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07.09.2008

Filmfestspiele Venedig gingen zu Ende

Im Mafia-Look und mit Zigarre im Mundwinkel stolzierte der Schauspieler über den Roten Teppich. Mickey Rourks Darstellung eines alternden Show-Ringers begeisterte auch Jury-Chef Wim Wenders – und verleitete ihn zu einem Fauxpas.

VENEDIG. Draußen vor dem Roten Teppich johlte das begeisterte Publikum, und drinnen bei der Preisverleihung gab es Standing Ovations für Mickey Rourke. Es war ein Triumph für den 51-jährigen US-Schauspieler, der mit seiner umwerfenden Darstellung eines alternden Showringers, der es noch einmal wissen will, alle mitriss. Im Finale des 65. Filmfestivals von Venedig gab es zwar - hochverdient - den Goldenen Löwen für diesen Wrestler-Film, jedoch keine Auszeichnung für die Leistung des einstigen Sexsymbols Rourke („Neuneinhalb Wochen“). Venedigs Festivalregeln schließen es aus, einen Darsteller aus einem preisgekrönten Werk auch noch zu ehren. Und genau das führte zum Eklat.
Im Mafia-Look war Mickey Rourke zur Preisverleihung gekommen, Zigarre im Mundwinkel und sein 16-jähriges, angeblich todkrankes Chihuahua-Hündchen im Arm. Und als der Goldene Löwe für Darren Aronofskys „The Wrestler“ verkündet war, stürmte Rourke mit dem Regisseur auf die Bühne. Was dann folgte, nannte Italiens Presse einen „Fauxpas“ des Jury-Chefs: Wim Wenders würdigte vor allem die „herzerweichende“ Interpretation des Wrestling-Veteranen Randy „The Ram“ Robinson durch den Ex-Profiboxer Rourke, den viele nach zahllosen Karriere-Tiefpunkten längst endgültig am Boden gesehen hatten. Und Wenders regte an, Venedig möge das Reglement ändern. Auch das Kalkül im Preisgericht mochte ihn verärgert haben.

So vergaben die sieben Juroren den Preis für den besten Darsteller an den Italiener Silvio Orlando für die Rolle in „Il papà di Giovanna“ von Pupi Avati. „La Repubblica“ vermutet: So sei vermieden worden, dass La Medusa, die zum Imperium von Silvio Berlusconi gehörende Produktionsgesellschaft des Films, „das Kriegsbeil ausgräbt“. „Für den Rest meines Lebens werde ich keiner Jury mehr angehören wollen“, lautete das Fazit des genervten Wenders.

Dabei trafen die Juroren von Venedig alles in allem eine durchaus gute Wahl. Dafür steht zum einen, dass der frische, stilistisch glänzende russische Streifen „Papiersoldat“ von Alexej German Jr. den Silbernen Löwen für Regie und Kamera bekam. Und auch das eindringliche Äthiopien-Epos „Teza“ von Haile Gerima räumte mit Fug und Recht zweimal ab, den Spezialpreis der Jury und den Drehbuchpreis. „Teza“ war eine von drei deutschen Koproduktionen im Wettbewerb.

Unberücksichtigt blieb hingegen Christian Petzolds „Jerichow“, und auch preisverdächtige Werke wie Kathryn Bigelows „Hurt Locker“, Jonathan Demmes „Rachel getting Married“ oder „The burning Plain“ von Guillermo Arriaga gingen leer aus.
Von HANNS-JOCHEN KAFFSACK, 07.09.08, 19:35h

 

 


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