Paris, Texas

(BR Deutschl./Frankreich/Großbritannien 1984) ab 6 Jahren• 148 min. mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell, Aurore Clément, Hunter Carson, Socorro Valdez.

Vor 25 Jahren wurde Wim Wenders’ Film „Paris, Texas“ in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Der schnell zum Klassiker gewordene Film, der stark auf Schweigen und Nicht-Gesagtes setzt, hat eine eigentümliche emotionale und ästhetische Ausstrahlung. Er beeinflusst auch heute noch Filmemacher, Künstler und Musiker.

Auch wenn man sich vor der Aussage hüten sollte, dass man sich nur diesen einen Film von Wim Wenders ansehen braucht, um Wesen und Werk des Regisseurs zu begreifen (schließlich hat er noch eine Vielzahl sehr sehenswerter Filme gemacht): "Paris, Texas" ist und bleibt der definitive Wenders-Film, der wichtigste und meistbeachtete Beitrag zur Filmgeschichte eines der bedeutendsten und einflussreichsten Regisseure des deutschen Kinos.
"Paris, Texas" - der Film, der dem deutschen Autorenfilmer Wim Wenders die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes einbrachte und ihn endgültig als Regisseur von internationalem Rang etablierte - beginnt mit einem der klassischsten Motive des Westerns: Aus der unendlichen Weite der zerklüfteten texanischen Wüste kristallisiert sich ein einsamer Wanderer (Travis), der zurückkehrt in die Zivilisation.
...Travis (Harry Dean Stanton) wird sprach- und erinnerungslos in der texanischen Wüste aufgefunden. Sein Bruder Walt holt ihn zu sich nach Kalifornien, wo er und seine Frau Anne Travis’ siebenjährigen Sohn Hunter als Pflegekind aufgenommen haben. Bald macht sich Travis mit Hunter auf die Suche nach seiner verschwundenen Frau (Nastassja Kinski) und seiner Vergangenheit...

Schon mit dieser Eröffnung setzt Wenders eine Referenz an John Fords Western-Meilenstein "The Searchers" (deutscher Verleihtitel: "Der schwarze Falke"), in dem John Wayne als gebrochener Cowboy Ethan Edwards auf ganz ähnliche Weise seinen ersten Auf(t)ritt hat. In "The Searchers" begibt sich Edwards auf die (jahrelange) Suche nach seiner von Indianern verschleppten Nichte (pikanterweise nicht, um sie zu retten, sondern um sie zu töten - von den "Rothäuten" missbraucht und somit "unrein", empfindet der zwiespältige "Held" von "The Searchers" seine Nichte als Schandfleck für die Familienehre). Diese Suche ist natürlich eigentlich eine Suche nach sich selbst, getrieben von der leisen, verzweifelten und niemals wirklich ausgesprochenen Hoffnung auf Sühne und Vergebung für eigene, vergangene Fehler.

Ich finde dass dieser Film absolute Spitze ist. Ich habe den Film das erste mal mit 12 Jahren gesehen und fand ihn Klasse. Mit 14 hab ich ihn mir dann auf Video gekauft und seitdem sehr oft gesehen. Das letzte mal hab ich ihn vor 2 Monaten gesehen, ich bin mittlerweile 18 und irgendwie kann man dem Film jedes mal was neues abgewinnen.
Name: céline
Email: zauberdiva888@web.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

lg, céline

Aber das Unvergesslichste, geradezu Hypnotisierende an dem Film ist die Musik des Komponisten und Musikers Ry Cooder, der als Slide-Gitarrist weltberühmt wurde. Aufgrund seiner hervorragenden Beherrschung und enzyklopädischen Kenntnis des Blues arbeitete Cooder mit den Rolling Stones, Neil Young, Van Morrisson und John Lee Hooker zusammen. Für die Musik von „Paris, Texas“ ließ er sich von dem legendären Song „Dark Was The Night, Cold Was The Ground“ inspirieren, einem der 30 von „Blind“ Willie Johnson eingespielten Titel. Ry Cooder bezeichnete diesen Song als „das wunderbarste und ausdrucksvollste Stück der gesamten amerikanischen Musik“.

Der Einfluss von „Paris, Texas“ ist seit den 80er-Jahren ungebrochen. Die Band U2 nannte den Film als wichtigste Inspirationsquelle für ihr Album „The Joshua Tree“. Kurt Cobain und Elliott Smith bezeichneten ihn als einen ihrer Lieblingsfilme. Merkwürdigerweise wirkte er auch bis nach Schottland: Die Bands Travis und Texas entliehen ihm ihre Namen, und Primal Scream sampelte Nastassja Kinski auf dem Album „Screamadelica“.

„Dies ist wahrscheinlich das außergewöhnlichste Werk europäischer Filmkunst, das je in Amerika realisiert wurde.“ Dieter Kosslick, Berlinale-Festival-Chef.


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