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02.06.2012

Hollywoods Filmstars und ihre deutschen Stimmen – Eine Synchron-geschichte.

Mit Film lebenslang lernen - im Juni

»Marilyn Monroe klingt wie Judy Garland klingt wie Katharine Hepburn.«
Hollywoods Filmstars und ihre deutschen Stimmen – Eine Synchrongeschichte




Die meisten Zuschauer sehen und hören Hollywoods Filmklassiker in deutschen Synchronisationsfassungen, bei denen die englischen Originaldialoge mit deutschsprachigen Schauspielerinnen und Schauspielern mittels eines Synchrondrehbuchs nachvertont wurden. „Aus der Tatsache, dass sich der «harte Kern» der Synchronsprecher aus etwa zwei bis drei Dutzend Leuten rekrutiert, ergibt sich […] [ein] entfremdender Effekt“, schreibt Thomas Bräutigam in seinem Standardwerk Lexikon der Synchronsprecher (Schüren-Verlag: Marburg, 2009. S. 32). „Denn die meisten derjenigen, die regelmäßig einen ausländischen Schauspieler synchronisieren, sprechen zusätzlich noch zig andere Hauptrollen oder sind gar feste Stimme von mehreren Stars. Dieses routinierte Stammpersonal wird eingesetzt oft auch ohne Rücksicht auf die speziellen Anforderungen des Films oder des jeweiligen Charakters, mit der Folge, dass aus den Mündern der verschiedensten Schauspieler die gleiche Stimme ertönt[.]“

So kommt es, dass wir aus dem Mund Marilyn Monroes, Judy Garlands und Katharine Hepburns ein und dieselbe Stimme hören – nämlich die der Chemnitzer Schauspielerin Margot Leonard. Sie spricht in drei Klassikern der amerikanischen Filmgeschichte – Howard Hawks’ Leoparden küsst man nicht (Bringing up baby, 1938), Victor Flemings Der Zauberer von Oz (The wizard of Oz, 1939) und Billy Wilders Manche mögen’s heiß (Some like it hot, 1959) – die weibliche Hauptrolle. Doch nicht nur Leonards Stimme verbindet die drei Klassiker, die im Brückenkurs näher betrachtet werden: Erik Schumann ist hier sowohl als Cary Grant als auch als Tony Curtis zu hören, Alfred Balthoff mimt sowohl einen ängstlichen Löwen als auch einen leidenschaftlichen Tangotänzer und Georg Thomalla verleiht seine Stimme sowohl dem furchterregenden Zauberer von Oz als auch dem in Frauenkleidern flüchtenden Jazzmusiker Jerry.
   
Anhand dreier populärer Beispiele der amerikanischen Filmgeschichte gibt der Brückenkurs eine Einführung in die Synchrongeschichte Hollywoods aus einer wissenschaftlich-methodischen Perspektive: Wie entwickelte sich die Technik? Welche Möglichkeiten und Schwächen bietet die Synchronisation? Wer verkörperte wen? In welchen Filmen wurde die Nachvertonung zur Zensur genutzt?

Die Kursteilnehmer sehen die drei Klassiker in echten 35mm-Filmkopien in deutscher Fassung innerhalb des Programms in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Vor Beginn der Vorstellungen in St. Ingbert gibt es jeweils einen einführenden Vortrag, im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zur Publikumsdiskussion.

Dozent:        Nils Daniel Peiler, B.A.

Zeit:        4 Termine, Blockveranstaltung

Die Teilnahme ist auch möglich ohne als Gasthörer eingeschrieben zu sein: Vortrag und Film jeweils 4.- Euro.
       
Einführungssitzung
Dienstag, 12. Juni 2012, 18-20 Uhr, Campus Geb. C5 3, Raum U10 (-1.10)

Mittwoch, 13. Juni 2012, 20 Uhr: Victor Fleming: „Der Zauberer von Oz“       
Einführung: 18 - 20 Uhr, Kinowerkstatt St. Ingbert

Howard Hawks: „Leoparden küsst man nicht“
Donnerstag, 14. Juni 2012, 18-23 Uhr, Kinowerkstatt St. Ingbert

Billy Wilder: „Manche mögen’s heiß“
Freitag, 15. Juni 2012, 18-23 Uhr, Kinowerkstatt St. Ingbert

Ort:  Campus, Gebäude C5 3, Raum U10 (-1.10)
        Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, 66386 St. Ingbert





Mi.13.6. Do.14.6. Fr.15.6.

Der Zauberer von Oz

18:00/20:00


 

Synchrongeschichte


ab 0 Jahre
ca. 98 min.

