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20.08.2012

Kinowerkstatt - und anderes...

Die 10 Filme des Kollegs:

"...das Kolleg wird einmalig, das muss man herausstellen, filmhistorisch eine Perle.." (Ein Kollegteilnehmer nach dem ersten Abend mit "Vertigo")


Mittwoch, 10. Oktober, 19:30 Uhr:

Vertigo

Ein Film von Alfred Hitchcock
Ende der 50er Jahre, in einer damals ungünstigen (Nachkriegs-) Zeit, kam das traumwandlerisch-psychologische Thriller-Melodram mit James Stewart und Kim Novak in die Kinos. Heute hat man die Klasse des Films längst erkannt; er gilt als Richtungsweiser für Regisseure wie David Lynch ("Mulholland Drive"), Brian de Palma ("Dressed to Kill") oder Paul Verhoeven ("Basic Instinct"). “Vertigo” ist eine brillante Reflexion über Sein und Schein, ein manipulatives Spiel um Liebe und Tod mit doppeltem Boden!
 


Mittwoch, 7.  November, 19:30 Uhr:

Citizen Kane

Ein  Film von Orson Welles

Auf der Top-Ten-Liste der Fachzeitschrift Sight & Sound des British Film Institute, die alle zehn Jahre von bekannten Regisseuren und Kritikern gewählt wird, belegte Citizen Kane von 1962 bis 2002 durchgängig den ersten Platz. Das American Film Institute listet Citizen Kane als den besten amerikanischen Film aller Zeiten.
Nach dem Tod des Multimillionärs Charles Foster Kane recherchiert ein Journalist für einen Nachruf die Lebensgeschichte des Toten. Aus den Berichten mehrerer Augenzeugen ergibt sich ein komplexes Persönlichkeitsbild: Als Kind wird Kane von seinen Eltern in die Obhut eines Vormundes gegeben, der den jungen Mann später in die Geschäftswelt einführt. In den kommenden Jahren engagiert sich Kane mit wechselndem Glück, aber mit gleichbleibender Energie in der Zeitungsbranche, in Handel, Politik und Kunst. Nach und nach errichtet er ein einflussreiches Wirtschaftsimperium. Dennoch stirbt er schließlich vereinsamt in seiner festungsähnlichen Traumvilla Xanadu.






Mittwoch, 21. November, 19:30 Uhr:

Die Reise nach Tokyo

Ein Film von Yasujiro OZU

Ein Meisterwerk des japanischen Kinos und einer der schönsten Filme über familiäre Beziehungen überhaupt. In «Tokyo monogatari» trifft die alte, ruhige Welt der Eltern auf die hektische, nervöse ihrer Kinder, das beschaulichere Landleben auf das nervösere der Stadt. Hier wird Ozus Arbeit an den Konstellationen von Menschen besonders deutlich.
Wim Wenders says, "If in our century something  sacred still existed… if there were something like a sacred treasure of the cinema, then for me that would have to be the work of the Japanese director, Yasujiro Ozu.  He made fifty-four films.  Silent films in the Twenties, black-and-white films in the Thirties and Forties, and finally colour films until his death on December 12th, 1963, on his sixtieth birthday.





Mittwoch, 5. Dezember, 19:30 Uhr:

Die Spielregel

Ein Film von Jean Renoir

Dieser Film erinnert auffällig an Altmans "Gosford Park": die großbürgerliche Fassade, die Feier, die Gäste... Renoirs Film ist aber insofern besser, dass er diese bourgeoise Gesellschaft satirisch entlarvt. Renoir seziert diese Gesellschaft förmlich mit dem Messer anhand verschiedenster Beobachtungen: die pinkefeinen Herren, die übertrieben höflichen Gesten, die Schlägerei, die eher einem Kindergezanke gleicht...
Die menschlichen Gefühle müssen verborgen werden damit man "gut aussieht". Das ist die Hauptregel dieser Fassade.



