Die Nacht der lebenden Toten

Double Feature GEORGE A. ROMERO’S „NIGHT OF THE LIVING DEAD” & „DAWN OF THE DEAD”


MidnightMovies: George Romero

ab  Jahre
ca. 201 min.


Double Feature GEORGE A. ROMERO’S „NIGHT OF THE LIVING DEAD” & „DAWN OF THE DEAD”

Die Doppelfilmreihe „Monday Movies” präsentiert in ihrem Double Feature die beiden herausragendsten Werke des amerikanischen Regisseurs George A. Romero, der damit ein komplettes Filmgenre neu definiert und für alle Zeiten geprägt hat: den Zombiefilm. Der teuerste aller Zombie- Filme läuft zur Zeit im Kino: "World War 'Z'".

Die erste Vorstellung um 21 Uhr zeigt Romeros bewusst in Schwarzweiß gedrehten Debütfilm „Night of the Living Dead“ (Die Nacht der lebenden Toten, USA 1968), der mit einem schmalen Budget von ca. 100.000 Dollar in reinster Handarbeit realisiert wird. Romero macht fast alles selbst: Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt. „Cast and Crew“ setzt sich aus Verwandten und Bekannten des Regisseurs zusammen. Der Film, der von Kritikern zunächst als billiges Machwerk abgetan wird, avanciert spätestens nach Romeros Fortsetzung „Dawn of the Dead“ Ende der 70er Jahre zum expressionistischen Kunst- und Kultfilm, spielt das 200-fache seines Budgets ein und ist mittlerweile Bestandteil des „Museum of Modern Art“ in New York. – Handlung: Noch nicht bestattete Tote, durch außerirdische Strahleneinwirkung in eine Art Leben zurückgekehrt, dringen in einer ländlichen Gegend von Pennsylvania in die Häuser ein, bringen Menschen um und ernähren sich von deren Fleisch. Auf der Flucht vor ihnen geraten sieben Personen in ein einsames Haus und beginnen einen aussichtslosen Kampf gegen die Invasion der Untoten.

„Der Zombie à la Romero ist der defekte, überflüssige Mensch par excellence, der nur in einer kaputten Gesellschaft entstehen kann. Der Menschenmüll, der zu nichts nutze ist, aber dennoch fressen will.“ (Georg Seeßlen, deutscher Autor und Filmkritiker)

Exkurs: Dass das New Yorker Museum of Modern Art Romeros „Night oft the Living Dead“ als Sammlung enthält, kann nicht beeindrucken. Auch nicht, dass der Film über 20 Millionen Dollar einspielte und sogar zum „Kultfilm“ avanciert sein soll. Interessant ist das Erscheinungsjahr 1968: Eine Zeit des politischen Aufbruchs, der Studentenunruhen, der Abnabelung vom Elternhaus, die Kritik am Konsumismus, und die Revolte gegen das Establishment kennzeichneten u. a. die gesellschaftlichen Verhältnisse zu dieser Zeit.

15.01.2005, 23:53:21 Death Machine ( Email schreiben )

konnt auf allen seiten nur das lesen: genialer film usw. mir gefiel der film gar net, weiß auch net, weshalb, aber für mich ein schlechter film, obwohl alle sagen, klassiker.....naja, guckt euch den an, bin wohl der einzige

06.01.2005, 18:15:40 Stephan Möller ( Email schreiben Homepage )

Jepp, ein wirklich geiler Streifen vom Horror-Altmeister George A. Romero. Besonders gut fand ich - und da werde ich wohl nicht alleine darstehen - die beklemmende Atmosphäre, erzeugt durch tolle Kameraeinstellungen by Mr. Romero himself und dem alleinigen Wissen "Es gibt keinen Ausweg!". Auch gut gefallen haben mir die Zombies ... da war der Film seiner Zeit ein paar Jahre vorraus (zum. meiner Meinung nach ... wer hätte sich denn vorher getraut, sowas zu zeigen?)!
Fazit: Auch, wenn sich teilweise ein paar Fehler einschleichen, ein extrem spannender und düstere Horrorthriller ... 9/10 Punkten!
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Die zweite Vorstellung um 23 Uhr präsentiert Romeros Erfolgsschocker „Dawn of the Dead“ (Zombie, USA 1978), den der Regisseur als eigenständige Fortsetzung erst zehn Jahre nach „Night of the Living Dead“ realisiert. Nach seiner Uraufführung in Cannes löst der Film eine ganze Lawine von Zombiefilmen aus (meist billig inszenierte Plagiate und Pseudo-Fortsetzungen, nahezu alle in Italien gedreht). George A. Romero legt mit seinem spannenden, verstörenden und geschickt inszenierten Horrorstreifen den neuen Meilenstein des Genres. Darüber hinaus formuliert er eine im wahrsten Sinne des Wortes „beißende“ Kritik am Konsumverhalten unserer Massengesellschaft. – Handlung: Eine bislang unbekannte Seuche lässt Tote als menschenfressende Ungeheuer auferstehen. Wer von einem solchen Zombie angefallen wurde, verwandelt sich selbst in einen Untoten - eine epidemische Invasion breitet sich über den Kontinent aus. Eine Gruppe überlebender Landbewohner rettet sich in einen Supermarkt und beginnt einen aussichtslosen Kampf. „When there’s no more room in hell, the dead will walk the earth.“ („Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, dann kommen die Toten auf die Erde zurück”)

„Wenn ein Romero-Film zu Ende ist, hat man nicht das Gefühl, man sei nun aus einem schrecklichen aber zugleich faszinierenden Alptraum aufgewacht und könne sich nun wieder der vernünftigen (und ein bisschen langweiligen) Welt der Realität widmen. Die Verstörungen setzen sich vielmehr genau in diesem Alltag fest. […] Ein paar von Romeros Bildern wird man einfach nicht mehr los; sie haben sich nicht, wie sich das für anständige Filme gehört, am Ende aufgelöst.“ (Georg Seeßlen, deutscher Autor und Filmkritiker)

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