Geschichten aus dem Wienerwald

(österreich, BRD 1979) Regie: Maximilian Schell, Darsteller: André Heller, Adrienne Gessner, Jane Tilden, Birgit Doll, Hanno Pöschl, Helmut Qualtinger, Götz Kauffmann. (90 Minuten)


"Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit."

ab   Jahre
ca. 90 min.

"Geschichten aus dem Wienerwald"

"Geschichten aus dem Wienerwald" ist die filmische Umsetzung der bitterbösen, tragikomischen Gesellschaftssatire "Geschichten aus dem Wiener Wald" von Ödön von Horvath, durch den kürzlich verstorbenen Maximilian Schell mit erstklassigen Schauspielern fürs Kino adaptiert: Es spielen André Heller, Adrienne Gessner, Jane Tilden, Birgit Doll, Hanno Pöschl, Helmut Qualtinger, Götz Kauffmann. ( 90 Minuten)
Wien zu Beginn der 30er- Jahre: Marianne, Tochter eines Ladenbesitzers, verlässt den ungeliebten Fleischer Oskar, um mit dem Hallodri Alfred zusammenzuleben. Die Geschichte der jungen, etwas naiven Wienerin, die versucht, ihrem Milieu zu entkommen, dabei scheitert und sich letztendlich dem Konformismus des Bürgertums unterwirft, formuliert eine scharfe Kritik am Kleinbürgertum um 1930, kurz vor dem Aufstieg des Nationalsozialismus.


Eine grandiose Verfilmung eines klassischen österreichischen Theaterstücks aus der Zwischenkriegszeit, die das kleine Land mal von einer anderen Seite zeigt. Der ungarische Schriftsteller und Theaterautor Ödön von Horváth (1901-1938) lieferte die Vorlage zu Maximilian Schells vierter Kinoregiearbeit. Schell, der an "Geschichten aus dem Wiener Wald" wie bei seinen vorangegangenen Regiearbeiten auch als Kodrehbuchautor und Produzent beteiligt war, hatte das Stück 1977 bereits am Londoner National Theatre inszeniert.

Alfred Polgar bezeichnete die Geschichten aus dem Wiener Wald als „ein Volksstück und die Parodie dazu“. Horváth demontierte die doppelbödige „Wiener Gemütlichkeit“, hinter deren Fassade sich Exzesse der Gemeinheit und Bösartigkeit abspielen, und demaskierte die Kleinbürgermentalität und deren Fassade als trügerische Idylle:

    Er übernahm die aus Filmen, Operetten und Dramen bekannten pensionierten Rittmeister, die süßen Mädel, die nichtsnutzigen Hallodri, die familiensüchtigen Kleinbürger; er übernahm den Plüsch, aber er klopfte ihn aus, dass die Motten aufflogen und die zerfressenen Stellen sichtbar wurden. Er zeigte die Vorder- und die Kehrseite der überkommenen Wiener Welt. Er ließ diese Leute ihre Lieder singen, ihren plauschenden Dialekt sprechen, ihre Heurigenlokale trunken durchwandern und zeigte darüber hinaus die Faulheit, die Bosheit, die verlogene Frömmigkeit, die Giftigkeit und die Borniertheit, die hinter und in jenen marktgängigen Eigenschaften stecken. Er zerstörte nicht nur das überkommene Wiener Figuren-Panoptikum, er gestaltete ein neues, echteres außerdem. (Erich Kästner, Neue Leipziger Zeitung, November 1931)

 

 


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