Filmkolleg 2014





Montag, 10. November, 20 Uhr (Film)
Mittwoch, 12. November, 19:30 Uhr (Kolleg)


SATURDAY NIGHT FEVER
(ehemaliger deutscher Verleihtitel "Nur Samstag Nacht“)

USA 1977, Regie: John Badham
Musik von: Maurice Gibb, Barry Gibb, Robin Gibb (Bee Gees)
Darsteller: John Travolta, Karen Lynn Gorney, Barry Miller u. a.
113 Minuten, Altersfreigabe FSK 12


"Nur Samstag Nacht: „Saturday Night Fever“ 1977, ein spätmoderner Entwicklungsroman“, so titelte der SPIEGEL 1978. Den Spielfilm „Saturday Night Fever“ umgab nicht nur hierzulande lange ein hartnäckiges Missverständnis: Feiere er eine glitzernde Scheinwelt, andere sahen eher Resignation und Flucht vor bedrückenden Gegenwartsproblemen“. 1978, auf dem Höhepunkt der so genannten Disco-Welle, waren sich westdeutsche Beobachter aber darin einig, dass massenhaftes Tanzen zu elektronisch reproduzierter Musik als Anpassung und Entpolitisierung der jungen Generation deuten zu dürfen" (SPIEGEL).

So eindeutig liegen die Dinge jedoch nicht: „Saturday Night Fever“ ist eine Coming-of-Age-Geschichte, die mit Elementen einer Sozialreportage durchsetzt ist. Die von John Travolta dargestellte Hauptfigur Tony Manero ist 19 Jahre alt, arbeitet als Verkäufer in einem Farbengeschäft, ist beliebt bei seinem Chef und den Kunden. Nach Feierabend ist Tony Anführer einer Jungsclique und Star der lokalen Diskothek. Bei seinen arbeitslosen Eltern trifft er dagegen nur auf Vorwürfe und Unverständnis. Sie bevorzugen seinen älteren Bruder, der Priester werden soll. Eine Alternative lernt Tony in Gestalt von Stephanie Mangano kennen, die auch aus Brooklyn kommt, aber in Manhattan nach Besserem strebt.
„Ich scheiß auf die Zukunft“, antwortet Tony seinem Chef, als dieser ihm den erbetenen Vorschuss abschlägt und ihn zu Vorausschau und Sparsamkeit anhält (im Original: „Fuck the future“, 05:07). Die Lebenswege der Älteren, das macht der Film deutlich, führen nur in Sackgassen, aber auch das Tanzen ist kein Zukunftsmodell.
Stephanie ist da anders, sie strebt nach Besserem. Bis Tony ihr auf diesem Weg folgen kann, muss er durch tiefe Krisen gehen: unversöhnlichen Familienstreit, einen Vergewaltigungsversuch, den Tod eines Freundes. Zudem wird ihm und Stephanie bei einem Tanzwettbewerb als Lokalmatadoren der erste Preis zugesprochen, obwohl ein Latinopaar besser war. Dies erlebt Tony als Verrat an dem, was ihm heilig ist: dem Tanzen. Durch diese existenziellen Erfahrungen geläutert, lässt er am Ende die Diskothek und das perspektivlose Leben in Brooklyn hinter sich, um aus sich etwas zu machen....
"Der Handlungsverlauf des Films mag Tonys Geschichte als eine „Heilung“ vom Disco-Fieber erzählen, aber die audiovisuelle Inszenierung legt andere Aneignungen nahe, die sich aus der Sogwirkung der Diskothek, der tanzenden Masse und einzelner Tänzer ergeben. Die Zuschauerführung durch den Plot einerseits und die Präsentation von Tanz andererseits ist gegenläufig und verhindert eine klare Aussage. Die Selbstfindung des „Entwicklungsromans“, die den Abschied von der Diskothek bedeutet, konkurriert mit dem vollendeten Tänzer...

