Ferner schöner Schein

Polen 2012, von Anka und Wilhelm Sasnal.

 

Bester polnischer Film 2012

ab  Jahre
ca. 77 min.

von Anka und Wilhelm Sasnal.

Der Spielfilm erzählt von der Liebesgeschichte zwischen einem Schrottsammler und einer jungen Frau im ländlichen, armen Polen. Das mühevolle Leben und der Alltag des Paares und aller anderen Dorfbewohner ist in eine erdrückend geheimnisvolle Atmosphäre gehüllt. Eines Tages verschwindet der Schrottsammler ohne jede Spur, was unerwartete Ereignisse nach sich zieht. Inmitten wunderschöner Landschaftsbilder, unter der sengenden Sonne zeigt sich schließlich das menschliche Böse.

"Ferner schöner Schein" ist beides: Kunst und Film. Als Film beschreibt das Stück eine kurze Geschichte in einem Dorf irgendwo in Polen, weit ab, so scheint es von Zivilisation. Die Lebensumstände sind einfach bis hart. Pawel (Marcin Czarnik) lebt hier mit seiner dementen Mutter und seiner Verlobten in einfachen Verhältnissen. Er sammelt Altmetall und Müll, er lebt in und von Müll. Die Mutter macht ihm das Leben schwer, bis er sie eines Tages fortbringt. Keiner weiß wohin, es ist auch allen egal. Menschen und Müll, so scheint es, sind auf gleicher Ebene: Was nicht verwertet werden kann, kommt weg. Doch eines Tages verschwindet Pawel ebenfalls und die Nachbarn warten nicht lang, bis sie sein Hab und Gut an sich nehmen und sein Haus zerstören.

Der Film It Looks Pretty from a Distance ist langsam, behäbig gar und schwer. Die Darsteller, allesamt Laien, die tatsächlich auch in diesem Ort unter diesen Umständen leben, scheinen fernab zu sein von jeglichen Emotionen; Empathie und Nächstenliebe haben hier keinen Platz. Es geht nur ums Überleben, ums Weiterkommen – egal wie.

Auf der Kunstebene funktioniert It Looks Pretty from a Distance dann doch ganz anders. Denn Pawels Geschichte ist nichts weiter als die Oberfläche einer viel tieferen Geschichte. Was die Sasnals eigentlich bewegte dieses Werk zu kreieren, ist ein Stück polnische Geschichte, die lange Zeit keiner hören wollte. Während des 2. Weltkrieges ergab es sich, dass deutsche Truppen ein polnisches Dorf okkupierten, welches aus Polen und einer kleinen jüdischen Gemeinde bestand. Die Deutschen ließen die Polen entscheiden, was sie mit den Juden machen wollen. Ohne viel Gezeter sperrten diese ihre jüdischen Nachbarn, mit denen sie jahrzehntelang zusammen gelebt hatten, in einen Schuppen, zündeten diesen an und teilten dann ihre Besitztümer unter sich auf...
 
Auf der Kunstebene funktioniert "Ferner schöner Schein" dann doch ganz anders. Denn Pawels Geschichte ist nichts weiter als die Oberfläche einer viel tieferen Geschichte. Was die Sasnals eigentlich bewegte, dieses Werk zu kreieren, ist ein Stück polnische Geschichte, die lange Zeit keiner hören wollte. Während des 2. Weltkrieges ergab es sich, dass deutsche Truppen ein polnisches Dorf okkupierten, welches aus Polen und einer kleinen jüdischen Gemeinde bestand. Die Deutschen ließen die Polen entscheiden, was sie mit den Juden machen wollen. Ohne viel Gezeter sperrten diese ihre jüdischen Nachbarn, mit denen sie jahrzehntelang zusammen gelebt hatten, in einen Schuppen, zündeten diesen an und teilten dann ihre Besitztümer unter sich auf." (Beatrice Behn, kino-zeit.de)

  


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