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18:00

Marie Antoinette (nur im Kino)

Land: USA | Jahr: 2006 | ca. 123 Minuten | FSK: ab 12 Jahre

R: Sofia Coppola. B: Sofia Coppola.Vor: Antonia Fraser.P: Ross Katz, Sofia Coppola. K: Lance Acord. Sch: Sarah Flack. M: Brian Reitzell.

In „Marie Antoinette“ (2006) erzählt Sofia Coppola die Geschichte der legendären französischen Königin nicht als staubiges Geschichtsdrama, sondern als modernes, stilisiertes Porträt eines einsamen Teenagers in einer Welt aus Überfluss und starren Regeln. 

Der Film basiert auf der Biografie von Antonia Fraser und konzentriert sich auf die Zeit von Maries Ankunft in Versailles bis zum Beginn der Französischen Revolution: 

Alles fesselt an diesem Film: Die Kleider, der Soundtrack, die Kulissen. Am meisten begeistert aber die frische und einzigartige Darstellung der Hauptfigur. Mag Marie Antoinette zwar vor 260 Jahren geboren sein - Coppola präsentiert sie weniger als Königin aus einer längst vergangenen Zeit - sondern vielmehr als einsames Teenage-Girl. Dadurch können wir mit ihr mitfühlen und uns mit ihr identifiziern, was uns sonst nicht möglich gewesen wäre.

"Doch die Qualitäten Sofia Coppolas finden sich nicht allein in der treffenden Beschreibung der Lebenswelt junger Frauen, sondern auch in der Schilderung des Spannungsverhältnisses von Individuum und rigider Umwelt – ein Thema, das die Filme - obwohl sie stets in einem eng definierten Zeitraum angesiedelt sind - in gewisser Weise zeitlos und universell gültig macht. In 'Marie Antoinette' ist der Regisseurin dies durch einen simplen Kunstgriff gelungen: Durch ihre Art der Inszenierung, durch die Verknüpfung der visuellen Reize des 18. Jahrhunderts mit moderner Popmusik von The Cure, The Strokes, New Order oder Aphex Twin verbindet sich das Lebensgefühl jener untergegangenen Zeit auf sehr smarte Weise mit dem heutigen Popzirkus und Celebrity-Kult, wird aus einer entrückten Prinzessin ein Popstar unter ständiger Beobachtung –exzentrisch, versponnen und zutiefst einsam. Und so ist 'Marie Antoinette' in weitaus höherem Maße ein Gleichnis auf die moderne Mediengesellschaft als ein minutiös rekonstruierter Historienfilm. Kein gänzlich gelungener Film, aber auf jeden Fall ein sehr interessanter Ansatz mit teilweise brillanten Szenen." (Joachim Kurz, kino-zeit.de)

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