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24.05.2009

Cannes zwischen Kunst und Kommerz

Auf das Plakat klicken!Wie jedes Jahr schaut die Filmwelt im Mai an die Côte d'Azur - genauer in die Kleinstadt Cannes. In der bereits 62. Ausgabe des weltbekanntesten Filmfestivals Cannes liefen dieses Jahr 20 Filme in Konkurrenz um die Goldene Palme, die am 24. Mai verliehen wurde. (Vollständige Liste aller Preise weiter unten)

Der Schwerpunkt des Programms im Wettbewerb lag auf Filmen von europäischen und asiatischen Autorenfilmern. Der amerikanische Kontinent war vergleichsweise gering vertreten, da viele Filme wegen des letztjährigen Autorenstreiks nicht mehr fertig geworden sind. Deutsche Regiseure haben in Cannes in diesem Jahr keine Filme im Wettbewerb. Als einziger deutschsprachiger Beitrag lief "Das weiße Band" im Wettbewerb um die Goldene Palme. Der Film thematisiert die deutsche Gesellschaft vor dem ersten Weltkrieg und spielt in einem kleinen Dorf im Norden. Aber auch in Tarantinos "Inglourious Basterds" wird fast zu einem Drittel deutsch gesprochen und er ist mindestens zur Hälfte eine deutsche Produktion. Ebenso ist "Antichrist" von Lars von Trier mit deutschen Fördergeldern produziert. und ... Marius Windt, 19, zeigte seinen Kurzfilm in Cannes.

Das 62. Internationale Filmfestival von Cannes ging am Sonntag mit der Verleihung der Goldenen Palme an Michael Hanekes Film "Das weisse Band" zu Ende. Einen eindeutigen Favoriten gab es nicht, vielleicht weil vor allem das künstlerische Niveau der Filme recht hoch war und über dem des Vorjahres lag. Im letzten Jahr gewann der französische Regisseur Laurent Cantet die Goldene Palme für "Die Klasse".

Artikel: Deutsche Filmbranche feiert Cannes-Erfolg 

DIE PREISE:


 

The official Jury of this 62nd Festival de Cannes, presided by Isabelle Huppert, revealed the Prize winners during the Closing Ceremonies on the evening of May 24th.

IN COMPETTION - FEATURE FILMS

Palme d'Or
DAS WEISSE BAND (The White Ribbon) directed by Michael HANEKE

 


Grand Prix
UN PROPHÈTE (A Prophet) directed by Jacques AUDIARD

 


Lifetime achievement award for his work and his exceptional contribution to the history of cinema
Alain RESNAIS

 


Best Director
Brillante MENDOZA for KINATAY

Jury Prize

FISH TANK directed by Andrea ARNOLD

BAK-JWI (Thirst) directed by PARK Chan-Wook



Best Performance for an Actor
Christoph WALTZ in INGLOURIOUS BASTERDS directed by Quentin TARANTINO  



Best Performance by an Actress
Charlotte GAINSBOURG in ANTICHRIST directed by Lars von TRIER  

Best Screenplay
MEI Feng for CHUN FENG CHEN ZUI DE YE WAN (Spring Fever) directed by LOU Ye  

Prix Vulcain: Artist-Technician

Aitor BERENGUER, sound technician of the movie MAP OF THE SOUNDS OF TOKYO directed by Isabel COIXET.

IN COMPETITION - SHORT FILMS

Palme d'Or

ARENA directed by João SALAVIZA

Special
Distinction

THE SIX DOLLAR FIFTY MAN directed by Mark ALBISTON, Louis SUTHERLAND
 


CAMERA D'OR
SAMSON AND DELILAH directed by Warwick THORNTON (presented at Un Certain Regard)


Caméra d'Or – Special Distinction
AJAMI directed by Scandar COPTI, Yaron SHANI (presented at Quinzaine des Réalisateurs)


UN CERTAIN REGARD


Prix Un Certain Regard - Fondation Gan pour le Cinéma


KYNODONTAS (Dogtooth) by Yorgos LANTHIMOS

Jury Prize

POLITIST, ADJECTIV (Police, Adjective) by Corneliu PORUMBOIU.

