Die Reise nach Tokio

(Japan 1953) von Yasujiro OZU

Die besten Filme der Filmgeschichte

ab Jahre
ca. 136 min.



 
Ein Meisterwerk des japanischen Kinos und einer der schönsten Filme über familiäre Beziehungen überhaupt ist "Die Reise nach Tokio" (Japan 1953) von Yasujiro OZU.
In «Tokyo monogatari» - so der Originaltitel, trifft die alte, ruhige Welt der Eltern auf die hektische, nervöse ihrer Kinder, das beschaulichere Landleben auf das nervösere der Stadt. Dieser Film gilt als das bekannteste Werk des Regisseurs Yasujirō Ozu und wird regelmäßig als einer der besten Filme aller Zeiten bezeichnet.
Der Film ist der Abschluss der sogenannten Noriko-Trilogie (nach "Später Frühling" von 1949 und "Weizenherbst" von 1951). Zwei der Hauptdarsteller, Chishū Ryū (der Vater) und Setsuko Hara (Noriko), spielten wie in den zuvor gedrehten Filmen (und wie auch in vielen folgenden) in Ozus Meisterwerk von 1953 mit, auch wenn es sich nicht um dieselben Personen handelt. In seinen Filmen griff Ozu immer wieder dieselben Themen auf, wobei in den verschiedenen Filmen diese unterschiedlich gewichtet wurden. Mal steht die Stellung der Kinder zu ihren Eltern mehr im Mittelpunkt, bei einem anderen Film ist die zentrale Frage eher, ob eine verwitwete Frau wieder heiraten sollte.

Die Hauptrollen in "Die Reise nach Tokio" spielten Chishū Ryū und Chieko Higashiyama. Das ältere Ehepaar Shūkichi und Tomi Hirayama beschließt, ihre erwachsenen Kinder und deren Familien in Tokio zu besuchen. Nach der langen Bahnfahrt angekommen, erkennen sie aber langsam, dass der älteste Sohn Kōichi, ein Arzt, und die älteste Tochter Shige, die einen Schönheitssalon betreibt, wenig Zeit für sie haben. Einzig Noriko (Setsuko Hara), die Witwe des im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sohns, bemüht sich um ihre Schwiegereltern.
Nach nur wenigen Tagen in Tokio schieben Kōichi und Shige ihre Eltern in ein Seebad ab. Dort fühlen sie sich aber umgeben von feiernden Jugendlichen auch nicht wohl, so dass sie nach Tokio zurückkehren.

Wim Wenders sagt in seinem Ozu gewidmeten Film " Tokyo-Ga": „Wenn es in unserem Jahrhundert noch Heiligtümer gäbe, wenn es so etwas gäbe wie das Heiligtum des Kinos, müsste das für mich das Werk des japanischen Regisseurs Yasujirô Ozu sein (…)." - Wir zeigen "Tokyo-Ga" ebenfalls an diesem Wochenende.

Für Wenders sind Ozus Filme die schönsten überhaupt, das verlorene Paradies des Kinos. Sie erzählten die lange Auflösung der japanischen Familie und damit auch die Auflösung einer nationalen Identität. Doch sie täten das, ohne den Fortschritt und die eindringende westliche und amerikanische Kultur zu verdammen oder zu verachten. Vielmehr bedauerten sie den damit verbundenen Verlust mit distanzierter Nostalgie. Wenders hält Ozus Filme, so japanisch sie auch sein mögen, für universell.

Besprochen wurde
"Die Reise nach Tokio" am Mittwoch, den 21. November, um 19:30 Uhr im Kino. Für Teilnehmer am Kolleg frei, Einzelbesucher zahlen 7.- Euro.

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