Jeder für sich und Gott gegen alle

(D 1974) 109 Min., Regie: Werner Herzog, Buch: Werner Herzog, Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein, Musik: Johann Pachelbel, Orlando di Lasso, Tommaso Albinoni, Wolfgang Amadeus Mozart, mit Bruno S., Walter Ladengast, Brigitte Mira, Willy Semmelrogge, Herbert Achternbusch, Enno Patalas, Alfred Edel.

 

Retrospektive "Junger deutscher Film"

Es ist die Geschichte des seltsamen Findlings, der 1828 im Erwachsenenalter in Nürnberg auftauchte, nachdem er sein ganzes bisheriges Leben ohne Menschen und Zivilisation zugebracht hatte.

Am 26. Mai 1828 tauchte in Nürnberg am (heute noch gleichnamigen) Unschlittplatz 8 ein etwa 16-jähriger, verwahrlost aussehender Junge auf, der kaum reden konnte. Man brachte ihn zur Polizeiwache, wo er den Namen „Kaspar Hauser“ niederschrieb. In einem Brief an den Chevauleger-Rittmeister Friedrich von Wessenig, den der Junge mit sich führte, wurde der Vorname Kaspar ebenfalls genannt. Ein zweiter Brief, den man beim Jungen fand, gab dessen Geburtsdatum mit dem 30. April 1812 an.

Sein geistiger Zustand erregte das Interesse von Juristen, Theologen und Pädagogen, die zahlreiche Untersuchungen mit ihm durchführten und ihm richtiges Sprechen beibrachten; Lesen und Schreiben lernte er bei dem Religionsphilosophen Georg Friedrich Daumer. Sein Förderer und Hauptvormund, der Rechtsgelehrte Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach, beschrieb, dass sich Kaspar anfangs vor Fleisch und Milch ekelte und nur Brot und Wasser zu sich nahm. Es wurde vermutet, dass Kaspar Hauser lange Zeit einsam in einem Verlies gefangen gehalten wurde. Die zahlreichen Biografien über den sonderbaren Menschen beschreiben, dass er als menschliches Versuchstier seit seiner Geburt in der dunklen Kammer ohne Kontakt zur Außenwelt leben musste. Das erklärt die schmerzhaften Erfahrungen, die der Jugendliche mit Licht und Geräuschen machte, als man ihn dem sensationsbegeisterten Volk vorführte. Hausers Sinnesorgane waren überempfindlich, seine Muskeln hatten sich nie vollkommen entwickeln können. Das Verlies, in dem die grausame Tat begangen worden sein soll, wird im Raum Neumarkt, an der heutigen Grenze zum Nürnberger Land, vermutet. Das Geheimnis um seine Herkunft wurde jedoch niemals aufgeklärt.

Ingmar Bergman über 'Jeder für sich und Gott gegen alle': "Wenn ich die zehn wichtigsten Filme meines Lebens nennen sollte, dann wäre dieser Film einer davon. Ich fand ihn unglaublich weise und tief und schön. (Newsweek, 1977)

 


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