Lux - Krieger des Lichts

(Deutschland 2017) Regie: Daniel Wild, Drehbuch: Daniel Wild, Darsteller: Franz Rogowski, Heiko Pinkowski, Eva Weißenborn, Tilman Strauß, Anne Haug, Kristin Suckow, Serkan Kaya, Michael Klammer, FSK: ab 12 Jahren, 104 Minuten)


ab  Jahre
ca. 104 min.

"Lux - Krieger des Lichts"


"Lux - Krieger des Lichts" ist die Geschichte eines jungen Mannes, der auszieht, um Gutes zu tun. Doch anstatt die Welt zu verändern, verändert sie ihn.

Ein humorvoller und berührender Film, der formal immer wieder verblüfft und mit einer ungeahnten Wendung sein Publikum überrascht. Franz Rogowski spielt den "Helden" LUX mit einer außergewöhnlichen Präsenz und berührenden Melancholie.


Worum geht's?
Torsten Kachel alias Lux (Franz Rogowski)
Franz Rogowski ist ein wandelbarer Schauspieler, einer, der jeden Film zum Ereignis macht.
Unlängst spielte er im Film "Happy End" (2017) von Meisterregisseur Michael Haneke an der Seite von Isabelle Huppert, dann in der Sex-Satire "Fikkefuchs" (2017) von Independent-Filmemacher Jan Henrik Stahlberg und nun sieht man ihn in "Lux – Krieger des Lichts", einer bitterbösen Satire über die skrupellose Medienwelt, die selbst Gutmenschen für ihre Zwecke respektive Quote benutzt. Wo Franz Rogowski spielt, ist die Aufmerksamkeit ganz bei ihm, weil er nicht spielt, sondern verkörpert und das auf eine Weise, die unter die Haut geht.
ist ein einfacher, ehrlicher Kerl. Er lebt mit seiner Mutter (Eva Weißenborn) in einer bescheidenen Berliner Plattenbau-Siedlung, sein Geld verdient er im Schichtdienst im Gemüselager. In seiner Freizeit allerdings hat er eine klare Mission: Obdachlosen und anderen Armen zu helfen, indem er sie als "Lux" mit Lebensmitteln und den nötigsten Dingen versorgt. Ein junger Filmemacher (Tilman Strauß) will die außergewöhnliche Geschichte von Lux, der mit Maske und Umhang durch die Straßen zieht, einem Fernsehsender verkaufen. Denn das Publikum liebt schließlich Helden und erst recht solche unbedarften wie Lux, der fest daran glaubt, dass jeder die Welt zu einem besseren Ort machen kann - wenn er nur will.

Doch die Quote muss stimmen. Die entstehende Semi-Doku muss spannender gemacht werden, mit mehr krassen Situationen, um die Zuschauer bei Laune zu halten. Der schmierige Produzent (Heiko Pinkowski) will, dass Lux nicht nur als braver Samariter unterwegs ist, sondern sich am besten mit echten Verbrechern anlegt. Er soll ein richtiger Superhero werden, der Held von Berlin. Eigentlich entspricht das nicht Torstens Vorstellungen, der lieber im Kleinen Gutes tut. Der schüchterne Torsten entfernt sich immer mehr von seinen eigenen Idealen und wird zur Lachnummer: Als ihn bei einer Verfolgungsjagd ein Hund angreift, macht er sich vor Angst in die Hose und wird ungewollt zum YouTube-Star. Und dann ist da noch die attraktive Stripperin Kitty (Kristin Suckow), die ihm den Kopf verdreht. Den Produzenten freut's: Ein bisschen Sex kann ja nicht schaden ...


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