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Astrid

Unga Astrid

Land: Schweden, Dänemark | Jahr: 2018 | ca. 123 Minuten | FSK: ab 6 Jahre

R: Pernille Fischer Christensen mit Alba August, Trine Dyrholm, Björn Gustafsson, Maria Bonnevie, Magnus Krepper, Henrik Rafaelsen.

"Astrid" - der Film über die Jugendjahre von Astrid Lindgren.

"Astrid"  von Pernille Fischer Christensen mit Alba August ist einer der schönsten Filme des Jahres, schrieb die Süddeutsche Zeitung. 

Die weltbekannten Bücher der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren handeln von glücklichen Kindheiten und heilen Welten – kamen aber immer ohne Kitsch aus. Von Lindgrens schwierigen Anfängen als ledige Mutter im Schweden der 1920er Jahre wissen nicht viele ihrer Fans. Als Praktikantin bei der kleinen Ortszeitung verliebt Astrid sich in den Chefredakteur der Zeitung und wird von ihm schwanger. Pernille Fischer Christensen hat die prägenden Jahre der Autorin voller Mitgefühl, aber auch konventionell inszeniert. Aber in der Verkörperung der jugendlichen Astrid Lindgren durch Alba August werden der Optimismus der Bücher und ihre Originalität lebendig.

Rahmenhandlungen sind oft reine Anbiederungen an die Gegenwart, die dem Zuschauer den Einstieg in ferner zurückliegende Geschichte erleichtern sollen. In »Astrid« aber nutzt Regisseurin Pernille Fischer Christensen sie für etwas anderes: Nicht nur zu Beginn, sondern auch zwischendurch unterbricht sie ihr Drama einer jungen ledigen Mutter im Schweden der 20er Jahre, und man sieht den hageren Rücken einer alten Frau Jahrzehnte später. Sie sitzt an einem Schreibtisch, auf dem sich die Fanpost stapelt. Mit Leichtigkeit will man in der kantigen Gestalt jene Astrid Lindgren erkennen, deren Bücher so vielen Kindern in der Welt so viel Freude gebracht haben. Während die Kamera über die bunt bemalten Postkarten und selbst gebastelten Briefumschläge voller Glückwünsche fährt, werden ein paar Stellen verlesen. »Liebe Astrid, wie kommt es, dass du so gut über Kinder schreiben kannst, wo es doch so lange her ist, dass du eines warst?«, fragt jemand. Nicht, dass der Film, der von den schwierigen Jugendjahren Lindgrens erzählt, darauf dann die Antwort liefert. Die Fanpost erinnert den Kinozuschauer vielmehr an die Unmittelbarkeit, die Lindgren durch ihre Bücher herzustellen wusste. An das Gefühl von Zuhause, das man lesend in Bullerbü empfand, an die Nähe, die man zu Lisa, Lasse, Bosse und Ole und all den anderen spürte.

 "Christensen erzählt konventionell, aber mit präzis dosiertem Mitgefühl. Den Lindgren-Fans dürfte die Autorin nach diesem Film trotzdem noch einmal ein Stück näherrücken."(epdFilm)

 

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