USA 1939
Regie: Victor Fleming, B: Noel Langley, M Harold Arlen nach dem Buch von L. Frank Baum., Herbert Stothart, K; Harold Rosson, Sch: Blanche Sewell, D: Judy Garland, Frank Morgan, Ray Bolger, Jack Haley, Bert Lahr, Billie Burke, Margaret Hamilton, F, 98 Min, FSK: 0, dtF., 35 mm

Die kleine Dorothy aus Kansas wird durch einen Tornado in das wundersame Land Oz hinter dem Regenbogen versetzt. So zauberhaft es hier auch ist, muss sie doch irgendwie wieder nach Hause kommen. Begleitet von ihren skurrilen Freunden Blechmann, der ein Herz möchte, Vogelscheuche, die statt Stroh gern ein Gehirn hätte, dem ängstlichen Löwen, der gern mehr Mut hätte und ihrem Hund Toto muss sie sich gegen die Machenschaften der bösen Hexe des Westens wehren und den mächtigen Zauberer von Oz finden, der sie wieder zurück in ihre geliebte Heimat bringen kann. Hollywoods klassisches Märchen-Musical hat auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung nichts von seinem Charme verloren und zählt ebenso wie Vom Winde Verweht, der ebenfalls von Victor Fleming inszeniert wurde, noch immer zu den populärsten Filmen der Welt. In einem Füllhorn an kunterbunten Einfällen, farbenprächtigen (Technicolor-)Effekten, aufwändigen Bauten und hinreißenden Songs spielte die große Judy Garland mit 13 Jahren die Hauptrolle der Dorothy und wurde für ihre Leistung mit einem Sonder-Oscar ausgezeichnet.
   




Mi.13.6. Do.14.6. Fr.15.6.

Leoparden küsst man nicht


18:00/20:00

 

Synchrongeschichte


ab  Jahre
ca. 102 min.

Bringing Up Baby (1938), USA 1938
Laufzeit 102 Minuten, FSK 12
von Howard Hawks, mit Katharine Hepburn und Cary Grant
Der junge, reichlich weltfremde Paläontologe David Huxley steht kurz vor dem Abschluß seines Lebenswerkes: der Rekonstruktion eines riesigen Brontosaurier-Skeletts. Nur ein Knochen fehlt noch zur Vollendung des Gerippes. Da trifft er zufällig auf die ebenso hübsche wie kapriziöse Millionenerbin Susan Vance, die sein bislang so geruhsames, der Wissenschaft geweihtes Leben völlig aus dem Lot bringt. Die exzentrische Susan hat sich blitzschnell David als künftigen Gatten in ihren Dickkopf gesetzt und heftet sich fortan hartnäckig an seine Fersen. Sie läßt nichts unversucht, ihn von einer absurden Situation in die nächste zu treiben. Susans Tante Elizabeth gewinnt dadurch einen ziemlich zweifelhaften Eindruck von David, wodurch ihre beabsichtigte Millionenspende an sein Museum zu platzen droht. Als dann auch noch Elizabeths Terrier Davids kostbaren Knochen verschleppt und ihr Leopard “Baby” aus seinem Käfig entkommt, ist die Verwirrung komplett.
   




Mi.13.6. Do.14.6. Fr.15.6.

Manche mögens heiß



18:00/20:00
 

Synchrongeschichte


ab  Jahre
ca. 120 min.

MANCHE MöGEN'S HEIß ("Some Like It Hot")
(USA, 1959) Regie: Billy Wilder mit Jack lemmon, Tony Curtis,  120 Min.

Chicago in den 1920er Jahren zur Zeit der Prohibition. Dem Bassisten Jerry (Jack Lemmon) und Saxophonist Joe (Tony Curtis) gelingt es so gerade, sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Unglücklicherweise werden sie am Valentinstag Zeugen einer wilden Schießerei - Zeugen, die es eigentlich zu beseitigen gilt. Die beiden suchen ihr Heil in der Flucht, haben aber schon Gamaschen -"Spats"-Colombo (George Raft) und seine Gang auf den Fersen.

In ihrer Not kommt ihnen die scheinbar rettende Idee, als die Frauen-Jazz-Band "Sweet Sue's Society Syncopaters" eine Bassistin und eine Saxophonistin suchen. Sie schlüpfen in Frauenkleider und reisen mit der Band nach Chicago. Dort fangen aber dann die Probleme erst an: Joe alias "Josephine" verliebt sich in Sängerin Sugar Kane (Marilyn Monroe), kann ihr aber seine Liebe nicht gestehen, ohne die Maskerade auffliegen zu lassen. Jerry alias "Daphne" wird derweil Osgood E. Fielding III. (Joe E. Brown) angegraben. Aber auch ihre Verfolger haben sie noch nicht ganz abgeschüttelt...

"Manche mögen's heiß" ist sicherlich der bekannteste Billy Wilder-Film. Dies liegt sicherlich vor allem an seinen prominenten und unter Führung des Komödien-Spezialisten bestens aufgelegten Hauptdarstellern. Das Drehbuch, das deutlich zum Klamauk neigt, gehört dagegen nicht zu Wilders stärksten, obwohl es auch hierfür eine der sechs "OSCAR"-Nominierungen gab. Heraus sprang aber am Ende nur eine Auszeichnung für die besten Kostüme in einem Schwarz-Weiß-Film.
   





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