Eine Wieder- „Besichtigung“ dieses Filmes lohnt sich.
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Montag, 17. November, 20 Uhr (Film)
Mittwoch, 19. November, 19:30 Uhr (Kolleg)


DER PATE
(The Godfather)
USA 1972, Regie: Francis Ford Coppola - Drehbuch: Mario Puzo und Francis Ford Coppola nach dem Roman "Der Pate" von Mario Puzo, Musik: Nino Rota.
Darsteller: Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, Richard Castellano, Diane Keaton, Talia Shire, Robert Duvall, Sterling Hayden, John Marley, John Cazale, Morgana King, Lee Strasberg, Al Martino, Richard Conte, Harry Dean Stanton u.a.
175 Minuten.

In diesem Film geht es um die Familie Corleone, die im Kampf mit den fünf anderen Familien viele Opfer bringen muss, um ihre Stellung an der Macht nicht zu verlieren. Als sie sich weigern, das Drogengeschäft von Sollozzo zu unterstützen, wird ein Anschlag auf den Don verübt, der jedoch überlebt. Sein Sohn Santino will sich rächen und löst einen Bandenkrieg aus, in dem Michael Corleone als Mörder in Sizilien untertauchen muss und Sonny selbst sein Leben lässt.

Der Don will Frieden, der aber endet, als er stirbt. Sein Sohn Michael der nächste Don plant einen letzten Feldzug, in dem alle Dons der fünf Familien ihr Leben lassen sollen und er selbst mit seiner Familie New York verläßt.

Der Pate (The Godfather) erreichte 1971/72 das bis dahin höchste Einspielergebnis im amerikanischen Kino und wurde mit Auszeichnungen, vor allem bei der Oscarverleihung, nur so überhäuft. Im Mittelpunkt der Geschichte standen Fragen nach Familie, Ehre, Schuld und Opfer, mit Anleihen an biblische Erzählungen und griechische Tragödien, ein epischer Stoff also. In Windeseile wurde eine Fortsetzung gedreht, die in ihrer Rahmenhandlung jedoch als Prequel zu verstehen ist.
Francis Ford Coppola konnte mit diesen beiden Filmen auch seinen Ruf als exzellenter Schauspieler-Regisseur festigen und gleich mehrere Schauspieler, die später das amerikanische Kino prägten, einem großen Publikum vertraut machen. Im zweiten Teil fand er mit Robert DeNiro in der Rolle des jungen aufstrebenden Vito Corleone ein kongeniales Äquivalent für Marlon Brando, dem alternden Familienoberhaupt.

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Montag, 24. November, 20 Uhr (Film)
Mittwoch, 26. November, 19:30 Uhr (Kolleg)


EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST
(One Flew Over The Cuckoo's Nest)

USA 1975
Regie: Milos Forman
Produktion: Michael Douglas
Darsteller: Jack Nicholson (als Randall Patrick McMurphy),
Louise Fletcher (als Mildred Ratched), Brad Dourif, Danny DeVito, Christopher Lloyd, Will Sampson als Häuptling Chief Bromden.
133 Minuten, FSK 12

