Stunde der Bewährung

(USA 1978, Regie: Ulu Grosbard, Dustin Hoffman (ungenannt), Drehbuch: Jeffrey Boam, Edward Bunker, Nancy Dowd (ungenannt), Michael Mann (ungenannt), mit Dustin Hoffman, Theresa Russell, Gary Busey, Harry Dean Stanton, M. Emmet Walsh, Rita Taggart, Kathy Bates.



Dustin Hoffman‘s America


ab  Jahre
ca. 114 min.

Stunde der Bewährung"

Die interessante Reihe "Dustin Hoffman‘s America" mit Filmen von und mit Dustin Hoffman wird fortgesetzt mit dem Spielfilm "Stunde der Bewährung". Ulu Grosbards und Dustin Hoffmans gemeinsame Regiearbeit "Straight Time" (Stunde der Bewährung, USA 1978) beschreibt die anfangs ambitionierten, letztlich aber vergeblichen Versuche des auf Bewährung entlassenen Straftäters Max Dembo (Dustin Hoffman) zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung in die Gesellschaft. – Dembo wird nach Verbüßung einer sechsjährigen Haftstrafe wegen bewaffnetem Diebstahl auf Bewährung entlassen. Auf Anweisung seines Bewährungshelfers Earl Frank (M. Emmet Walsh) sucht sich Max ein möbliertes Zimmer und meldet sich arbeitssuchend. Jenny Mercer (Theresa Russell), eine Angestellte des Arbeitsamtes in Los Angeles, kann ihn erfolgreich vermitteln und lässt sich von ihm zum Essen einladen. Zunächst läuft alles nach Plan, bis der dubiose Willy Darin (Gary Busey), ein Freund aus alten Zeiten, Max in eine prekäre Situation bringt: Nachdem sich Darin eine Heroinspritze im Zimmer von Max gesetzt hat, lässt er dort ein Streichholzheft liegen, welches der Bewährungshelfer findet und Max des Drogenkonsums verdächtigt. Daraufhin landet dieser zur Untersuchung des Sachverhaltes wieder im Gefängnis, wo ihn Earl trotz Max‘ nachgewiesener Unschuld für eine ganze Woche schmoren lässt. Während einer gemeinsamen Autofahrt will Earl Max zur Bekanntgabe der Person zwingen, die in seiner Wohnung gefixt hat. Max rastet aus und überwältigt Earl, anschließend bindet er ihn mit Handschellen an einen Autobahnzaun und fährt mit Earls Wagen davon. Nach dieser strafbaren Aktion fällt Max sofort wieder in sein kriminelles Verhaltensmuster zurück und versteckt sich bei Jenny, die trotz seiner Diebstähle und Einbrüche eine Beziehung mit ihm eingeht. Schließlich überredet er seine alten Weggefährten Jerry Schue (Harry Dean Stanton) und Willy Darin zu bewaffneten Raubüberfällen, die durch seinen Übermut und Leichtsinn immer riskanter werden. (Oliver Klein)

„Ebenfalls Gewalt, gepaart mit Vorurteilen und Gleichgültigkeit, waren Inhalt des Films "Stunde der Bewährung", ein mitreißendes Melodram um einen Kleinkriminellen und die Praktiken des US-Strafvollzugs. Um diesen Film gab es Streit und Ärger während und nach der Produktion. Dustin Hoffman wurde das Recht an der letzten Montage genommen, so dass die in diesem Film formulierte Kritik an der amerikanischen Gesellschaft nicht so präzise ausfiel, wie er sich das vorgestellt hatte.“ (Adolf Heinzlmeier, DUSTIN HOFFMAN)
„Ulu Grosbard und Dustin Hoffman, die bereits gemeinsam in den 60er Jahren Theaterstücke realisierten, setzen sich in "Straight Time" (Hoffmans einzige Filmregie bis 2012) mit dem US-Strafvollzugssystem im Rahmen der ihnen gestatteten und damit stark eingeschränkten Möglichkeiten kritisch auseinander. Der ambitionierte Film basiert auf dem autobiografischen Roman "No Beast So Fierce" (Wilder als ein Tier, 1973) des Autors, Schauspielers und Zuchthäuslers Edward Bunker (1933-2005), der auch am Drehbuch maßgeblich mitarbeitete und im Film eine Nebenrolle (Mickey) spielte. Bunker geriet bereits in seiner Kindheit und Jugend mit dem Gesetz in Konflikt und verbrachte wegen unterschiedlichen Straftaten (Banküberfall, Drogenhandel, Erpressung, bewaffneter Raubüberfall, Fälschung) viele Jahre seines Lebens in Gefängnissen, vor allem in San Quentin, wo auch sein erstes Buch "No Beast So Fierce" entstand. Er schrieb mehrere Romane und eine Autobiografie, die seine Erfahrungen als Straftäter, Gefängnisinsasse und Haftentlassener widerspiegeln. Er verfasste drei Drehbücher (Straight Time, Runaway Train, Animal Factory) und spielte häufig Nebenrollen in Kino- und TV-Filmen.“ (Oliver Klein)


"....Er war dabei, sich diesen Traum, selbst Regie zu führen, zu erfüllen: "Stunde der Bewährung", das Porträt eines Gangsters, sollte 1978 sein Regiedebüt werden. Hoffman liebte die Geschichte, ein Insasse des Gefängnisses von San Quentin hatte sie geschrieben. Hoffman war auch Hauptdarsteller und an allen Produktionsdetails beteiligt. »Ich hatte das Casting gemacht und mit den Autoren gemeinsam am Drehbuch gearbeitet. Es war einfach mein Film.« Was ging schief? »Wir hatten bereits begonnen zu drehen, da bekam ich es mit der Angst zu tun.« - "Ich habe mich selbst gefeuert":
Jedes Mal, wenn eine Szene gedreht war, bekam Hoffman unterschiedliche Reaktionen von seiner Crew, mal schüttelte der Kameramann den Kopf, mal der Aufnahmeleiter, »ich wusste nicht, auf wen ich mich verlassen sollte«. Er war verwirrt, überfordert, zauderte. Dann gab er auf. »Ich habe mich selbst gefeuert.« Die Regie übernahm ein Freund. »Heute weiß ich, dass das falsch war«, sagt Hoffman."

Dustin Hoffman - das vollständige Interview im ZEIT-Magazin



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