Leon, der Profi

(Fr/USA 1994) Regie: Luc Besson, Drehbuch: Luc Besson, Musik: Eric Serra, Kamera: Thierry Arbogast, mit Jean Reno (Léon), Natalie Portman (Mathilda), Gary Oldman (Stansfield), Danny Aiello (Tony), Peter Appel (Malky), Michael Badalucco (Mathildas Vater)



ab  Jahre
ca. 98 min.



Der 3. Film des Filmkollegs. Gerade mal 14 war Natalie Portman, als “Leon – der Profi” von Luc Besson ins Kino kam. Und ihr Auftritt als Waisenmädchen, das wie ihr ungeschliffener Ersatzvater Jean Reno so gerne Auftragskiller werden will, begeisterte Fans und Kritiker. Das Filmstudio plant schon länger eine Fortsetzung, doch Natalie Portman zeigte keinerlei Interesse. Nun hat die “Star Wars“-Schönheit ihre Meinung geändert: “Wenn Luc wieder selbst Regie führen würde, würde ich innerhalb von zwei Sekunden zusagen – und das habe ich ihm auch selbst gesagt”, verkündet Portman.

Grund genug, diesen aussergewöhnlichen Film ins Kolleg zu nehmen.

Ein Profikiller rettet einem Nachbarmädchen das Leben, nachdem dessen Familie eben von einer Drogenbande ausgelöscht wurde. Danach kennt sie nur ein Ziel: Sie will von ihm den Umgang mit Waffen erlernen, um ihre Familie zu rächen. Regisseur Luc Besson zeigt Jean Reno und Debütantin Natalie Portman im Thriller «Léon - Der Profi».

Lesen und Schreiben hat Léon (Jean Reno), ein junger Mann aus Sizilien, nie gelernt. Dafür versteht er es perfekt, mit Waffen umzugehen. Besonders diese Fähigkeit interessiert den New Yorker Mafioso Tony (Danny Aiello). Für ihn arbeitet Léon als Auftragskiller. Als Saubermacher ist er Gold wert. Tony bezahlt ihn und verwaltet auch gleich sein Geld. Léon lebt zurückgezogen. Nur nicht auffallen, lautet seine Devise. Als er eines Tages nervös durch den Türspion schielt, sieht er, wie eine Drogendealer-Bande in die Nachbarswohnung stürmt. Brutal schlachtet sie die sizilianische Familie ab, nur die Tochter Mathilda (Natalie Portman) überlebt mit Glück.

Der Zwölfjährigen öffnet Léon die Türe und bringt sie in Sicherheit. Doch schon bald bereut er den unbedachten Moment. Seine gefühlskalte Schutzmauer hat einen Riss bekommen - ein Risiko bei seiner Arbeit. Irgendwie muss er die Kleine wieder los werden. Als Mathilda entdeckt, womit Léon seinen Lebensunterhalt verdient, schlägt sie ihm ein Geschäft vor: Er soll ihr den Umgang mit Waffen beibringen, sie lehrt ihn dafür lesen und schreiben. Das Mädchen entpuppt sich als Naturtalent, und Tag für Tag kommt sie ihrem Ziel einen Schritt näher: Sie will ihre Familie rächen und den psychopathischen, korrupten Cop Stansfield (Gary Oldman) samt seiner Bande auslöschen.

Mit «Léon» wagte der französische Regisseur Luc Besson erstmals filmisch den Schritt nach Amerika. Sein US-Debüt erlangte umgehend Kultstatus. Bereits vier Mal hatte Jean Reno in früheren Besson-Filmen mitgewirkt und mit «Le grand bleu» den internationalen Durchbruch geschafft. Reno arbeitet seither sowohl in Frankreich als auch in den USA, wo er in Kassenschlagern wie «Mission: Impossible», «Ronin», «Godzilla» und «The Da Vinci Code» mitspielte. Für die damals 13-jährige Natalie Portman war «Léon» nicht nur das Leinwand-Debüt, sondern Ausgangspunkt einer kometenhaften Karriere.

"Leon - der Profi" wurde am Mittwoch, den 25. November, um 19:30 Uhr im Filmkolleg besprochen!


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