Die Story für diese filmische Sensation des Jahres 1975 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey, der 1962 erschien. Der Film spielt hauptsächlich in einer geschlossenen Psychiatrie. Im Mittelpunkt steht R.P. McMurphy (Jack Nicholson), Rebell und Spielernatur, aufsässig und fast ohne jede Regel, der sich als unzurechnungsfähig ausgibt, um vom Knast in die vermeidlich angenehmere Irrenanstalt zu kommen. McMurphy ist im Verlauf der Einzelkämpfer, der sich gegen das System stellt. Seine Gegenspielerin ist Schwester Ratched (Louise Fletcher), die mit ihrem sterilen Perfektionismus und ihrer menschendistanzierten Haltung vor allem während der therapeutischen Gruppen- Sitzungen eine subtile Unterdrückung auf die Patienten ausübt.
Regisseur Milos Forman erschafft dabei äußerst lebhafte, ausdrucksstarke Bilder. Der bittere Humor ist einzigartig. Die beschriebene Irrenanstalt wird als perfekt organisiertes System, als totale Institution, dargestellt, in der die Insassen Repressionen hilflos ausgeliefert sind. Aber McMurphy führt dieses System ad absurdum...
Er rebelliert gegen das strenge Regelwerk und sichert sich damit die Gunst seiner Mitinsassen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen McMurphy und dem Indianer Chief Bromden, der sich gegenüber allen anderen taubstumm stellt. McMurphy „entführt“ die anderen Insassen mit einem Boot zum Hochseefischen und stellt mit ihnen ein fingiertes Basketballspiel auf die Beine. Die Insassen gehen nach und nach mehr aus sich heraus, weil McMurphy die ganze Atmosphäre lockert....

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Montag, 1. Dezember, 20 Uhr (Film)
Mittwoch, 3. Dezember, 19:30 Uhr (Kolleg)


A BEAUTIFUL MIND - GENIE UND WAHNSINN
(A Beautiful Mind)
USA 2001
Regie: Ron Howard
Buch: Akiva Goldsman nach einem Buch von Sylvia Nasar
Darsteller: Russell Crowe (Nash), Jennifer Connelly (Alicia Nash), Ed Harris (William Parcher), Christopher Plummer (Dr. Rosen), Paul Bettany (Charles) u. a.
130 Min., FSK: ab 12

Nach einer wahren Geschichte…
In Ron Howards Drama um den genialen Mathematiker John Nash wird das Leben des Wissenschaftlers eines Tages von Grund auf verändert, als er merkt, dass etwas mit ihm anders ist als mit seinen Mitmenschen.
Eigentlich wirkt der junge Wissenschaftler John Nash (Russell Crowe) in erster Linie wie ein mathematisches Genie; er ist zwar etwas eigen, scheint aber ein relativ normales Leben zu führen. An der Universität Princeton lernt er die smarte Alicia (Jennifer Connelly) kennen, die er heiratet und mit der er ein Kind bekommt. Alles scheint gut: Er ist glücklich mit seiner Familie und hat einen Job, bei dem er scheinbar im Auftrag der amerikanischen Regierung sowjetische Codes entschlüsselt. Doch eine Veränderung geht schleichend in John vor, die sein ganzen Leben auf den Kopf stellt.
Seine Paranoia, Teil einer russischen Verschwörung zu sein, treiben ihn zu zunehmend schizophreneren Verhaltensweisen, und Alicia sieht sich gezwungen, Psychiater Dr. Rosen hinzuzuziehen. Ein langer, emotional schmerzhafter Krankheitsverlauf beginnt, und Nash kehrt schließlich nach Princeton zurück, wo er viele Jahre, von der Administration geduldet und von
Studenten gehänselt, seinen Studien nachgeht. Beträchtlich gealtert, erlebt er im Jahr 1994 mit der Verleihung des Nobelpreises den größten Triumph seines Lebens. Mit der finalen ergreifenden Dankesrede am Podium, die Nash seiner Frau widmet endet der Film.

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Montag, 8. Dezember, 20 Uhr (Film)
Mittwoch, 10. Dezember, 19:30 Uhr (Kolleg)


DAS FINSTERE TAL
Österreich, Deutschland 2014
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Martin Ambrosch und Andreas Prochaska
Darsteller: Sam Riley als Greider, Paula Beer als Luzi
Tobias Moretti als Hans Brenner u.a.
115 Minuten, FSK 12

Sam Riley als Greider bringt in "Das finstere Tal" Ende des 19. Jahrhunderts Western-Attitüden in einen abgelegenen Winkel Österreichs.

