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Wer will eigentlich Krieg? (Oskar Lafontaine):

- Oskar Lafontaines letzte Rede im saarländischen Landtag -

Land: Saarland | Jahr: 2022 | ca. 24:01 Minuten | FSK: ab 12 Jahre

Saarländischer Landtag, Archiv

"Wer will eigentlich Krieg?"
Stets eine Minderheit, sagt Lafontaine, nicht der einfache Bürger bis in die heutige Zeit.

"Kein sibirischer Bauer wolle mit einem ukrainischen Bauern Krieg führen"

Über "Medien" gelinge es immer wieder, eine Mehrheit der Bevölkerung so aufzuputschen, dass eine Mehrheit freudig bereit sei in den Krieg zu ziehen und dass selbst Dichter und Denker den Krieg bejahten. (Bsp. Vorkommen im August vor 1. Weltkrieg)

Kritik übte er auch am Kapitalismus und dem heutigen Wirtschafts-system. Er zitierte dabei den Papst Franziskus der einst gesagt haben soll, dass diese Wirtschaftsordnung und diese Wirtschaftsweise töte.
In seiner Parlamentsrede nimmt er auch Bezug zu Günther Anders
Werk "Die Antiquiertheit des Menschen" und dem sogenannten "prometheisches Gefälle". Unter diesem versteht man die Unvollkommenheit des Menschen einerseits und die immer größer werdenden Perfektion menschlicher Kriegsmaschinen andererseits.
Auch Lafontaine ist der Überzeugung, dass die Menschen zunehmend Waffensysteme konstruieren, derer sie nicht mehr mächtig sind und deren Zerstörungspotential sie geistig längst nicht mehr erfassen können. So hätte kaum einer heutzutage eine Vorstellung von den tatsächlichen Folgen eines nuklearen Infernos und den Auswirkungen auf alles Leben dieses Planeten.
„Es sind nicht die Völker der Welt, die Krieg wollen“, sagte er. Kein sibirischer Bauer wolle mit einem Bauern in der Ukraine Krieg führen. Er sei davon überzeugt, dass eine Wirtschaftsordnung, in der eine Minderheit große Vermögen anhäufe, zu Kriegen führe. Es sind immer nur wenige, die den Krieg wollen.
 

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