Film-Datenbank

DI,  27.10. MI,  28.10. DO,  29.10. FR,  30.10. SA,  31.10. SO,  01.11. MO,  02.11.
19:00

Eye in the Sky

Land: Vereinigtes Königreich | Jahr: 2015 | ca. 102 Minuten | FSK: ab 16 Jahre

Regie: Gavin Hood. Drehbuch: Guy Hibbert. Produktion: Ged Doherty, Colin Firth, David Lancaster Musik: Paul Hepker, Mark Kilian. Kamera: Haris Zambarloukos. Schnitt: Megan Gill. Mit Helen Mirren: Colonel Katherine Powell. Aaron Paul: 2nd Lieutenant Steve Watts. Alan Rickman: Lieutenant General Frank Benson. Barkhad Abdi: Jama Farah. Jeremy Northam: Brian Woodale Iain Glen: James Willett. Phoebe Fox: Carrie Gershon.

Dieser Spielfilm mit Helen Mirren, so erfahren wir, wird vom israelischen Militär zu Trainingszwecken eingesetzt. So bringt man Menschen dazu, dass sie bereit sind, Zivilisten zu töten. Man lernt sie an, ihre menschlichen Gefühle zu unterdrücken und das zu tun, was angeblich getan werden muss. 

In dem packenden Polit-Thriller und Kriegsdrama „Eye in the Sky“ (2015) geht es um ein hochkomplexes moralisches und rechtliches Dilemma beim modernen Drohnenkrieg. Der in Echtzeit erzählte Film zeigt auf, wie durch die technologische Distanz die folgenschwere Entscheidung über Leben und Tod auf verschiedene Kontinente verteilt wird.
Das Dilemma: Kurz bevor der US-Drohnenpilot Steve Watts (Aaron Paul) in Nevada den Abzug drückt, betritt ein unschuldiges 9-jähriges Mädchen die Todeszone direkt vor dem Haus, um Brot zu verkaufen.

Der Großteil des Films besteht aus einer nervenaufreibenden, bürokratischen und ethischen Diskussion über Kontinente hinweg:
• Das Militär (unterstützt von Generalleutnant Frank Benson, gespielt von Alan Rickman in seiner letzten Realfilmrolle) drängt auf einen sofortigen Schlag. Das Argument: Stirbt das Mädchen nicht, werden durch den Selbstmordattentäter kurz darauf Dutzende oder Hunderte andere Menschen sterben.

Der darstellerisch exzellente Film setzt sich über eine Vielzahl von Personen, die in diesen Entscheidungsprozess involviert sind, differenziert mit den Dilemmata der Drohnen-Kriegstechnik auseinander. Dabei weitet er sich vom spannenden Polit-Thriller zum moralischen Drama. - Sehenswert ab 16.

Jetzt Mitglied werden!

KINOWERKSTATT

Die Kinowerkstatt St. Ingbert ist eine nichtkommerzielle Spielstelle, die sehenswerte aktuelle sowie kulturell und filmgeschichtlich wichtige Filme zeigt.

KONTAKT

Pfarrgasse 49
D-66386 St. Ingbert

Tel: 06894 36821 (Büro)
Mobil: 0176 54461046
Fax: 06894 36880