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Vaterland (nur im Kino)
- Fatherland -
Land: Polen/Deutschland/Italien/Frankreich | Jahr: 2026 | ca. 82 Minuten | FSK: ab 12 Jahre
R: Paweł Pawlikowski. B: Paweł Pawlikowski, Hendrik Handloegten. P: Mario Gianani, Lorenzo Mieli, Ewa Puszczyńska, Jeanne Tremsal, Edward Berger, Dimitri Rassam. K: Łukasz Żal, Stanisław Cuske. Sch: Piotr Wojcik. M: Marcin Masecki. A: Katarzyna Sobańska, Marcel Slawinski. V: Neue Visionen Filmverleih. Mit Hanns Zischler, Sandra Hüller, August Diehl, Anna Madeley, Devid Striesow, Theo Trebs.
"Vaterland" wurde Mai 2026 im Hauptwettbewerb des Filmfestivals von Cannes uraufgeführt und gewann dort den Preis für die beste Regie. Thomas Mann (gespielt von Hanns Zischler) kehrt nach 16 Jahren Exil zurück, um zwei Goethe-Preise entgegenzunehmen: einen im westdeutschen Frankfurt (amerikanische Zone) und einen im ostdeutschen Weimar (sowjetische Zone).
Thomas Mann reist gemeinsam mit seiner Tochter Erika (Sandra Hüller) in einem Buick von der amerikanisch besetzten Zone (Frankfurt am Main) bis in die sowjetisch kontrollierte Zone (Weimar). Der Anlass ist das 200. Jubiläum von Johann Wolfgang von Goethe, bei dem Mann in beiden Teilen des geteilten Landes Reden halten soll.
Nicht jeder heißt Mann in der Bundesrepublik willkommen, auch in der Pressekonferenz taucht die Frage auf, ob er seine Emigration nicht als Verrat an Deutschland sehe – und was er denn eigentlich als seine Heimat betrachte. Und in der SBZ versucht ihn der Leiter des Kulturbunds Johannes R. Becher für die Politik der späteren DDR zu vereinnahmen.
Zugleich gibt es einen Konflikt mit der Tochter, der diese Reise nicht behagt, die überhaupt nicht verstehen kann, dass Thomas Mann sich diesem Zeremoniell hingeben will und dass er jetzt wirklich glaubt, derjenige zu sein, der das "Gute Deutschland" repräsentieren muss und der mahnende Worte spricht und Richtungen aufzeigt, in die man gehen kann.
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