Special Prize Un Certain Regard 2009


KASI AZ GORBEHAYE IRANI KHABAR NADAREH (No One Knows About Persian Cats) by Bahman GHOBADI

LE PÈRE DE MES ENFANTS (Father of My Children) by Mia HANSEN-LØVE


CINEFONDATION

First Cinéfondation Prize

BÁBA by Zuzana Kirchnerová-Špidlová (FAMU, République Tchèque)

Second Cinéfondation Prize

GOODBYE by Song Fang (Beijing Film Academy, Chine)

Third Cinéfondation Prize (ex aequo)

DIPLOMA by Yaelle Kayam (The Sam Spiegel Film & TV School, Israël)

NAMMAE UI JIP (Don't Step out of the House) directed by Jo Sung-hee (Korean Academy of Film Arts, Corée du Sud)

 offizielle Festival-Seite mit Interviews, Photos etc.

 

Deutsche Filmbranche feiert Cannes-Erfolge

Berlin/Cannes (dpa) - Die Deutsche Filmbranche jubelt kräftig über die Erfolge in Cannes: Der Abschluss der Filmfestspiele sei «ein überragender, gleich dreifacher Erfolg» für den Produktionsstandort Deutschland und den Deutschen Filmförderfonds, bilanzierte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU).

«Das weiße Band» von Michael Haneke, der Gewinner der Goldenen Palme, wurde von dem Berliner Produzenten Stefan Arndt in Deutschland mit deutschen Schauspielern gedreht, hob Neumann hervor. Das Drama könne auch für den Deutschen Filmpreis nominiert werden. Neumann würdigte auch die Darstellerpreise für Christoph Waltz und Charlotte Gainsbourg.

«Es ist vollkommen unglaublich», sagte Produzent Arndt am Sonntagabend nach der Ehrung für den Österreicher Haneke. «Es ist sagenhaft, hier dabei zu sein, wie eine internationale Jury einen deutschen Film mit einer deutschen Geschichte vor der ganzen Welt hervorhebt.» Hanekes Drama kommt am 12. November in die Kinos. Offenbar sei das Interesse an deutschen Themen noch immer groß, sagte Arndt, dessen Firma X-Filme («Good Bye, Lenin!», «Lola rennt») «Das weiße Band» produziert hat.

Babelsberg gratulierte zum Erfolg des dort gedrehten Anti-Nazi-Films «Inglourious Basterds». Christoph Waltz (52), gebürtiger Österreicher, wurde für seine Rolle als SS-Offizier ausgezeichnet. Die weltweite Aufmerksamkeit des Films von Quentin Tarantino werde die Karrieren auch aller weiteren beteiligten deutschsprachigen Schauspieler fördern, so Studio Babelsberg. Neben Waltz überzeugten besonders August Diehl, Daniel Brühl und Til Schweiger in ihren Rollen, hob Koproduzent Christoph Fisser hervor. Studio Babelsberg freue sich bereits auf ein weiteres Projekt mit Waltz.

Waltz spielt einen SS-Offizier und prägt den Film mit Brad Pitt als wichtigstem Star. «Inglourious Basterds» wurde vom Deutschen Filmförderfonds sowie vom Medienboard Berlin-Brandenburg und der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) unterstützt. Kinostart ist am 20. August.

Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen feierte beim Preis für die beste Darstellerin mit: Charlotte Gainsbourg (37) wurde für «Antichrist» von Lars von Trier geehrt, von der Filmstiftung gefördert und im Bergischen Land gedreht. «Cannes 09 war die Stunde der Deutschen», meinte Geschäftsführer Michael Schmid-Ospach.

Laut der Filmstiftung NRW, die den Streifen mit knapp einer Million Euro gefördert hatte, war von Triers Geschichte über ein Paar, dessen Ehe vom Tod ihres dreijährigen Kindes unerträglich belastet wird, «der meist diskutierte Film» an der Croisette.

Regisseur von Trier hatte allerdings bei den Filmfestspielen einen weniger schmeichelhaften Kommentar zum Drehort parat: «Wenn ich nicht schon vorher Depressionen gehabt hätte, dort hätte ich sie bekommen.»

 

© Die Welt

 

erschienen am 25.05.2009 um 16:11 Uhr






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