Ein österreichisches Hochtal in den Alpen Ende des 19. Jahrhunderts: Hier herrscht die Brenner-Familie unter rigoroser Führung des Patriarchen (Hans-Michael Rehberg) und seinen Söhnen Hans (Tobias Moretti), Hubert (Helmuth Häusler), Otto (Martin Leutgeb), Rudolf (Johannes Nikolussi), Luis (Clemens Schick) und Edi (Florian Br¸ckner). Fremde finden nur selten in das abgelegene Dorf. Das ändert sich mit der Ankunft Greiders (Sam Riley).
Greider war in Amerika und hat den Wilden Westen kennengelernt. Nun wird er den Winter im Dorf verbringen, unter den argwöhnischen Augen der Brenners kaum geduldet. Mit seiner weltmännischen Art erregt Greider das Interesse der Dorfgemeinschaft, vor allem aber das der jungen Luzi (Paula Beer), die bald verheiratet wird.
Greider ist nicht nur vom Gepäck her schwer beladen hierher gekommen. Auch seine Vergangenheit lastet schwer auf ihm. Und sie ist untrennbar mit einem düsteren Geheimnis verbunden, das die Brenner-Familie umwölkt. Greider hat eine Rechnung offen, die sie bitter bezahlen müssen.

Das finstere Tal ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Willmann. Für die Inszenierung der deutsch-österreichischen Produktion war der Österreicher Andreas Prochaska (In 3 Tagen bist du tot) verantwortlich, der auch gemeinsam mit Martin Ambrosch das Drehbuch zum Film schrieb. Die Rolle des wortkargen Westerners Greider wurde mit dem Briten Sam Riley (Control) prominent besetzt.

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Montag, 15. Dezember, 20 Uhr (Film)
Mittwoch, 17. Dezember, 19:30 Uhr (Kolleg)

Freitag, 19. Dezember, 21:30 Uhr (OmU)

SCHNELLER ALS DER TOD (Wunschfilm der Teilnehmenden)
mit abschließendem Umtrunk am Mittwoch!

"SCHNELLER ALS DER TOD"
(Original "The Quick and the Dead",
USA 1995)
mit Gene Hackman,
Russell Crow (Cort "The Preacher"),
Leonardo DiCaprio (Fee Herod „The Kid“),
Tobin Bell (Dog Kelly), Roberts Blossom (Doc Wallace).

...ist ein Western des US-amerikanischer Regisseurs Sam Raimi aus dem Jahr 1995. Ellen (Sharon Stone), eine unbekannte Revolverheldin, reitet in die kleine Präriestadt Redemption ein, mit einem Geheimnis, das sie niemandem preisgibt. In der Stadt, die vom Bürgermeister John Herod in tyrannischer Weise regiert wird, findet alljährlich ein Wettbewerb für Duellanten aus dem ganzen Land statt. An diesem wollen auch Ellen, ein Abenteurer, ein schwedischer Champion und Herods eigener Sohn Kid teilnehmen. Kurz nach Ellens Ankunft wird der Priester Cort in Ketten von Herods Männern angeschleppt. Er ist ein ehemaliger Revolverheld, der zum Glauben gefunden hat und deshalb niemals wieder eine Waffe in die Hand nehmen will. Herod ist entschlossen, seinen Willen mit allen Mitteln durchzusetzen und Cort zu zwingen, am Wettkampf teilzunehmen, selbst wenn es den Tod anderer bedeuten sollte. Nachdem Herod erfahren hat, dass ein von den Bewohnern angeheuerter Kopfgeldjäger an dem Turnier teilnimmt, der ihn liquidieren soll, ändert er die Regeln dahingehend, dass nicht mehr der gewinnt, der noch steht, sondern der, der noch lebt... Es spielen: Gene Hackman, Russell Crow (Cort "The Preacher"), Leonardo DiCaprio (Fee Herod „The Kid“), Tobin Bell (Dog Kelly), Roberts Blossom (Doc Wallace).


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