Jimmy's Hall

(Großbritannien, Irland, Frankreich, 2014) von Ken Loach mit Barry Ward, Simone Kirby, Andrew Scott, Jim Norton, Brían F. O'Byrne, Paul Fox, Sorcha Fox.

Jimmy und seine Freunde

Premiere in Cannes: Der neue Film von Ken Loach!

ab  Jahre
ca. 109 min.

"Jimmy's Hall"

Jimmy's Hall" ist die beschwingt erzählte wahre Geschichte über den einzigen gebürtigen Iren, der jemals aus seinem Geburtsland ausgewiesen wurde. Denn der politische Aktivist wurde 1933 in einem bis dato und seitdem beispiellosen Fall aus seiner Heimat Irland ausgewiesen – und zwar als „illegal alien“. Er durfte bis zu seinem Tod nicht zurückkehren. Doch zunächst ein Jahr zurück.

Irland 1932: Nach zehn Jahren in den USA ist Jimmy Gralton zurückgekehrt, um nach dem Tod seines Bruders bei der Bewirtschaftung der elterlichen Farm zu helfen. In seinem Gepäck befinden sich ein Grammophon und Schallplatten mit amerikanischer Jazzmusik. Junge Menschen überreden ihn, die einstige Community Hall wiederaufzubauen: Ein Gemeindezentrum als Ort des Zusammenseins, wo sich an Tanzabenden und in Studienkreisen eine eigenständige Arbeiterkultur entfalten kann.
Das gefällt allerdings nicht jedem, ganz besonders nicht dem lokalen Vertreter der katholischen Kirche: Als die Massen zur Eröffnung der Hall strömen, lässt Pater Sheridan die Namen der Ortsansässigen von seinen Helfern notieren und verliest diese am nächsten Sonntag von der Kanzel.

"Die vermutlich interessanteste Figur des Films ist dieser Father Sheridan (Jim Norton), der einerseits ein bösartiger Heuchler ist, aber ansatzweise auch ein ambivalentes Potential zur Veränderung zeigt, wenn er in der Abgeschiedenheit seiner Kammer selbst dem Hochprozentigen zuspricht oder sich auf dem eigenen Grammophon an der Musik einer farbigen Jazzsängerin erfreut, wo doch diese »Dschungelmusik« mit ihren »pelvic thrusts« das ultimative Feindbild darstellt." (satt.org)

"Der Zorn über eine Kirche, die nach einer allumfassenden Kontrolle über das Leben der Menschen strebt Der Pfarrer und seine `Freunde'und alles, was ihr nicht passt, als »kommunistisch« brandmarkt, ist deutlich spürbar in diesem Film, einem hoch politischen Film über die Notwendigkeit von Zusammenhalt und Solidarität." (epd-film)

Es ist aber auch ein zarter und zärtlicher, ein beschwingter und swingender Film, in dem viel getanzt und gelacht und ein bisschen geliebt wird - mit unverkennbaren Anklängen an John Fords "Der Sieger" von 1952, in dem John Wayne als ehemaliger Boxer aus den USA in seine irische Heimat zurückkehrt: "Jimmy's Hall" ist eine der wenigen Arbeiten von Ken Loach, wo man sich auch gemütlich zurücklehnen und die prächtige Kulisse des ländlichen Irland genießen kann. Bis es dann die bestehenden Mächte sind, die der Harmonie einen Strich durch die Rechnung machen, die der Solidarität der Menschen nicht länger tatenlos zusehen können, weil sie ihre Stellung bedroht sehen. Eindringlich führt der Regisseur vor Augen, warum Musik und Lebensfreude gefährlich für den Status Quo gewesen waren, wie dies auch in
"Die andere Heimat" von Edgar Reitz zu sehen war - und in nicht wenigen Ländern auf der Welt auch immer noch als gefährlich angesehen wird. (Stichwort "Taliban")


Anke Westphal in der BERLINER ZEITUNG im Interview mit Ken Loach über „Jimmy's Hall“:

Wenn Sie nicht weitermachen, ist also Ihr letzter Film, „Jimmy’s Hall“, einer über Irland. Genauer gesagt Ihr zweiter großer Irland-Film nach „The Wind That Shakes the Barley“. Warum ausgerechnet Irland?

Als ich „Jimmy’s Hall“ plante, dachte ich ja nicht, dass dies mein letzter Film wird. Ich dachte, es sei einfach nur mein nächster Film. Außerdem war der Geschichte von „Jimmy’s Hall“ eine klassische Einfachheit zu eigen, die mich fesselte: Der Ire Jimmy Gralton, der lange in den USA gelebt hatte, kehrt in die Heimat zurück und macht dort seine alte Dance Hall wieder auf, die einst von den Briten im Verbund mit der irisch-katholischen Kirche sabotiert und dann niedergebrannt wurde. Es ist eine klassische Geschichte vom Widerstand einfacher, armer Leute gegen die Obrigkeit, die die Kontrolle behalten will, auch über Dinge wie Bildung und Kultur. (mehr)

"Analoges Schneiden ist eine ganz eigene Erfahrung" (zum hören und lesen!)

Der britische Regisseur über seinen Film "Jimmy's Hall"



   


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