Mittwoch, 19. Dezember, 19:30 Uhr:

Sunrise - Sonnenaufgang

Ein Film von Friedrich Wilhelm Murnau
     

Die erste US-Arbeit von F.W. Murnau aus dem Jahr 1927 ist sein vielleicht größtes Meisterwerk: Ungebrochen beeindruckend in seiner zutiefst lyrischen Bildersprache und expressionistischen Tendenzen, zählt er zu den Klassikern des späten Stummfilms.
Unfähig, den geplanten Mord an seiner Frau durchzuführen, schlägt der Mann, vor ihr stehend nach einer langen Zeit des Haderns endlich die Hände vor dem Gesicht zusammen, symbolisiert mit dieser schlichten Geste die Niederlage des Bösen, die Rückbesinnung auf das, was ihm im Leben am wichtigsten und durch die "Liebesroutine" des Alltags nur aus dem Blickpunkt geraten war und öffnet den Weg für eine Wiedergeburt der Beziehung zu seiner Frau.


Mittwoch, 9. Januar, 19:30 Uhr:

2001 – Odyssee im Weltraum

Ein Film von Stanley Kubrick
     
Der philosophische Science-Fiction-Film "2001" ist in gewisser Hinsicht Kubricks zentrales Werk. Es wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Grob geht es darum: 2001 haben die Menschen den Weltraum erobert. Auf dem Mond wird ein Monolith ausgegraben, dessen Herkunft und Material unbekannt sind, und der ein Signal in Richtung Jupiter sendet. Das Raumschiff Discovery wird ausgeschickt, bis zum Ziel der Signale vorzustoßen. An Bord sind nur die Astronauten Poole (Gary Lockwood) und Bowman (Keir Dullea) wach, der Rest der Crew liegt im Kälteschlaf. Zunehmend wird der Bordcomputer HAL 9000 zur Bedrohung...

Mittwoch, 23. Januar, 19:30 Uhr:

Der schwarze Falke

Ein Film von John Ford

John Fords legendärer Western zeigt John Wayne als tragischen Indianerhasser. Texas, 1868: Nach Ende des Bürgerkriegs kehrt Ethan Edwards (John Wayne) auf die Ranch seines Bruders Aaron zurück. Schon am nächsten Tag bricht er mit Aarons Pflegesohn Martin (Jeffrey Hunter) auf, um Viehdiebe zu jagen. Beide sehen ihre Familie nicht mehr lebend wieder: In ihrer Abwesenheit stürmen Komantschen das Haus, töten die Erwachsenen und kidnappen die Töchter Debbie (Natalie Wood) und Lucy. Ethan und Halbblut Martin wollen die Mäd­­chen finden und rächen. Erst fünf Jahre später sind "Die Suchenden" (so der übersetzte Original­titel) endlich am Ziel…Western-Papst John Ford schuf hier sein wohl vielschichtigstes Werk, indem er einen (am Ende geläuterten) Rassisten zum Anti-helden machte. Die ergreifende Odyssee ist vom ersten bis zum letzten Bild perfekt durchkomponiert. Raubein John Wayne hat nie feinfühliger gespielt.



Mittwoch, 6. Februar, 19:30 Uhr:

Der Mann mit der Kamera

Ein Film von Dziga Vertov

Was ist Kino? Vielleicht dies: Ein Ganzes (nennen wir es “die Wirklichkeit”) wird geteilt und wieder zusammengesetzt zu etwas Neuem (nennen wir es “den Film”), wobei nicht nur verschiedene Menschen, sondern auch verschiedene Maschinen zum Einsatz kommen. Die wichtigsten sind die Kamera, der Montagetisch und der Projektor.

Genau davon handelt Dziga Vertovs Film „Der Mann mit der Kamera“, entstanden 1929 in der Sowjetunion. Wie aus der Wirklichkeit Film wird. Wie aus einer alten Ordnung eine neue wird. Und was das eine mit dem anderen zu tun hat. Er macht dabei auch gleich einen Vorschlag zur Methode. Nennen wir sie “dialektisch”. Er verknüpft Bilder aus verschiedenen Städten, Moskau, Odessa und Kiew, und macht daraus das Bild der russischen Stadt, die sich verwandelt...Georg Seeßlen


Mittwoch, 20. Februar, 19:30 Uhr:

