Tschäss

(Schweiz 1995) Regie: Daniel Helfer mit Pasquale Aleardi, Kaspar Weis, Marie-Louise Hauser, Karl Spoerri.


ab  Jahre
ca.100 min.

Die Heimkehr eines Juwels der deutschen Jazzfilm-Geschichte !

"Tschäss"

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt anlässlich des Max Ophüls-Festivals exklusiv einen ehemaligen Max-Ophüls-Wettbewerbsfilm:  "Tschäss" (1995) des gebürtigen Saarbrücker Regisseurs Daniel Helfer.

Der Film stellt ein "fast vergessenes Juwel" der deutschen Jazzfilm-Geschichte dar. In Schweizerdeutsch gedreht,  wurde er von uns, dem Jazz-Experten Prof. Huckert, ins Hochdeutsche untertitelt (mit Erlaubnis der Schweizer Produktionsfirma CATPICS AG).

„Tschäss“ ist die schweizerdeutsche Version des Wortes Jazz. Der Film „Tschäss“ - zu großen Teilen in Schweizerdeutsch gehalten - spielt in den fünfziger Jahren in Zürich. Die besondere Mischung wird im Filmtitel bereits angedeutet. Einerseits ist da die räumliche Enge der kleinen Deutschschweiz und andererseits eine relativ neue Musikrichtung, die in den 1940/50er Jahren die europäische Musikszene für Furore sorgte. Damals wurde diese Art von Musik von vielen zuerst noch abschätzig „Negermusik“ genannt. Der Film spielt in einer Zeitepoche, die durch den „Kalten Krieg“ und dem Wiederaufbau in Europa gekennzeichnet war. Motto der Erwachsenen in der Deutschschweiz zur damaligen Zeit: „Chrampä, Verzichtä und Schparä“ (in Hochdeutsch: „viel Arbeiten, Verzichten und Sparen“). Viele Jugendliche träumten von Lebens-Lust, Abenteuer, Spontanität und Freiheit.  Ein großer Wunsch war bei vielen Heranwachsenden eine Reise nach Paris. Die Stadt an der Seine war in den fünfziger Jahren Zentrum der europäischen Jazz-Musik und des kommenden Jugend-Protestes.

Der Regisseur Daniel Helfer, gelernter Fotograf aus der Schweiz, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Einen seiner ersten größeren Filme als Regisseur drehte er 1994 mit „Tschäss“ und versucht in einer Art Zeitreise das Gefühl von Jugendlichen mittels Jazz darzustellen.

Filminhalt:
Zürich 1957. Eine Clique von Jugendlichen feiert den Schul-Abschluss. Dazu zählen Renato ( in seiner ersten Filmrolle: Pasquale Aleardi), Schampi (Kaspar Weiss) und Denise (Salome Staehelin). Fröhlich und ausgelassen werden die Schul-Utensilien  in einem Fluss versenkt. Eine neue Lebensabschnittsphase soll beginnen.
Im Wohnbezirk von Renato kommt es zu einer Abwechslung für Jugend-liche. Ein Jazzkeller mit dem Namen „Starlight“ ist eröffnet worden. Hier treffen sich heranwachsende Jugendliche um Jazz zu spielen, zu flirten und Party zu machen. Man will nichts mit der spießigen Erwachsenen-Welt zu tun haben. Pulsierende  Musik (Miles Davis, Louis Prima und einige deutsche, unvermeidliche Schlager) stimmungsvolle Bilder machen den Film zu einem Erlebnis. Der Film läuft im Original-Ton mit neuen, hochdeutschen Untertiteln.

Pasquale Aleardi zur Wiederaufführung in der Kinowerkstatt:

"Was für eine schöne Überraschung ! Ich freu mich sehr, dass Sie den Film „Tschaess" nach so langer Zeit sozusagen aus dem Keller holen und einem ausgesuchten Publikum zeigen.
Da es mein erster Kinofilm und meine erste Hauptrolle war und ich gleichzeitig auch noch meine Liebe und Verbundenheit zur Musik zum Ausdruck bringen durfte, ist "Tschaess" für mich ein unvergessliches Juwel..."


Der Regisseur Daniel Helfer:
"Bei "Tschäss" interessiert mich nicht die 50er-Jahre-Nostalgie, es sind die Geschichten der Jugendlichen und Halberwachsenen Renato, Schampi, Rita, Jörg und Edgar,die mich faszinieren: Ihre Freuden, ihre Träume und Sehnsüchte - Lebensgefühle von brennender Aktualität übrigens.
Ganz ausgezeichnet auch die jungen Darsteller Pasquale Aleardi, Kaspar Weiss, Marie-Louise Hauser, die sich allesamt zum ersten Mal auf der Leinwand zeigen."


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