Die wilde Zeit - apres mai

(Original "Àpres Mai", international: "Something in the air", Frankreich 2012) Regie: Oliver Assayas mit Clement Metayer, Lola Créton, Felix Armand u.a. (122 Minuten).


Jung und wild


ab  Jahre
ca. 122 min.

"Die wilde Zeit"

Blaise Pascal "Zwischen uns und dem Himmel, der Hölle oder dem Nichts ist also nur das Leben, das zerbrechlichste Ding der Welt..."

Die Kinowerkstatt zeigt den neuen Film von Oliver Assayas! 

Sein monumentales Porträt des Topterroristen "Carlos - Der Schakal" sorgte vor drei Jahren in Cannes für Furore. 


"Après mai", der auf Deutsch bieder "Die wilde Zeit" heißt, setzt 1971 ein und portraitiert eine Gruppe junger Schüler aus gutem Haus. Sie wollen für die Weltrevolution kämpfen, ihre Freiheit in jeder Hinsicht auskosten und sie wollen Künstler werden. Im Zentrum steht Gilles, eine Art alter Ego des Regisseurs, der 1955 geboren, die revolutionären Ereignisse in Paris als 16- Jähriger miterlebte. Wie der Vater von Assayas ist Gilles' Vater Drehbuchautor, und auch Gilles geht am Ende zum Film.
Dieser Aufstand, das ist der revolutionäre Mai 1968, in dem die europäische Studentenrevolte in Frankreich auch die Fabriken erreichte und auf bürgerliche Kreise überschwappte.
»Die Alten hatten abgewirtschaftet. Es gärte, vor allem unter den Jungen, zugleich war da viel Chaos und Widersprüchlichkeit. Man glaubte wirklich, dass die Revolution unmittelbar bevorstünde, dass alles möglich ist. Das ist faszinierend, und macht einem doch auch Angst. Denn da ist viel Gewalt in der Luft. In Paris brannten die Autos, und wenn man gerade am falschen Ort war, konnte es einem passieren, dass man zusammengeschlagen wurde. Das ist glaube ich das, was heute am schwersten vorstellbar ist: Diese Gewalt. Und sie machte einen auch skeptisch. Es war jedem klar: Alles ist möglich, aber das ist auch gefährlich. Dieser Film ist also in seiner Mischung aus Hoffnung und Bedrohung, aus Begeisterung, Aufbruch und Enttäuschung, genau die Geschichte meiner eigenen Jugend. Aber damit eben die einer ganzen Generation.« (Olivier Assayas im Gespräch mit dem Autor, September 2012, San Sebastián).

"Hier liegt die besondere Stärke und gegenwärtige Bedeutung des Films: Assayas ruft uns eine Epoche und eine Lebensform ins Gedächtnis, in der die Menschen kein Internet und kein Smartphone hatten, dafür viel Zeit, nicht nur zum Lesen. Man experimentierte mit sich selbst: mit Sex, Drogen, man rauchte, keiner trägt hier Helme, weder beim Fahrrad- noch beim Mopedfahren – Sicherheitsdenken welcher Art auch immer galt als reakti­onär, spießig oder als einfach dumm. Auch die Eltern spielen für diese Jugend einfach keine herausragende Rolle, waren kein Punkt der Orientierung. Sie hatte sich von ihnen emanzipiert. Man war nicht fixiert auf das »Realistische«, auf die Karriere, darauf, es irgendwem recht zu machen." (Rüdiger Suchsland) 





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