Die Passion der Heiligen Johanna

Ein Film von Carl Theodor Dreyer

Die Passion der Johanna von Orléans (La Passion de Jeanne d'Arc) gilt als eines der wichtigsten, stilbildenden Werke der Filmgeschichte.
Der Film bezieht sich auf die ergreifende Geschichte des Bauernmädchens Johanna aus Orléans, das 1429 versucht, Frankreich vor den Engländern zu retten und König Karl VII. zur Krönung zu verhelfen. Die damals 18-jährige Johanna fühlt sich von Gott zur Heerführerin auserwählt und kämpft an vorderster Front gegen die englischen Feinde. Als sie gefangen genommen wird, lassen die Franzosen sie im Stich. Die Engländer setzen alles daran, Johanna von Orléans als Ketzerin verurteilt und auf dem Scheiterhaufen zu sehen.

Dreyer konzentriert sich im Film auf den Konflikt zwischen Jeanne und den kirchlichen Inquisitoren. In zum Teil extremen Großaufnahmen wird das Wesen des "Nahkampfes" zwischen ihr und ihren Anklägern deutlich.
So unspektakulär die Ausstattung ist, so atemberaubend ist die filmische Gestaltung des Werkes. Schnelle Schnitte sind mit harter Montage gepaart. Statt der damals üblichen 500-1000 Einstellungen pro Film, bringt es Jeanne d'Arc auf über 1500 Einstellungen, eine Methode, die die Dramatik der Großaufnahmen noch steigert.
Welches künstlerische Potential der Stummfilm bot, weiß erst, wer Carl Theodor Dreyers "Die Passion der Jungfrau von Orléans" gesehen hat. Im Ausreizen filmischer Möglichkeiten ist dieses Werk Klassikern wie "Panzerkreuzer Potemkin" oder "Sunrise" auf jeden Fall ebenbürtig.

 

Mittwoch, 6. März, 19:30 Uhr:

Achteinhalb

Ein Film von Federico Fellini
Ein Klassiker des selbstreflexiven Kinos.
 
Der Regisseur Guido Anselmi, quasi das alter ego Fellinis, arbeitet gerade an einem Film, ist sich aber unklar darüber was er eigentlich sagen will und gerät in eine Schaffens- und Lebenskrise. Die Alptraumszene zu Beginn des Films bringt die Lage Anselmis zum Ausdruck. Er sitzt in seinem Auto in einem Stau kurz vor dem Ende eines Tunnels gefangen, es geht nicht vorwärts. Plötzlich beginnt es in seinem Auto zu qualmen. Guido bekommt Panik und versucht zu entkommen, was nur sehr schwer gelingt. Dann fliegt er aus dem Tunnel heraus in die Höhe. Nun befinden wir uns an einem Strand. Guido frei schwebend in der Höhe. Ein Seil hängt von seinem Fuß herab und der Rechtsanwalt zieht ihn brutal zu Boden.
Das Recht, geschaffen durch geschlossene Verträge, holt den Regisseur auf den Boden der Tatsachen zurück! Fellini zeigt uns hier einerseits den Ursprung des Filmischen an-sich, die vorgestellte Phantasie, in der ja auch Bilder miteinander montiert sind, andererseits wird deutlich, was mit dem Filmemachen, also mit Realisierung von Phantasien, einher geht: Verantwortung gegenüber Abkommen und Verträgen, die zur Refinanzierung getroffen werden. Hieraus entsteht ein Druck, mit dem ein Regisseur umgehen können sollte. Guido tut sich schwer darin und flüchtet in ein Kurhotel, um Erholung und Befreiung zu finden. Doch dem wird nicht so. Die gesamte Filmcrew ist ihm gefolgt und mit ihr die Krise.

„Achteinhalb“ weist eine eigentümliche Durchdringung von Phantasie im Film und Realität im Film auf …und das ganze als eine filmische Phantasie. Fellini zeigt, dass das Filmemachen nicht bloß eine Entäußerung von Phantasie ist, sondern auch eine zutiefst psychologische, psychoanalytische Kunst. Immer wieder fällt Guido in Tagträume, teils Erinnerung, teils gewünschte Phantasie.


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