Rosemary's Baby

USA 1968, Drehbuch: Roman Polanski, nach einem Roman von Ira Levin Regie: Roman Polanski, Darsteller: Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon, Sidney Blackmer, Maurice Evans, Ralph Bellamy, Victoria Vetri, Patsy Kelly, Elisha Cook Jr., Emmaline Henry, Charles Grodin, Hanna Landy, Phil Leeds, D’Urville Martin, Hope Summers


Roman Polanski


ab  Jahre
ca. 137 min.

"Rosemary’s Baby"

Roman Polanski feiert am 18. August diesen Jahres seinen achtzigsten Geburtstag. Dieses Ereignis nimmt die Kinowerkstatt zum Anlass, in der Reihe der Monday Movies zwei Spielfilme des außergewöhnlichen polnischen Filmemachers aus der Filmära des „New Hollywood“ zu zeigen.

Eingeleitet werden beide Vorstellungen durch Filmliebhaber Oliver Klein.

"Rosemary’s Baby" ist nach Meinung vieler Filmkritiker und Filmliebhaber Roman Polanskis bedeutendstes Werk. So schreibt Georg Seeßlen, "..dass 1968 das Jahr der Veränderung war - für das Horrorgenre zumindest: Dort sprach man danach vom modernen Horrorfilm - statt des klassischen Vertreters seit den 1930er Jahren. Verändert hatte dies Roman Polanskis ROSEMARY'S BABY, aber auch eine amerikanische Indieproduktion aus der Industriestadt Pittsburgh: NIGHT OF THE LIVING DEAD."

Schon in „Ekel“ (1965) und auch in „Rosemaries Baby“ (1968)
beschäftigt sich Roman Polanski mit dem, was man gemeinhin das „Mysteriöse“ nennt, einer geheimnisvollen, angsterfüllten und angsterfüllenden Welt in der von Rationalität scheinbar beherrschten Welt. Tatsächlich enthalten Polanskis Filme (nicht einmal oder erst recht „Der Pianist“ (2001) keinerlei Botschaften im üblichen Sinn des Wortes. Eher zeugen sie von einer Welt, in der sich das Phantastische und das Realistische zu einem nicht auftrennbaren Konglomerat vermischt haben, die handelnden Personen, die an der Rationalität festhalten wollen, in das Irrationale hinabgestürzt werden und/oder sich mit ihm abfinden müssen. Viele seiner Filme entziehen sich dem Begriffpaar optimistisch/pessimistisch ebenso wie eindeutigen Lösungen oder Auflösungen.

„Rosemaries Baby“ beginnt mit einer fast schon unheimlich anmutenden Wiedergabe eines monoton vorgetragenen wiegenliedartigen „La la la“, gesungen im Anblick der Skyline von New York. Bereits diese im Vorspann gezeigten Bilder kontrastieren in sich die Einheit von freudiger Erwartung des Lebendigen, der Geburt eines Kindes, und der unterschwellig schon vorhandenen, aber (noch) nicht ausmachbaren, lokalisierbaren Angst, einer schleichenden Angst, die stets präsent zu sein scheint, aber nicht greifbar. In der Schlussszene wird dieses „La la la“ wieder gesungen, nur dass jetzt das Teuflische aufgedeckt, gegenwärtig, bekannt ist.

„So weit ich zurückdenken kann,
ist in meinem Leben die Grenze
zwischen Phantasie und Wirklichkeit hoffnungslos verwischt gewesen.
Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, dass gerade dies der Schlüssel zu meinem Dasein ist. Er hat mir mehr als genug Enttäuschungen , Konflikte,
Leiden und Katastrophen gebracht.
Er hat mir aber auch Türen geöffnet, die sonst für immer verschlossen geblieben wären.“
(Roman Polanski)

Rosemary und wir als Zuschauer befinden uns in einer Situation des Unkontrollierbaren, der Unsicherheit, einer Situation, die nicht vollständig erklärbar ist. Das macht den Film so unheimlich - und spannend.

"„Rosemary’s Baby“ mag heute angesichts der Horror-Trips in Filmen der drei Jahrzehnte nach 1968 manchem kaum mehr als beängstigend erscheinen. Welchen Einfluss dieser Film auf die eher psychologisch arbeitenden Horrorfilme à la „The Others“ , „The Sixth Sense“, „Open Your Eyes“ (1997) oder dessen Remake „Vanilla Sky“ (2001) hatte, ist jedoch offensichtlich. Mia Farrow und Ruth Gordon sind die schauspielerischen Glanzpunkte dieses Klassikers von Roman Polanski." (Ulrich Behrens)



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