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Mein liebster Feind (jederzeit online)

Land: Großbritannien/Deutschland/Finnland/USA | Jahr: 1999 | ca. 1:35:02 Minuten | FSK: ab 12 Jahre

Regie: Werner Herzog, Buch: Werner Herzog, Besetzung: Klaus Kinski, Werner Herzog, Claudia Cardinale, Eva Mattes, Justo Gonzalez, Benino Moreno Placido, Mick Jagger, Beat Presser, Jason Robards, Guillermo Rios, Andres Vicente; Festivals: Cannes 1999, Uraufführung, Wettbewerb, außer Konkurrenz

„Es kommt nicht allzu oft vor, dass einem Dokumentarfilm große Beachtung in der Öffentlichkeit widerfährt. "Buena Vista Social Club" ist so eine Ausnahme, und auch "Mein liebster Feind".

Regisseur Werner Herzog reist nach Peru und besucht dort die Drehorte der berühmtesten seiner fünf Arbeiten mit Klaus Kinski, "Aguirre" und "Fitzcarraldo". Unterstützt von Filmausschnitten, faszinierenden Archivaufnahmen und Gesprächen mit Kollegen entwirft Herzog ein plastisches Bild vom Derwisch Kinski - und erzählt dabei ebenso viel über sich und seine Motivationen.

"... aber was ich sagen kann ist, dass es mit die beste Doku ist, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Ich habe es einfach sehr genossen, wenn Werner Herzog in Erinnerungen schwelgte. Diese beruhigende, fast meditative Stimme, dazu die Kulissen im Dschungel, alles sehr bewegend, dazu die Kinski-Bilder, die einfach nur kultig sind.
Sätze wie "He is crazy, I am crazy, so I think this is the perfect combination!", oder "Was sagst du, ich muss den Scheiß ja nicht fressen, Looki, hast du das gehört?"

Kinski beim Fluchen zuzuhören, gibt es eine bessere Unterhaltung? Stark gewählte Fimausschnitte, ich teilte Herzogs Begeisterung für Kinskis Aufwach-Szene.
Seine legendären Wutanfälle, all das ergibt einfach eine wunderschöne Geschichte mit dem Erzähler Herzog.
Natürlich ist es seine Sicht, aber wer Kinskis haben will, der kann ja sein Buch lesen und wie wir in der Doku erfahren, stimmt davon auch nur die Hälfte, weil Kinski dort noch stärker an seinem Mythos arbeitete.
Mir ist furchtbar viel davon noch in Erinnerung so toll fand ich das Ganze.
Diese von Kinski erfundene Drehbewegung zur Kamera hin, um es dynamischer wirken zu lassen.
Das Herunterkrachen des Schiffes, wo einem Kameramann die Hand gespalten wurde, und Kinski diese Wahsinnsaktion auch noch für die Szenen ausnutzen will.
Und wo Herzog erzählt, dass die Eingeborenen Kinski anboten umzubringen, genau das siehst du in der gezeigten Szene auch in ihren Augen.
Wirklich eine ganz tolle Dokumentation!
Die großartig mit der Bootsszene von Kinski endet, in der Herzog sagt, er hätte sich aufgeopfert und schon keine Kraft mehr.
Er wäre wie ein Stern verglüht. Traumhaftes Ende." (schrieb "Herr der Ringe" im Kritikerforum von kino.de)

und:.... ich habe selten ein schöneres Schlussbild gesehen als Kinski mit dem Schmetterling!

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