Once

Irland 2006 - Regie: John Carney - Darsteller: Glen Hansard, Markéta Irglová, Alaistair Foley, Kate Haugh, Senan Haugh, Darren Healy, Gerard Hendrick, Bill Hodnett, Geoff Minogue, Leslie Murphy - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 87 min. - Start: 17.1.2008

Ein talentierter Straßenmusiker (Glen Hansard) träumt in Dublin von der großen Karriere, während er im Geschäft seines Vaters Staubsauger repariert. Eines Tages wird er von einer jungen Pianistin (Markéta Irglová) angesprochen, die sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt.

Ihr gefallen seine Lieder und sie hat einen Staubsauger, der dringend repariert werden muss. Da wissen beide noch nicht, dass man nur einmal im Leben die richtige Person trifft: Eine bezaubernde, aber unmögliche Liebesgeschichte beginnt.

Ein kleiner Film aus Irland macht sich auf, zum Musikfilm einer Generation zu werden: ONCE. Unvergesslich schöne Lieder, der Publikumspreis von Sundance und hymnische Besprechungen trugen die bezaubernde Geschichte einer einzigartigen Liebe in die Herzen der amerikanischen Kinogänger. Längst für den Oscar gehandelt, kommt John Carneys Film nun auch in die deutschen Kinos. In den Hauptrollen sind Glen Hansard ("The Commitments") und Markéta Irglová zu sehen.

Interview
Glen Hansard - der Joker über "Once"

Abendblatt:

Publikumspreis in Sundance - eine Überraschung für Sie?

Glen Hansard:

Ja! Der Film ist von vielen anderen Festivals abgelehnt worden, von Toronto, Edinburgh und Tribeca. In Galway haben sie ihn dann genommen, und John Carney, rief mich an und sagte: "Du musst unbedingt kommen, es ist wahrscheinlich das einzige Mal, dass der Film auf Leinwand zu sehen ist." Ich weiß noch, wie stolz ich nach der Vorführung war. Und dann kam ein Mann auf uns zu, sagte: "Hallo, ich bin John und arbeite für das Sundance-Festival. Könnte ich eine DVD bekommen?" So kamen wir dorthin. Und haben gewonnen.

Abendblatt:

Dass Sie die Hauptrolle spielen, hat sich spontan ergeben?

Hansard:

Ja, als Cilian Murphy noch spielen sollte, lag das Budget bei zwei Millionen Euro. Dann sprang er ab, weil ihm etwas anderes dazwischengekommen war. Zwei Tage lang war John verzweifelt, dann haben wir überlegt, wie weit wir mit dem Budget runtergehen können: 120 000 Euro waren das absolute Minimum. John sagte: "Okay, wir versuchen es, aber du musst die Hauptrolle spielen."

Abendblatt:

Aber Sie wollten nicht?

Hansard:

Nein, ich war glücklich mit meinem Beruf als Musiker und zufrieden, die Songs für den Film geschrieben zu haben. Außerdem hatte ich Angst, die Hauptrolle in einem Film zu spielen, der mies werden könnte. Ich schlug ihm Damien Rice vor, einen Freund von mir, der die Musik für "Hautnah" geschrieben hat, aber John blieb stur und sagte: "Nein, ich will dich, weil niemand deine Songs besser singen kannst als du selber." Und so saß der arme John plötzlich da mit zwei absoluten Schauspiellaien.

Abendblatt:

Zur Vorbereitung haben Sie alle viele Filme gesehen . . .

Hansard:

John hat Markéta John Cassavetes' "Eine Frau unter Einfluss" mit Gena Rowlands gezeigt. Mich hat er Francois Truffauts wunderbaren ersten Film "Sie küssten und sie schlugen ihn" sehen lassen, weil er wollte, dass ich die gleichen Klamotten wie der Hauptdarsteller trug. Außerdem haben wir Filme von den Dardenne-Brüdern gesehen und natürlich Jim Jarmuschs "Stranger Than Paradise". Wenn wir während des Drehs über den Verlauf diskutiert haben wir haben ja das Meiste improvisiert dann hat irgendwann einer von uns gefragt: "Was hätte Ken Loach getan?" Und so haben wir es dann gemacht.

Abendblatt:

Wie kam es zum Titel "Once"?

Hansard:

Der Film hatte einen völlig anderen Arbeitstitel. Dann sagte John eines Tages: "Ich habe eine tolle Idee. Sie sollten sich einmal küssen. Nur ein einziges Mal." Wir anderen haben uns angesehen und gleichzeitig den Kopf geschüttelt. Dabei mochte ich den Titel wirklich, aber ich fand, ein Kuss, wäre falsch in dieser Geschichte. Ich sagte: "John, wir nehmen den Titel, aber sie küssen sich nicht." Und so haben wir es gemacht. Ich denke, es war die richtige Entscheidung.

Interview: Karolin Jacquemain
erschienen am 17. Januar 2008



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