt, und ich fand auch, dass ich mich teilweise durchaus mit David identifizieren konnte. Mir geht es heute noch so, dass ich mich nicht mit der in den USA teilweise surreal intensiven Ausformung der Gewalt auseinandersetzen will – und dennoch gezwungen werde, es zu tun. Und was das tatsächlich Erschreckende an David ist: Er findet sogar stellenweise masochistisches Vergnügen an seiner Eruption. Wenn ich mich analysiere, muss ich zu meinem Entsetzen gestehen, dass manches davon sicher auch in mir steckt." (Dustin Hoffman)

„Wenn es etwas Gemeinsames der Peckinpah-Helden gibt, dann ist es, dass sie keinen Weg zurück haben, aber auch keinen Weg wirklich irgendwohin. Die Peckinpah-Helden haben anfangs gelegentlich noch Pläne, freundliche oder wenigstens zivile Gedanken, sie möchten sich einrichten, etwas erreichen, vielleicht sogar friedlich sein. Aber genau dieses Ziel eines sinnvollen, auf irgend etwas ausgerichtete Lebens, wird von ihnen verpasst. Oder die Geschichte hat sich anders entwickelt, sie hat diesen Platz für den einzelnen gar nicht, der von allen ersehnt wird, die richtig „funktionieren“. So kommt für sie der Moment, an dem sie erkennen, dass die Zivilisation ein Missverständnis war. Sie verwandeln sich in „Kampfmaschinen“; sie werden ganz physisch; statt sich zu unterwerfen, bringen sie Menschen um; in allem Mechanischen sehen sie die Möglichkeiten, die Feinde zu überwinden." (Georg Seeßlen, Filmkritiker)

Einführung zur Filmvorstellung durch Oliver Klein.



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