David

Bundesrepublik Deutschland 1978 Regie: Peter Lilienthal, Drehbuch: Peter Lilienthal, Jurek Becker, Ulla Ziemann nach dem authentischen Bericht "Den Netzen entronnen" von Joel König.

Berlinale - Gewinner


ab  Jahre
ca.127 min.


David

Der Filmemacher Peter Lilienthal hat am 9. Dezember diesen Jahres in Berlin die Carl-von-Ossietzky-Medaille erhalten. Mit dem zum 50. Mal von der Internationalen Liga der Menschenrechte vergebenen Preis wurde der Regisseur, Autor und Schauspieler für sein künstlerisches und politisches Lebenswerk geehrt. Von Lilienthal stammen unter anderem die Filme "Es herrscht Ruhe im Land", "Der Aufstand", "Hauptlehrer Hofer". 

Peter Lilienthal macht seit über 50 Jahren Filme. Er war einer der führenden Köpfe des »Neuen Deutschen Films«, den es laut Wim Wenders ohne ihn nicht gegeben hätte. Er erhielt hochkarätige Auszeichnungen und lehrte an namhaften Akademien und Hochschulen. In der Filmszene gilt der Weltenbummler, der sich selbst als »Nomade« bezeichnet, gleichsam als Zauberer, Rebell und Poet. Der 82-Jährige ist auch heute noch unermüdlich auf der Suche nach außergewöhnlichen Themen und Bildern. Gerade bereitet er in Südamerika seinen nächsten Spielfilm vor.

Die Kinowerkstatt zeigt den Film "David" von Peter Lilienthal. "David" (1979) erzählt die Geschichte eines jüdischen Jungen im Berlin der Nazi-Ära, der den Holocaust vor allem als Verlust seiner Familie erfährt. 

Der Film spielt im niederschlesischen Liegnitz während des Drittes Reiches. Rabbi Singer feiert mit seiner Familie das jüdische Purimfest. Vor dem Haus der Singers skandieren Jungen der Hitlerjugend antisemitische Parolen. Die Familie ist beunruhigt und fühlt sich nicht mehr sicher in Deutschland. Der Rabbi ist jedoch der Meinung, dass man vor dem Pöbel nicht fortläuft und dass Deutschland sich nicht mit diesem Pöbel gemein mache. Die Situation verschärft sich jedoch. Ein paar Jahre später wird David Singer die Schule verboten. Seine Mutter schickt ihn zu seinem Bruder Leo Singer nach Berlin. In Berlin arbeitet David in einer Werkstatt und repariert Nähmaschinen. Nach den Pogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird Davids Vater Rabbi Singer verhaftet. Mutter Singer holt den Sohn zurück nach Liegnitz. Als Rabbi Singer aus der Haft entlassen wird, versucht er wieder Zuversicht auf seine Familie auszustrahlen. Doch Mutter Singer hat nun nur noch ein Ziel: Deutschland so schnell wie möglich zu verlassen. David fängt nun in einem landwirtschaftlichen Betrieb an zu arbeiten, in der Hoffnung mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung schneller im Exil Fuß fassen zu können. Die Hoffnung auf Ausreise wird jedoch durch einen Deportationsbefehl zerstört. David entgeht der Haft jedoch und taucht mit seiner Schwester in Berlin unter. Vater und Mutter werden deportiert. Zunächst finden David und Toni Asyl bei einem Schuster. Aus Angst vor der Staatsmacht wirft er sie schließlich hinaus. Als Obdachloser ohne Ausweispapiere gelingt David schließlich doch die Flucht aus Deutschland.

Bei der Berlinale 1979, wo "David" im Wettbewerb läuft, erhält Lilienthal den Goldenen Bären, beim Deutschen Filmpreis ein Filmband in Silber.




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