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19:00

Die Zeit, die wir teilen (nur im Kino)

A propos de Joan

Land: Frankreich, Irland, Deutschland | Jahr: 2022 | ca. 101 Minuten | FSK: ab 12 Jahre

R: Laurent Larivière, B: François Decodts, Laurent Larivière. Mit Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud, Freya Mavo, Louis Broust, Dimitri Doré, Florence Loiret-Caille, Fabrice Scott, Stanley Townsend, Éanna Hardwicke, Breffni Holahan, Leo Hanna, Yongsou Cho, Jorg Schnass

"Dieser Film überrascht immer wieder – besonders am Ende, aber auch gleich schon zu Beginn, wenn die Hauptfigur (Isabelle Huppert) ihren Blick in die Kamera wendet und uns Zuschauer:innen direkt anspricht, sich vorstellt und aus ihrem Leben erzählt. Joan Verra fährt im Auto durch die Nacht. Man weiß noch nicht, wohin, aber das ist erst einmal egal – der Blick von Joan zieht einen magisch an, hält einen gefangen, man klebt förmlich an ihren Lippen, hört ihr zu, vertraut und glaubt ihr." (Verena Schmöller, kino-zeit.de)

Der Film beginnt mit einem beliebten Kunstgriff des psychologischen Kinos. Joan durchbricht die vierte Wand und erzählt von ihrem irischen Vater, ihrem im Französischen ungewöhnlichen Vornamen Joan, ihrer Mutter und ihrer Zeit als Studentin in Irland. Wie sie sich in den smarten Taschendieb Doug verliebt, mit ihm auf kleine Raubzüge geht, erwischt und verhaftet wird und ihn dann aus den Augen verliert. Zurück in Frankreich bekommt sie das gemeinsame Kind Nathan und zieht es alleine auf. Sie muss miterleben, wie ihre Mutter sich den Reizen eines japanischen Kampfsport-Meisters ergibt und mit ihm nach Japan geht. Sie erzählt, wie sie sich erfolglos gegen die Annäherungsversuche ihres deutschen Autors Tim Ardenne (Lars Eidinger) wehrt, hat aber mit dem exzentrischen Autor einen treuen Begleiter gefunden. Die Rolle des extrovertierten Schriftstellers Tim ist Lars Eidinger wie auf den Leib geschrieben. Die beiden bilden ein faszinierendes Paar auf der Leinwand – man mag gar nicht aufhören, ihr gemeinsames Spiel zu verfolgen und zuzusehen, wie sie sich in jeweils schwierigen Phasen begleiten und sich stützen.

Dabei hat man den Eindruck, dass Regisseur Larivière in seinem überaus gelungenem Film Lars Eidinger und seine manchmal chargenhafte Exzentrik besetzt hat, um genau das zu entlarven. In Eidingers Figur gibt es kaum wirkliches Leben mehr, alles an ihm wirkt wie überbordende Künstlichkeit.

Interview mit dem Regisseur

 

 

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