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Michael Ciminos kritischer Blick auf Amerika

Land: USA | Jahr: 2019 | ca. 52 Minuten | FSK: ab  12 Jahre

Regie: Jean-Baptiste Thoret, Arte F

Die Doku unternimmt eine Reise durch Leben, Werk und Vermächtnis einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des US-amerikanischen Films. 1979 erhielt der Ausnahmeregisseur Michael Cimino für "Die durch die Hölle gehen" fünf Oscars und stieg so mit 38 Jahren in den Hollywood-Himmel auf. Zwei Jahre später stürzte ihn "Heaven's Gate" ins Fegefeuer – der Streifen wurde schwer verrissen.

Die Dokumentation unternimmt eine Reise durch Leben, Werk und Vermächtnis einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des US-amerikanischen Films. 1979 erhielt der schwer fassbare Ausnahmeregisseur Michael Cimino für seinen Film „Die durch die Hölle gehen“ fünf Oscars und stieg so mit 38 Jahren in den Hollywood-Himmel auf. Zwei Jahre später stürzte ihn „Heaven’s Gate“ jedoch ins Fegefeuer – der Streifen wurde von Publikum und Kritik verrissen, was Ciminos Karriere nachhaltigen Schaden zufügte.
Die Dokumentation ergründet das Schaffen dieses radikalen Idealisten, dem mit seinem Debütfilm „Die Letzten beißen die Hunde“ (1974), für den er Clint Eastwood und Jeff Bridges gewinnen konnte, ein grandioser Karrierestart gelang. In einer gekonnten Genremischung entwickelt Cimino darin bereits die für ihn typische desillusionierte und zugleich pikareske Sichtweise. Doch warum geriet der zunächst erfolgreiche Regisseur kurze Zeit später in Konflikt mit der doch eigentlich so vielfältigen Welt von „New Hollywood“? Passte Michael Cimino überhaupt in seine Zeit, in die 1970er und 80er Jahre? Was ist der wahre Grund dafür, dass ihn die US-amerikanische Filmindustrie ins Abseits schob? Und was erzählen seine Filme über die Geschichte der Vereinigten Staaten?
In der Dokumentation ist die Originalstimme des 2016 verstorbenen Filmemachers oft zu hören. Die Aufnahmen stammen aus Exklusivinterviews, die Jean-Baptiste Thoret 2010 während eines Roadtrips durch den amerikanischen Westen führte. In dieser besonderen Atmosphäre legt der Film die Blessuren einer Nation offen, die Michael Ciminos Leben und Schaffen zutiefst prägten.

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