Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben

(Thailand / Großbritannien / Deutschland / Frankreich / Spanien 2010)

Ein Wunderkind des Weltkinos hat in diesem Jahr die Goldene Palme in Cannes gewonnen: Der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul mit seinem Film  "Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben" (Thailand / Großbritannien / Deutschland / Frankreich / Spanien 2010).
Der schwerkranke Uncle Boonmee (Thanapat Saisaymar) beschließt, seine letzten Tage im Kreis seiner Verwandten auf dem Land zu verbringen. Dort erscheint ihm der Geist seiner verstorbenen Frau (Natthakarn Aphaiwonk), und auch sein lang verschollen geglaubter Sohn (Geerasak Kulhong) kehrt nach Hause zurück, allerdings nicht in menschlicher Gestalt. Um mit sich und seiner Krankheit ins Reine zu kommen, unternimmt Uncle Boonmee zusammen mit seiner Familie einen Marsch durch den Dschungel. Ziel der Reise ist eine geheimnisvolle Höhle - der Ort seiner ersten Geburt.
Das ist das Schöne an Cannes, dass dort trotz Prunk und großen Stars immer wieder das Kino gewinnt – in diesem Fall eben ein kleiner Film aus Thailand, der Dinge auf die Leinwand bringt, die wir so noch nie gesehen haben.
Der Gewinner des diesjährigen Festival von Cannes kommt, dank des überaus rührigen Verleihs Movienet, relativ zeitnah in unsere Kinos. International bekannt wurde Regisseur Apichatpong Weerasethakul mit seinem Erstling »Tropical Malady«, der von der sonderbaren Reise des jungen Soldaten Keng erzählt, der auf der Suche nach dem Geliebten in den undurchdringlichen Dschungel, die grüne thailandische Hölle, bis zur Wahrheit vordringt.
Der Gewinn der Goldenen Palme für seinen neuen Film war eine kleine Überraschung. Denn die Geschichte von „Onkel Boonmee“, der zum Sterben in den Dschungel geht, ist ein radikaler Gegenentwurf zu dem von uns konsumierten Kinodurchschnitt. Basierend auf dem Glauben an Seelenwanderung, erzählt der, dem Theravada-Buddhismus anhängende Regisseur, die kurze Geschichte über das Warten auf den Tod, das Sterben in einer diamantbesetzten Höhle und einen Epilog in überaus ruhigen, langen Kameraeinstellungen, ohne jegliche Schnörkel.
Ob das als quälend oder einzigartige Erfahrung empfunden wird, hängt wohl von der Einstellung des Zuschauers und der Erwartungshaltung ab. Ein einzigartiges Kinoerlebnis ist es auf alle Fälle: Eine Reise in das Herz des Urwaldes und der Wanderung von Seelen irgendwo zwischen Büffel, Prinzessin und Affenmenschen.
Regisseur Weerasethakul erläutert: „Ich glaube an Seelenwanderungen zwischen Menschen, Pflanzen, Tieren und Geistern. Die Geschichte von Uncle Boonmee erzählt vom Verhältnis zwischen Mensch und Tier, zugleich überwindet sie die Linie, die beide trennt.“


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