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Die unglaubliche Geschichte des Briefträgers Cheval (franz. Originalfassung)

L'incroyable histoire du facteur cheval

Land: Frankreich | Jahr: 2018 | ca. 120 Minuten | FSK: ab  12 Jahre

Regie: Nils Tavernier, mit Laeticia Casta und Jacques Gamblin.

Ferdinand Cheval erbaute im Alter von 43 Jahren einen unglaublich phantasievollen Palast aus Steinen in dem Département Drôme, der heute um die 150.000 Besucher im Jahr anlockt.

Nils Tavernier erzählt in "Facteur Cheval" die unglaubliche Geschichte eines aussergewöhnlichen Briefträgers.

Ferdinand Cheval ist Briefträger im ländlichen Frankreich des 19. Jahrhunderts.Während einem seiner Rundgänge fällt ihm ein einfacher Stein auf, der ihn zu einer verrückten Idee inspiriert: für seine Tochter den schönsten Palast weit und breit zu bauen. Stein um Stein arbeitet Ferdinand Cheval über Jahrzehnte an diesem monumentalen Bauwerk, das bis heute seinesgleichen sucht. Dabei kombinierte der Autodidakt verschiedenste Baustile mit frei erfundenen exzentrischen Formen und realisierte so mit seinem «Palais Idéal» ein exemplarisches Werk naiver Kunst, welches erst lange nach Chevals Tod 1969 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Mit Laeticia Casta und Jacques Gamblin.
Jacques Gamblin ist der ideale Darsteller für den Postboten Joseph Ferdinand Cheval. Er ist zwar schmächtig, aber stark, und blickt naiv und freundlich und immer leicht verwundert in die Welt und auf seine schöne junge Frau Claire-Philomène, die von Laetitia Casta gespielt wird. Er rede nicht viel, doch er sei ein guter Mann, sagt seine Frau zu einer Freundin. Über die windigen Höhen der Auvergne läuft der Postmann jeden Tag mehr als 30 Kilometer, um Briefe, Postkarten und Zeitschriften an die Adressaten zu bringen.

Tavernier, Sohn von Bertrand Tavernier, zeigt Cheval bei der schweren Arbeit, seinen krummen Rücken, die zerschundenen Hände. Er zeigt die Sturheit, mit der der Autodidakt sein Ziel verfolgt und nach 33 Jahren endlich das exzentrische Kunstwerk abschließt. Da ist Cheval 77 Jahre alt. Und er hat noch einiges vor. Weil seine Lieben nicht im Palast, sondern auf dem Friedhof beerdigt wurden, baut er nach derselben Methode ein Grabmal. Die "Gruft der Stille und unendlichen Ruhe" ist 1922, nach acht Jahren vollendet. Cheval stirbt zwei Jahre später. Sein Ruhm wächst, Picasso soll mehrmals nach Hauterives gereist sein und das Palais studiert haben, die Surrealisten sahen in dem genialen Postboten einen Wegbereiter. 1969 hat der damalige französische Kulturministers André Malraux das Palais unter Denkmalschutz gestellt. Der Film ist ein Muss für alle, die "Maudie" liebten.

 

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