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17.12.2008

"Bienvenue chez les Ch`tis": Der sagenhafte Erfolg eines kleinen Films in Frankreich.

Ganz Frankreich scheint sich auf einmal für seinen bisher nicht sonderlich geliebten, mit frostigen Klischees behafteten Norden zu erwärmen.
Die Handlung des Kassenknüllers ist schnell erzählt: Philippe Abrams, gespielt von Kad Merad, ist Leiter eines Postbüros in Frankreichs sonniger Provence. Wegen einer Schummelei wird er strafversetzt, ausgerechnet in den äußersten Landesnorden, der bei den meisten Franzosen ein ähnliches Image genießt wie Sibirien: kalt und stürmisch das Wetter, griesgrämig und ungehobelt die Leute, flunderflach und langweilig die Landschaft, von Backsteintristesse geprägt die alten Kohlereviere. Mit Widerwillen und trotz des Sommers vorsorglich eingehüllt in eine polartaugliche Daunenjacke, verlässt Abrams sein Pastis- und Pétanque-Idyll und macht sich auf den Weg in die verschmähte Region Nord-Pas de Calais, die sich trichterförmig von der Atlantikküste an der belgischen Grenze entlang bis hin zu den französischen Ardennen zieht. Dort tragen die Menschen den Spitznamen Ch`ti, abgeleitet von ihrem picardisch geprägten Dialekt Ch`timi.

 

Auf einer viermal wöchentlich stattfindenden Ch`ti-Tour führen Jacques Martel und einige ehrenamtliche Kollegen die Neugierigen zu den Drehorten des Filmes. Einer der Höhepunkte ist der Aufstieg zur Aussichtsplattform des unter Unesco-Schutz stehenden „carillon“.

Auf der Ch`ti-Tour entdeckt man weitere Originalschauplätze: den Imbiss am Republikplatz, an dem auf der Leinwand die Postangestellten fidele Mittagspause bei Fritten, Frikadellen und reichlich Ch`ti-Bier machen; den Kanal, in den Abrams und Antoine nach einer Genever-Zechtour hineinpinkeln; das putzige, flämische Haus, in dem der Postbote mit seiner zänkischen Mutter wohnt; das Dessous-Geschäft „Passion“ gleich neben dem Bestattungsunternehmer. Die Geschäftsleute reiben sich die Hände. Seit zum Beispiel im Film Antoine seinen neuen Chef in die lokalen gastronomischen Gepflogenheiten einweiht und ihm zeigt, wie man mit starkem Maroilles-Käse bestrichene Toastbrotscheiben in Chicorée-Kaffee tunkt, kommt die „Fromagerie“ nicht mehr mit dem Verkauf von Maroilles nach.

Der Metzger hat eine Wurstkreation auf den Namen „tchio biloute“ getauft, eine leicht anzügliche Replik aus dem Drehbuch, denn „biloute“ kann im Patois sowohl „Kumpel“ als „Pimmel“ bedeuten. Im „Au Tonnelier“, dem einzigen Hotel im Ort, läutet das Telefon pausenlos, und im flämischen Restaurant „Bruegel“ stehen die Gäste Schlange, nur weil die Filmcrew sich dort während der Drehtage Garnelenkroketten, Endiviengratin und den Hähnchen-Gemüse-Eintopf Waterzoi hat munden lassen. Der Buchhändler kann ein Ch'timi-Wörterbuch, bisher ein Ladenhüter, nicht mehr rasch genug nachbestellen.




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