Werner Herzog Hommage

Ein langes Interview, zwei Dokumentationen und zwei lange Spielfilme: "Königin der Wüste" mit Nicole Kidman, "Salt and Fire" mit Veronica Ferres und "Die Höhle der vergessenen Träume".

 

   Fr.7.8.  Sa.8.8.  So.9.8.  Mo.10.8.

Werner Herzog: "Schlafen kann ich wenn ich tot bin".

 18:00      

 

Werner Herzog gehört zu den weltweit 100 wichtigsten Filmemachern – und wird zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im Filmbereich überhaupt gezählt. Sein Leben gehe voll und ganz in seinem Werk auf, so hat er es sinngemäß einmal formuliert.
Wer sich am Wochenende weiter mit dem Regisseur Werner Herzog beschäftigen will, hat die Möglichkeit dazu in der Kinowerkstatt St. Ingbert, dort steht weiterhin Werner Herzog im Mittelpunkt, sowohl mit einem langen Interview, zwei Dokumentationen und zwei langen Spielfilmen in der Wiederholung vom letzten Wochenende: "Königin der Wüste" mit Nicole Kidman, "Salt and Fire" mit Veronica Ferres und neu, dem 3-D Film "Die Höhle der vergessenen Träume".

Zum Einstimmen gibt es mit "Schlafen kann ich, wenn ich tot bin" das frühe Gespräch von Werner Herzog mit Alexander Kluge von 1991. Im Anschluss daran ist "Fata Morgana" (BR Deutschland - 1968/70 - 79 min.), ein visuelles Erlebnis mit faszinierenden Landschaftsaufnahmen der afrikanischen Wüste,  halluzinativen Szenen und poetischen Bildern zu sehen.

 

   Fr.7.8.  Sa.8.8.  So.9.8.  Mo.10.8.

 Fata Morgana

 19:00      

 

 

ab  Jahre
ca. 74 min.

"Fata Morgana"
(Deutschland 1971) ca. 74 min., FSK 12
Regie: Werner Herzog, Drehbuch: Werner Herzog, Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein mit Wolfgang von Ungern-Sternberg, James William Gledhill, Eugen des Montagnes, Wolfgang Bächler.

Herzog verbindet faszinierende Landschaftsaufnahmen der afrikanischen Wüste mit halluzinativen Szenen und poetischen Bildern. Seine Mentorin und Filmkritikerin Lotte Eisner liest aus einer guatemaltekischen Erschaffungssaga. Unterlegt ist die visionäre Collage mit Musik von Johnny Cash, Blind Faith und Leonard Cohen.


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   Fr.7.8.  Sa.8.8.  So.9.8.  Mo.10.8.

Salt and Fire

   18:00    

 

ab  Jahre
ca. 98 min.

"Salt and Fire"
(Deutschland, USA, Frankreich, Mexiko 2016) mit Veronica Ferres, Michael Shannon, Matt Riley, Gael García Bernal.

"Salt and Fire" ist ein Thriller mit romantischen Elementen, bei dem Werner Herzog sowohl Regie führte als auch das Drehbuch schrieb. "Salt and Fire" basiert auf der Kurzgeschichte "Aral" des US-amerikanischen Autors Tom Bissell.

In Werner Herzogs Film „Salt und Fire“, in dem es schon dem Titel nach um eine (neue?) Lehre von den Elementen geht, kommt eine deutsche Wissenschaftlerin namens Laura Sommerfeld (Traumrolle für Veronika Ferris) in ein nicht näher genanntes Land in Lateinamerika.
Sie hat einen wissenschaftlichen Auftrag von der EU: Sie soll die Welt auf eine Katastrophe aufmerksam machen: „El diablo blanco“ - Der weiße Teufel. In einer Salzwüste in Bolivien kündigt sich etwas an, das den ganzen Planeten betrifft. Ein Unglück, zu dessen Abwendung man auch den Vulkan Uturuncu beobachten sollte. Aber lässt sich etwas abwenden, das die Menschheit (oder zumindest der „weiße Teufel“ in ihr) über Jahrzehnte hinweg angerichtet hat?

"Für Werner Herzog, der vor vielen Jahren in einem Film namens „Fata Morgana“ die mythologische Universalwissenschaft begründet hat, auf die er nun mit „Salt and Fire“ zurückkommt, ist die Expedition zum Uturuncu nur ein weiterer Schritt in einer großen Vermessung der Welt: Ob er in der Arktis die Spuren von einem „Grizzly Man“ aufnimmt, mit einem Leichtballon durch den Regenwald schwirrt („The White Diamond“), die Menschen – und Pinguine – im ewigen Eis um den Südpol besucht („Encounters at the End of the World“) oder in der französischen Unterwelt die ältesten künstlerischen Zeugnisse der Menschheit aufsucht („Höhle der vergessenen Träume“) - immer verbindet sich dabei Kulturtheorie mit einer verschmitzten Abenteuerlust..." (FAZ)



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   Fr.7.8.  Sa.8.8.  So.9.8.  Mo.10.8.

