Chinatown

USA 1974, Regie: Roman Polanski, Drehbuch: Robert Towne, Musik: Jerry Goldsmith, Director of Photography: John A. Alonzo, Schnitt: Sam O’Steen, Hauptdarsteller: Jack Nicholson (J. J. Jake Gittes), Faye Dunaway (Evelyn Cross Mulwray), John Huston (Noah Cross), Perry Lopez (Lt. Lou Escobar), John Hillerman (Russ Yelburton), Darrell Zwerling (Hollis I. Mulwray), Diane Ladd (Ida Sessions), Roy Jenson (Claude Mulvihill), Roman Polanski (Mann mit Messer), Richard Bakalyan (Detective Loach), Joe Mantell (Lawrence Walsh), Bruce Glover (Duffy), Nandu Hinds (Sophie), James O’Rear (Anwalt), James Hong (Kahn)


Roman Polanski


ab  Jahre
ca. 131 min.

"Chinatown"

„Chinatown“ gehört zu den Klassikern des film noir. Polanski schloss mit seinem 1974 gedrehten Film fast nahtlos an die großen Beispiele der 50er Jahre an, und nicht zuletzt John Hustons zentrale Rolle in „Chinatown“ nimmt direkt Bezug auf diese Tradition. Man denke an „Der Schatz der Sierra Madre“, „Der Malteser Falke“ oder „Key Largo“. Für Jack Nicholson war „Chinatown“ der Sprung vom good actor zum Spitzenschauspieler.

Im Los Angeles der 30er Jahre arbeitet der ehemalige Polizist und jetzige Privatdetektiv Jake Gittes (Jack Nicholson) als Schnüffler in Sachen Ehebrüche und außereheliche Affären. Bei einer solchen Ermittlung kommt er zufällig einem hochbrisanten Betrugsskandal um künstliche Wasserverknappung und die damit verbundene Ausbeutung von kalifornischen Landbesitzern auf die Spur. – Zum einen inszeniert Roman Polański mit „Chinatown“ einen typischen „Film noir“ mit der klassischen Rolle des „private eye“, des zwielichtigen Privatdetektivs à la „Sam Spade“ oder „Philip Marlowe“, vor allem aber zeichnet er, angelehnt an tatsächlich stattgefundene Ereignisse im Kalifornien der 20er und 30er Jahre, ein gesellschaftskritisches und psychologisches Bild um Lügen, Korruption und politische Skandale – ganz im Zeichen des „New Hollywood“-Kinos und verschiedener US-amerikanischer Verhältnisse und Unruhen der 60er und 70er Jahre. Inhaltlich (auch formal) weist Polańskis „Chinatown“ Ähnlichkeiten mit Alan J. Pakulas „political thrillers“ auf, insbesondere „Klute“ (1971) oder „The Parallax View“ (1974), ebenso Spiegel- und Zerrbilder eines verunsicherten und verstörten Amerikas zu Zeiten der Entstehung dieser Filme. (Oliver Klein)

„Die auf mehreren Ebenen entwickelte Darstellung einer kalifornischen Korruptionsaffäre bei der Planung eines großen Staudammes, deren gesellschaftliche und private Dimensionen durch die Nachforschungen eines Privatdetektivs ans Tageslicht kommen. An Raymond Chandlers Kriminalromanen orientiert, in Stil und realitätsbezogener Darstellung jedoch weit darüber hinausgehende Auseinandersetzung mit der amerikanischen Wirklichkeit nicht nur der 30er Jahre. Zugleich ein Einblick in die psychologische Befindlichkeit einer durch und durch maroden Gesellschaft.“ (Lexikon des Internationalen Films)


Für Polanski war „Chinatown“ eine Überwindung. Nach dem Mord an seiner Frau Sharon Tate durch Mitglieder der Manson-Bande war er einige Jahre zuvor nach Europa gegangen, wollte nicht zurück in die Staaten. Umso erstaunlicher ist, wie eng Polanski mit der Inszenierung der Geschichte den Betrachter kontinuierlich fesselt, in den Film einbezieht. Die Filme sind äußerst rar, in denen – positive wie negative – Identifikationen mit Figuren derart exzellent funktionieren wie in „Chinatown“. Jake, Evelyn, aber eben auch Cross sind einem wirklich nahe, man spürt förmlich ihre Nähe, ihre Wärme oder ihre Kälte. Die gesamte Komposition des Films ist stimmig. Das ist es eben, was man einen Klassiker nennt. (Ulrich Behrens)
 




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