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Satantango

"Satantango" (H/CH/D, 1991, 450 Min.) mit Mihaly Vig; Putyi István Horváth; Erika Bók.

Das Kino des Tarr Béla


ab  Jahre
ca. 450 min.

"Satantango" (H/CH/D, 1991, 450 Min.) mit Mihaly Vig; Putyi István Horváth; Erika Bók.
So erinnert sich ein Zuschauer: "Jahre, nach dem ich ihn zuerst gesehen hatte, hing mir der Film immer noch im Gedächtnis, und plötzlich wurde mir klar, dass er eines der grandiosesten Kinoerlebnisse meines Lebens war: über sieben Stunden, schwarz-weiß, und aus kaum mehr als 100 Einstellungen zusammengesetzt."
Die Geschichte? Die letzten Bewohner eines verlassenen und verarmten Dorfes warten auf die Chance, ein neues Leben zu beginnen; als ein falscher Prophet erscheint, folgen sie ihm willig und gedankenlos. Das zeigt Tarr in vorzüglich gemachten und zugleich realistischen Bildern, und mit einigem schwarzen Humor. Seine ungewöhnliche Filmsprache ist einzigartig, doch geht es ihm nicht um Originalität, vielmehr um Wahrhaftigkeit und formale Reinheit. Das macht ihn zu einem der wichtigsten lebenden Filmemacher.
Mit gletscherhafter Langsamkeit wird hier eine reichlich dunkle Geschichte um verschlagene Charaktere, Lebenslügen und Betrug gesponnen. Nun sind lange Einstellungen im Kunstkino nichts ungewöhnliches, sie sensibilisieren für Nuancen und schwelgen in exquisiten Bildern. Bela Tarrs enorm lange Einstellungen jedoch sind anders; in ihnen wird die Zeit selbst präsent, nimmt einen hypnotischen, monolithischen Charakter an, der die Figuren zu zermalmen scheint. Tarr ermöglicht einen neuen, so noch nie dagewesenen Blick auf den Film.
Der Film wird mit zwei Pausen aufgeführt.



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