12 Years a Slave

USA 2013 - 134 min. - Regie: Steve McQueen - Drehbuch: Steve McQueen, John Ridley - Produktion: Dede Gardner, Anthony Katagas, Brad Pitt - Kamera: Sean Bobbitt - Schnitt: Joe Walker - Verleih: Tobis Film - FSK: ab 12 Jahren - Besetzung: Brad Pitt, Benedict Cumberbatch, Michael Fassbender, Paul Giamatti, Scoot McNairy, Paul Dano, Marcus Lyle Brown, Sarah Paulson, Chiwetel Ejiofor, Garret Dillahunt, Taran Killam, Michael Kenneth Williams, Tom Proctor, Quvenzhané Wallis, Bryan Batt - Kinostart (D): 16.01.2014.


Bester Film 2013 - 3 Oscars!

ab Jahre
ca. 134 min.

"12 Years a Slave"

„Zum Sklaven ist man nicht geboren, zum Sklaven wird man gemacht!“

"Ja, auch Brad Pitt* und Hans Zimmer sind mit an Bord, doch im Kern geht es Steve McQueens Sklaverei-Drama "12 Years a Slave" um die aufrichtige Bergung eines Erfahrungsschatzes." (Thomas Groh auf filmzentrale.de)
*
Brad hatte nicht nur eine kleine Nebenrolle übernommen, sondern auch mit seiner Produktionsfirma "Plan B Entertainment" den Film produziert!

"12 Years a Slave"
kommt fast exakt ein Jahr nach dem Start von Steven Spielbergs "Lincoln" und Quentin Tarantinos "Django Unchained" in die deutschen Kinos. In beiden Filmen hatten sich prominente Regisseure bereits dem Thema der historischen Sklaverei gewidmet: In Spielbergs Film als eher abstrakte Meditation über den Gegensatz von Pragmatismus und Idealismus in der Politik; bei Tarantino als comichaft überzeichnete und blutig-wilde Befreiungsphantasie. McQueen, der sich in seinen bisherigen Filmen stets für das ganz konkrete (Er-)Leiden seiner Protagonisten interessiert hat, wählt für seinen Film einen intimeren Ansatz: Zwar inszeniert auch er die großen Panoramen, in denen die historischen Ausbeutungsverhältnisse mitunter zu symbolisch aufgeladenen Bildergleichnissen verdichtet werden: Wenn der unglückselige Northup etwa, den Körper in Ketten gelegt, mit seinen Leidensgenossen in den Süden verschifft wird, dann zeigt McQueen dies als Sturz in eine unbarmherzige Unterdrückungsmaschinerie und lässt das Schaufelrad des Dampfers das Wasser geradezu zerhacken und zermalmen. Immer wieder erfasst die Kamera in extremen Aufsichten die zur Sklavenarbeit Verdammten und nimmt dabei doch nicht den Blick eines Gottes ein - der hätte diese Welt längst verlassen, wenn es ihn gäbe. Ähnlich wie die langen Plansequenzen, die McQueen bevorzugt, sind diese Einstellungen in einem Film, in dem vor allem Großaufnahmen und gedämpfte Farben dominieren, Versinnbildlichung eines absoluten Ausgeliefertseins. Lediglich einmal gesteht der Regisseur dem Publikum das utopische Bild einer alternativen Gemeinschaft der Freien in diesem sehr düsteren Film zu, wenn die Sklaven mitten in den Sümpfen auf Native Americans treffen und schweigend eine Mahlzeit teilen.

Im Wesentlichen folgt McQueen - kongenial unterstützt von Kameramann Sean Bobbitt und Cutter Joe Walker - dem von Chiwetel Ejiofor gespielten Protagonisten auf seinem Weg durch die Hölle. Abschweifungen erlaubt sich "12 Years a Slave" dabei nicht. Solomon Northup erlebt an Körper und Psyche ganz konkret, was das System der Sklaverei mit seinen Opfern anrichtet - und mit ihm das Kinopublikum. Ejiofors Protagonist verliert nicht nur seine Freiheit und seine Familie; ihm werden Name und Geschichte genommen; mit Peitsche und Strick schneiden die Herren ihrem "Besitz" ihre Verfügungsgewalt in den Körper ein. Bei den Gewaltszenen hält McQueen voll drauf, vermeidet bis auf einige wirklich unangenehme Momente jedoch die Splatter-Effekte, die in Tarantinos "Django Unchained" noch eine große Gaudi waren. Religion zeigt der Regisseur sehr deutlich - ebenso wie die kleinen Belohnungen der Herren - als Machtinstrument.

Die Klarheit, mit der McQueens Film diese Machtverhältnisse herausarbeitet, wie er - trotz aller expliziter Gewalt, nie in eine exploitative Zurschaustellung verfällt, ist bemerkenswert." (Harald Steinwender auf filmzentrale.de)

  


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