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10.05.2010

Preisverleihung in Cannes

ARTE Journal - 21 mai 2010

Zum Sterben in den Dschungel

 

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Und wenn Kino – weil die Zuschauer sich mit den Figuren auf der Leinwand identifizieren – die Kunst der Reinkarnation ist?

"Uncle Boonmee who can recall his past lives" ("Lung Boonmee Raluek Chat") von Apichatpong Weerasethakul
Mit: Thanapat Saisaymar, Jenjira Pongpas, Sakda Kaewbuadee, Natthakarn Aphaiwonk
Thailand, 2010
Dann könnten wir mit Uncle Boonmee, seinen Gespenstern, Affenmenschen und anderen vielleicht zu unseren Ursprüngen zurückkehren, als Büffel, Knochenfische oder Primaten.

„Uncle Boonmee“ der vierte Spielfilm von Apitchatpong Weerasethakul, wurde, wie auch die anderen, im Nordosten Thailands gedreht. Er zeigt die letzten Tage von Uncle Boonmee, der an einem tödlichen Niederleiden erkrankt ist. Im Dschungel erscheint ihm seine tote Frau und sein verschollener Sohn als Affenmensch. Mit seiner Familie durchquert er den Dschungel, bis zu einer Höhle, wo sein erstes Leben begann. „Uncle Boonmee“ ist der letzte Teil von „The Primitive project“, das auch einen Kurzfilm („Letter to Uncle Boonmee“), eine Installation („Primitive“) und eine Fotosammlung beinhaltet... die Geschichte einer Verwandlung...




Apichatpong Weerasethakul

Zu Gast bei ARTE Journal: der Regisseur Apichatpong Weerasethakul ("Lung Bonmee Raluek Chat").

 

Die Goldene Palme geht nach Thailand

Mit der Verleihung der Goldenen Palme sind die 63. Filmfestspiele von Cannes zuende gegangen. Der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul wurde für "Oncle Boonmee" ausgezeichnet, Schauspielerin Juliette Binoche für ihre Rolle in "Copie Conforme". Kollege Javier Bardem muss sich seinen Preis teilen. Von Sophie Albers

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Der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul und seine Goldene Palme für "Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives"© Eric Gaillard/Reuters

Die Jury hatte es in diesem Jahr wirklich nicht einfach: Kein Film stach alle anderen völlig aus. Da hätte sich die Ratlosigkeit der Filmcharaktere auch gut auf Tim Burton und seine Berater übertragen können. Doch sie haben gewählt: Am Sonntagabend durfte der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul für seinen Film "Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives" (etwa: Onkel Boonmee, der sich an seine früheren Leben erinnern kann) die Goldene Palme in Empfang nehmen. Die ruhig-surreale Geschichte eines sterbenden Mannes ist kein Aufreger, aber auch keine Überraschung, eher ein Schulterzucker. Denn wie gesagt: Selten war der Wettbewerb so schwach wie in diesem Jahr.

Die Palme für den besten Darsteller war dagegen sofort klar: Javier Bardems Porträt eines sterbenden Kriminellen, der ein geregeltes Leben hinterlassen will, in Alejandro Gonzales Inarritus Film "Biutiful", war das Intensivste, das der Wettbewerb von Cannes in diesem Jahr zu bieten hatte. Auch wenn der Film insgesamt geradezu unaufgeräumt wirkte, Bardems gepeinigten Blick konnte man danach nicht mehr vergessen. Doch ausgerechnet hier war die Jury für eine Überraschung gut: Bardem muss sich den Preis teilen, und zwar mit Elio Germano für "La Nostra Vita" (Unser Leben) von Daniele Luchetti, einem deutlich weniger intensiven Film.

Dass Juliette Binoche als beste Darstellerin für ihren Auftritt in Abbas Kiarosamis verquatschtem Beziehungsstück "Copie Conforme" (Beglaubigte Kopie) geehrt wurde, hinterlässt bei vielen ein Fragezeichen. Jung Yungee, Hauptdarstellerin in Lee ChangDongs "Poetry", galt als sichere Gewinnerin. Der elegante Film über die Möglichkeit des Glücks in einer grausamen Welt gewann immerhin den Preis für das beste Drehbuch.

Großer Preis für Xavier Beauvois

Der Große Preis der Jury ging an den - neben "Biutiful" - als Favoriten gehandelten "Des Hommes et des Dieux" (Von Menschen und Göttern) von Xavier Beauvois, der inspiriert ist vom wahren Schicksal von sieben Mönchen, die in Algerien dem religiösen Terror zum Opfer gefallen sind. Ein weiterer Kritikerliebling war der düstere "Un homme qui cri" (Ein Mann, der weint) von Mahamat Saleh Haroun aus dem Tschad. Die tragische Geschichte eines alten Mannes, der seinem Land den Sohn opfern muss, gewann den Preis der Jury. Es war der erste afrikanische Film im Wettbewerb seit 13 Jahren.

Bleibt der Preis für die beste Regie an Mathieu Amalrics Burlesque-Meditation "On Tour" - noch so ein Fragezeichen. Aber wie heißt es so schön? Nach dem Festival ist vor dem Festival.

Von Sophie Albers



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