Königin der Wüste

     18:00  

ab - Jahre
ca. 128 min.

"Königin der Wüste"
(USA 2015) mit Nicole Kidman, James Franco, Robert Pattinson, Damian Lewis, Jenny Agutter, Holly Earl.

Werner Herzogs Abenteuerfilm "Königin der Wüste"erinnert an das Leben der englischen Forscherin Gertrude Bell, die ihr Leben und ihr Herz der Wüste widmete. So steht auch die Wüste im Mittelpunkt.

In wunderschönen Bildern, ist sie es, die alle Liebe und Aufmerksamkeit bekommt: Das Farbspiel, der Sand, der vom Wind weggetragen wird, die kleinen Oasen, die Sonne, die Sterne der Nacht, die Felsen.
Der Film begleitet Gertrude Bell auf ihrer Reise durch weite Teile des noch bestehenden osmanischen Reiches, sie betreibt archäologische Forschungen, schreibt über Land und Leute und erkundet die Beduinenstämme. Nicole Kidman verkörpert mit kühler Noblesse die englische Forschungsreisende. Die Historikerin erwarb sich den Respekt rivalisierender Stammesführer und war 1920 als Beraterin der Briten ebenso wie Lawrence von Arabien an der Neuordnung der arabischen Welt beteiligt.

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   Fr.7.8.  Sa.8.8.  So.9.8.  Mo.10.8.

Die Höhle der vergessenen Träume (3-D)

       18:00

 

ab  Jahre
ca. 90 min.

"Die Höhle der vergessenen Träume"
(Kanada, Norwegen, USA, Deutschland, Großbritannien 2010)
Original-Titel: Cave Of Forgotten Dreams., R: Werner Herzog, B: Judith Thurman, Werner Herzog, Kamera: Peter Zeitlinger,Schnitt: oe Bini, Maya Hawke, Musik: Ernst Reijseger, mit: Werner Herzog, Dominique Baffier, Jean Clottes, Jean-Michel Geneste, Carole Fritz.

Zum Abschluss ist der Film (in 3D) "Die Höhle der vergessenen Träume" zu sehen. "Der Film zeigt Besuche Werner Herzogs in der südfranzösischen Chauvet-Höhle mit einem dreiköpfigen Filmteam. Musikuntermalt werden die einzigartigen Höhlenmalereien, Handabdrücke, Knochenreste und Kristallformationen gezeigt, dazu schildert Werner Herzog eigene Eindrücke. Zwischen den Szenen werden Wissenschaftler interviewt, die ihre Erkenntnisse über die prähistorische Fundstätte preisgeben."(Wikipedia)

Werner Herzog war seit seiner Kindheit von Höhlenmalereien fasziniert. Für die allgemein nicht öffentliche Chauvet-Höhle erhielt er eine Sondergenehmigung. Das Team durfte an sechs Tagen jeweils nur vier Stunden drehen und durfte den metallenen Laufsteg am Boden nicht verlassen. Zusätzlich mussten Schutzanzüge getragen werden. Die Premiere des Dokumentarfilms war am 13. September 2010 beim Toronto International Film Festival. 

Herzog hat einmal erzählt, wie er schon als Kind lange sein Taschengeld gespart hatte für ein Buch über die Höhle von Lascaux; in diesem Fall soll eine Geschichte im "New Yorker" über die Chauvet-Höhle den Ausschlag gegeben haben (von derselben Judith Thurman im Übrigen, deren Karen-Blixen-Biographie Sydney Pollack einst benutzte für "Out of Africa").

Es gibt eine Szene in "Die Höhle der vergessenen Träume", in der man sehr genau versteht, was Werner Herzog will, wenn er einen Dokumentarfilm macht. Er sitzt einem Wissenschaftler gegenüber, der am Computer die exakten Abmessungen der Chauvet-Höhle eingibt und dabei erklärt, wie da Millimeter für Millimeter eine virtuelle Nachbildung entsteht. Und plötzlich sagt Herzog, mit seiner unverwechselbaren Stimme selbst der Erzähler in diesem Film: Das ist wie das Telefonbuch von Manhattan - vier Millionen Nummern, aber wovon träumen diese Menschen?

Eigentlich mag er 3-D nicht, hat Werner Herzog gesagt. Und dann einen Dokumentarfilm damit gedreht: Über 32 000 Jahre alte Malereien aus der dunkelsten Zeit der Menschheit. Fast immer haben die Höhlenkünstler die natürliche Form des Steines genutzt, um den Körpern Plastizität und Dynamik zu geben. Das in 3-D zu filmen, macht perfekten Sinn – es erschließt dem Zuschauer nicht nur einen unzugänglichen Raum, es macht nicht bloß die Atmosphäre spürbar, sondern es gibt den Zeichnungen eine physische Qualität, die kein Farbdruck erzielen würde.


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