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19:00 |
Ida (nur im Kino)
Land: Polen/Dänemark | Jahr: 2014 | ca. 80 Minuten | FSK: ab 12 Jahre
R: Paweł Pawlikowski. B: Rebecca Lenkiewicz, Paweł Pawlikowski. P: Eric Abraham, Piotr Dzięcioł, Ewa Puszczyńska. K: Łukasz Żal, Ryszard Lenczewski. Sch: Jarosław Kamiński. M: Kristian Eidnes Andersen. A: Katarzyna Sobańska, Marcel Sławiński. V: Arsenal Filmverleih. Mit Agata Kulesza, Agata Trzebuchowska, Dawid Ogrodnik, Joanna Kulig.
Der Oscar-prämierte Spielfilm „Ida“ (2013) des polnischen Regisseurs Paweł Pawlikowski handelt von der jungen Novizin Anna, die im Polen der 1960er-Jahre kurz vor ihrem endgültigen Ordensgelübde eine erschütternde Wahrheit über ihre eigene Identität und ihre Familie erfährt.
Die 18-jährige Waise Anna (Agata Trzebuchowska) ist behütet in einem katholischen Kloster aufgewachsen. Bevor sie ihre ewigen Gelübde ablegen darf, schickt die Äbtissin sie zu ihrer einzigen noch lebenden Verwandten: ihrer Tante Wanda (Agata Kulesza), eine ehemals linientreue, zynische stalinistische Richterin. Sie konfrontiert das gläubige Mädchen sofort mit der Wahrheit: Anna ist in Wirklichkeit Jüdin, und ihr eigentlicher Name lautet Ida Lebenstein. Ihre Eltern wurden während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ermordet. Gemeinsam begeben sich die beiden ungleichen Frauen auf eine Reise in die polnische Provinz, um das genaue Schicksal und das Grab der Eltern aufzuspüren. Dabei stoßen sie auf ein düsteres Geheimnis, das auch das moralische Schweigen und den Antisemitismus der ländlichen Bevölkerung berührt. Auf dieser Reise lernt Ida nicht nur die traumatische Vergangenheit kennen, sondern begegnet durch einen Jazzmusiker, dem Saxofonisten Lis, auch zum ersten Mal der säkularen Welt mit all ihren Versuchungen (wie Alkohol, Musik und Liebe). Nach einem tragischen Schicksalsschlag muss sie eine fundamentale Entscheidung zwischen ihrem neu entdeckten Leben in Freiheit und ihrem Glauben im Kloster treffen. Der Film ist eine intime Auseinandersetzung mit persönlicher Identität, Schuld, Glaube und den historischen Traumata des Nachkriegspolens.
International erlangte das Drama große Aufmerksamkeit durch seine kunstvolle Inszenierung: Er wurde komplett in starken Schwarz-Weiß-Bildern im fast quadratischen, klassischen 4:3-Format (1,37:1) und mit weitgehend statischer Kamera gedreht.„Ida“ gewann unter anderem den Europäischen Filmpreis und wurde 2015 als Bester fremdsprachiger Film mit dem Oscar ausgezeichnet.
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