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Duell

Land: USA | Jahr: 1971 | ca. 90 Minuten | FSK: ab  12 Jahre

Regie: Steven Spielberg, Drehbuch: Richard Matheson, Kamera: Jack A. Marta, Musik: Billy Goldenberg, Schnitt: Frank Morris, Produktion: George Eckstein; mit Dennis Weaver - David Mann, Jacqueline Scott - Mrs. Mann, Eddie Firestone - Chuck, Lou Frizzell - Busfahrer, Gene Dynarski - Mann im Cafe, Tim Herbert - Tankwart, Cary Loftin - Tankwagenfahrer, Lucille Benson - Schlangenzüchterin, Shirley O´Hara - Kellnerin, Dale Van Sickel - Autofahrer.

Ein paar Jahre, bevor Steven Spielberg seinen Namen mit "Der weiße Hai" in die Oberliga der Regisseure katapultieren sollte, sorgte er mit der verhältnismäßig kleinen Produktion "Duell" für Aufsehen:
Ursprünglich nur für die Ausstrahlung im TV gedacht waren die Reaktionen auf den Film so gewaltig, daß der Film einen Weg in Folge auch in die Kinos schaffte.
Der Zuschauer ist von der ersten bis zur letzten Minute völlig in den Bann gezogen. Ausgerechnet ein endloser Highway, Inbegriff für Freiheit und den klischeehaften „American Dream“, soll für den Handlungsreisenden David Mann zum Schauplatz eines tödlichen Duells werden.

Reinste Bildersprache. Spannend, beängstigend, überraschend und vor allen Dingen verstörend.

Inhalt: Geschäftsmann David Mann ist auf der Landstraße unterwegs, als er einen abgewrackten Sattelschlepper überholt. Das riesige Gefährt setzt ihm nach, überholt ihn, um ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel zu beginnen: Es versucht, ihn von der Straße zu drängen, seinen Wagen an einer Bahnschranke vor einen heranrasenden Zug zu schieben und fährt David schließlich in einer Telefonzelle fast über den Haufen. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt...
Der Zuschauer ist von der ersten bis zur letzten Minute völlig in den Bann gezogen. Ausgerechnet ein endloser Highway, Inbegriff für Freiheit und den klischeehaften „American Dream“, soll für den Handlungsreisenden David Mann zum Schauplatz eines tödlichen Duells werden. Der Terror beginnt zunächst gemächlich, als er einen schmutzigen und qualmenden Tankwagen überholt, der ihm durch seine stinkenden Abgase die Luft zum Atmen raubt. Kurzum überholt er den Koloss. Nur wenig später rast der Truck mit einem Höllentempo wieder an ihm vorbei... und verlangsamt seine Fahrt wieder. Auf Handzeichen des Truckers setzt er zum Überholen an und kollidiert fast mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Will ihn der Trucker umbringen?

Schon bei diesem 1971 entstandenen Streifen ist die typisch Spielberg'sche Handschrift zu erkennen - als Grundmotiv ein mythisches Szenario (in diesem Falle: David gegen Goliath; später bei "Der weiße Hai" das (Ur-) Monster, bei den "Indiana Jones" FIlmen schließlich die Frage nach dem Übermenschlichem, dem ewigen Leben, dem Glauben), eingebettet in eine temporeiche Handlung (und eine der besten Verfolgungejagden der Filmgeschichte) mit ausgeprägter Bildsprache (schon allein der Beginn des Films). Auch der Schnitt zeigt von handwerklichem Können, wenn er bewußt zur Steigerung der Dramatik beiträgt, ohne dabei je hektisch und übertrieben zu werden, wie bei vielen aktuellen Produktionen. "Duell" lebt aber nicht bloß von seinen Action-Elementen, sondern auch (oder vorallem?) der Form, wie er amerikanische Lebensart zitiert und mitunter auch persifliert, ein Moment der uns auch in späteren Spielberg-Filmen begegnet (insbesondere z.B. in "Unheimliche Begegnung der dritten Art" sowie "E.T.")

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