Lenny

USA 1974, Regie: Bob Fosse

Dustin Hoffman‘s America

ab Jahre
ca. 95 min.


Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt in den kommenden  Monaten Dustin Hoffman‘s America,  eine kritische Retrospektive von Oliver Klein mit acht hervorragenden Spielfilmen mit dem amerikanischen Ausnahmeschauspieler Dustin Hoffman in der Hauptrolle.
In seinem Biopic "Lenny", USA 1974, skizziert Bob Fosse in teildokumentarischem Stil einzelne Lebens- und Karriereabschnitte des umstrittenen Standup-Comedian Lenny Bruce (1925-1966), der durch scharfe Gesellschaftskritik, Provokationen und Obszönitäten in seinen Auftritten immer häufiger mit dem Gesetz in Konflikt gerät und schließlich Auftrittsverbot erhält. – Der jüdische Leonard Alfred Schneider, Künstlername Lenny Bruce (Dustin Hoffman), versucht sich als Komiker und Imitator in Clubs und Bars im Dunstkreis seiner bühnenerfahrenen Mutter Sally Marr (Jan Miner, weltbekannt als Palmolive-Werbefigur Madge bzw. Tilly), fällt aber beim Publikum durch. Er heiratet die ehemalige Stripperin „Hot Honey“ Harlow (Valerie Perrine), tritt mit ihr eine Zeit lang gemeinsam, dann wieder allein auf. In seinem geänderten Bühnenkonzept scheut er sich nicht vor gesellschaftskritischen, politischen oder religiösen Provokationen, Tabubrüchen und obszönen Bemerkungen. Dies steigert zwar einerseits seine Popularität, ruft aber andererseits zunehmend Kritik und Schelte an seinen Äußerungen hervor. Karriere und Privatleben werden durch Drogenkonsum und Ehekonflikte überschattet: Lenny betrügt seine Frau, Honey landet für zwei Jahre wegen Drogenmissbrauch im Gefängnis. Die Ehe zerbricht und beide kämpfen um das Sorgerecht für Tochter Kitty. Seine Verhaftungen wegen „öffentlicher Verbreitung von Obszönitäten“ verhelfen Lenny zu internationaler Bekanntheit und avancieren ihn zu einer umstrittenen, aber nachgefragten Showgröße beim Publikum, bei Veranstaltern und beim Fernsehen. Seine Auftritte, in denen er auch sein Privatleben, die vielen Auseinandersetzungen mit Justiz und Polizei sowie seine Gerichtsprozesse thematisiert, werden immer häufiger polizeilich überwacht – bei der kleinsten Äußerung eines obszönen Wortes wird er sofort festgenommen. Mit vierzig ist Lenny Bruce so stark rauschgiftabhängig, dass er seine Bühnenshows kaum noch durchsteht. Darüber hinaus hat er fast überall in den USA Auftrittsverbot. – Lenny wurde für sechs Oscars und drei Golden Globes nominiert (u. a. Film, Regie, Hoffman, Perrine), ging aber komplett leer aus. (Oliver Klein)
„[…] Ein außergewöhnliches Werk ist der authentisch gestaltete Film über den US-Nightclub-Entertainer Lenny Bruce, in dem sich Dustin Hoffman als Vollblutkomödiant einmal mehr politisch engagiert und gegen das amerikanische Establishment aus der Zeit des Kalten Krieges in den 50er Jahren Stellung bezieht. Diese brillante Studie aus dem Showbusiness wurde von der Kritik gefeiert und vom Publikum angenommen. Sie zählt zu Dustin Hoffmans gelungenen Erfolgsfilmen. […] Als satirischer Entertainer Lenny hält er in dem gleichnamigen Film der Gesellschaft einen Spiegel vor, in dem diese sich nicht wiedererkennen will. […]“ (Adolf Heinzlmeier, Filmkritiker)
„Dustin Hoffman auf dem Höhepunkt seiner schauspielerischen Performance: Amerikas wandlungsfähigster Filmakteur der 70er Jahre interpretiert Amerikas umstrittensten Wortjongleur der 50er und 60er Jahre, Lenny Bruce. Hoffmans ambitioniertes, sehr überzeugendes Charakterspiel und Bob Fosses pseudodokumentarischer Inszenierungsstil in unaufdringlichen Schwarzweiß-Bildern machen "Lenny" zu einem kleinen Meisterwerk.“(Oliver Klein)





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