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Schachnovelle (nur im Kino)

Land: Deutschland | Jahr: 12 | ca. 112 Minuten | FSK: ab 12 Jahre

R: Philipp Stölzl, B: Philipp Stölzl, Eldar Grigorian mit Oliver Masucci, Birgit Minichmayr, Albrecht Schuch, Samuel Finzi, Andreas Lust

Philipp Stölzl hat Stefan Zweigs "Schachnovelle" verfilmt: Die rätselhafte Vorlage haben Stölzl und sein Drehbuchautor Eldar Grigorian sehr selbsbewusst als formbares Material aufgefasst, schreibt Nicolas Freund in der SZ: Im Mittelpunkt des Films steht die Binnenerzählung über Dr. B.s Isolationshaft. "Das ändert natürlich den Fokus und die Aussage der Geschichte." Wo Zweigs Buch "bis zur Beliebigkeit vage bleibt, haben sich Stölzl und Grigorian für eine klarere Haltung entschieden, ohne aber die Motive und Themen der Vorlage aufzugeben. Am Ende geben sie der ganzen Geschichte noch eine dramatische Wendung, die man als Zuschauer schon geahnt hat, die aber sogar als Deutungsansatz für die Buchvorlage taugen könnte. Die Neuverfilmung der 'Schachnovelle' ist einer der seltenen Fälle, in denen es der Film geschafft hat, die Vorlage nicht nur hinter sich zu lassen, sondern sie zu übertreffen." (Nicolas Freund in der SZ)

Interview mit Philip Stölzl (epdfilm)

Auszug: Stölz: " Der Gedanke ist der, dass die Figur des Schachweltmeisters eine Metapher für die Nazis ist, er steht für die Barbarei, einer, der von ganz unten kommt, der bis heute nicht lesen kann, aber eines beherrscht, die Leute auf dem Schachbrett kalt und analytisch zu vernichten."

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