Der Profi - deep dive
Frage: Beruht die Geschichte „Der Profi“ mit Belmondo auf realem Fall französischer Politik ?
Nein, der Film Der Profi (Le Professionnel, 1981) mit Jean-Paul Belmondo beruht nicht auf einem konkreten realen Einzelfall der französischen Politik. Die Handlung ist fiktiv und basiert auf dem Kriminalroman The Death of a Thin-Skinned Animal (1976) des britischen Autors Patrick Alexander. [1, 2, 3]
Allerdings spiegelt der Film die realen politischen Verhältnisse und Methoden der damaligen französischen Außenpolitik in Afrika (oft als „Françafrique“ bezeichnet) und die Skandale um den französischen Auslandsgeheimdienst (DGSE bzw. damals SDECE) sehr treffend wider. [1, 2]
Der Film greift dafür mehrere reale zeitgenössische Phänomene auf:
Reale politische Hintergründe im Film
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Unterstützung von afrikanischen Diktatoren: Der im Film gezeigte fiktive Diktator N'Jala aus dem fiktiven Staat Malagawi ist eine direkte Anspielung auf reale afrikanische Despoten der 1970er-Jahre. Frankreich pflegte damals enge Beziehungen zu Machthabern wie Jean-Bédel Bokassa (Zentralafrikanische Republik) oder Mobutu Sese Seko (Zaire), um sich Zugriff auf Rohstoffe (wie Uran oder Öl) zu sichern. [1, 2]
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Der Fall Bokassa und die „Diamanten-Affäre“: Kurz vor Erscheinen des Films erschütterte ein realer Skandal Frankreich: Präsident Valéry Giscard d'Estaing hatte wertvolle Diamanten von Diktator Bokassa angenommen. Als Bokassa politisch untragbar wurde, ließ Frankreich ihn 1979 durch eine Militäroperation (Opération Caban) stürzen. Dieses plötzliche Fallenlassen und der radikale Kurswechsel gegenüber afrikanischen Partnern ist genau das zentrale Motiv von Der Profi. [1, 2]
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Geheimdienst-Zynismus und die „Service Action“: Die skrupellosen Methoden der im Film gezeigten Sondereinheit (gespielt u. a. von Robert Hossein als Kommissar Rosen) orientierten sich stark am realen Ruf der französischen Geheimdienste jener Ära, denen man diverse verdeckte Operationen, Sabotagen und gezielte Tötungen in ehemaligen Kolonien nachsagte. [1, 2, 3]
Zusammenfassung
Während die Figur des Josselin Beaumont und seine persönliche Rachegeschichte reine Fiktion sind, liefert der Film eine beißende und historisch akkurate Satire auf den realen Zynismus der französischen Staatsräson jener Zeit. [1, 2, 3]
Die realen Hintergründe der französischen Afrika-Politik basieren auf dem System der sogenannten „Françafrique“. Dieses informelle Machtnetzwerk wurde Ende der 1950er-Jahre von Präsident Charles de Gaulle und seinem Afrika-Berater Jacques Foccart etabliert. Das Ziel war es, den ehemaligen afrikanischen Kolonien zwar die formelle Unabhängigkeit zu schenken, Frankreich aber gleichzeitig die wirtschaftliche, militärische und politische Kontrolle über die Region zu sichern. [1, 2, 3, 4]
Das System ruhte über Jahrzehnte hinweg auf vier zentralen Säulen:
1. Militärische Interventionen („Der Gendarm Afrikas“)
Frankreich verstand sich jahrzehntelang als militärische Ordnungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent. [1, 2]
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Geheimverträge: Mit fast allen ehemaligen Kolonien wurden bilaterale Verteidigungsabkommen geschlossen. Diese erlaubten es Frankreich, permanent Truppen im Land zu stationieren. [1]
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Dauer-Einsatz: Zwischen 1960 und den 1990er-Jahren führte die französische Armee über 120 Militärinterventionen in Afrika durch. [1]
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Regimewechsel: Missliebige afrikanische Staatschefs wurden vom französischen Geheimdienst gestürzt, während gefügige Diktatoren (wie in Gabun, Tschad oder Togo) bei Unruhen oder Putschversuchen militärisch gerettet wurden. [1, 2, 3]
2. Wirtschaftliche Ausbeutung und der Öl-Konkurrent „Elf“
Die Sicherung strategischer Rohstoffe besaß für den französischen Staat absolute Priorität. [1]
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Ressourcen-Monopol: Frankreich sicherte sich exklusive Abbaurechte für Uran (Niger), Erdöl (Gabun, Kongo) und Edelhölzer.
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Der Fall Elf-Aquitaine: Der ehemals staatliche französische Ölkonzern Elf-Aquitaine agierte in Westafrika wie ein „Staat im Staate“. Er diente als verlängerter Arm des Geheimdienstes, schmierte afrikanische Eliten und finanzierte mit verdeckten Geldern sogar französische Parteien und Wahlkämpfe. [1, 2, 3, 4]
3. Währungspolitische Kontrolle (Der CFA-Franc)
Ein bis heute hochgradig umstrittenes Kontrollinstrument ist der CFA-Franc. Diese Währung wurde von Frankreich für seine Ex-Kolonien eingeführt. [1, 2, 3]
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Koppelung: Der CFA-Franc war starr an den französischen Franc (heute an den Euro) gekoppelt.
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Abhängigkeit: Im Gegenzug für die Wechselkursgarantie mussten die afrikanischen Zentralbanken lange Zeit die Hälfte ihrer gesamten Währungsreserven bei der französischen Zentralbank in Paris hinterlegen – ein massiver Einschnitt in die wirtschaftliche Souveränität dieser Staaten. [1, 2, 3]
4. Schattenpolitik und Korruption („Les Réseaux“)
Die Beziehungen wurden nicht über die offiziellen Botschaften oder das Außenministerium geregelt, sondern über „Les Réseaux“ (die Netzwerke) von Jacques Foccart. []
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Geheimdiplomatie: Politische Absprachen liefen über persönliche, oft freundschaftliche oder familiäre Kontakte zwischen dem französischen Präsidentenpalast und den afrikanischen Palästen. []
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Geldwäsche: Korrupte afrikanische Eliten transferierten Milliardensummen nach Frankreich, kauften Luxusimmobilien in Paris und erhielten im Gegenzug persönliche Sicherheitsgarantien und medizinische Versorgung in Frankreich.
Der aktuelle Wandel (Stand 2026)
Dieses neokoloniale System ist in den letzten Jahren massiv ins Wanken geraten. Infolge einer Welle von antifranzösischen Protesten und Militärputschen (unter anderem in Mali, Burkina Faso und Niger) musste Frankreich seine Truppen fast vollständig abziehen. Viele afrikanische Staaten kündigten die alten Verträge auf und wenden sich geopolitisch seither verstärkt neuen Partnern wie Russland (über Söldnergruppen) oder China zu. [1, 2, 3, 4, 5]
Die Dreharbeiten zu Der Profi (1981) waren extrem spektakulär, geprägt von Jean-Paul Belmondos berühmter Risikobereitschaft und einigen faszinierenden Hintergründen hinter den Kulissen.
Hier sind die spannendsten Fakten zu den Dreharbeiten und der Produktion:
1. Belmondo machte fast alle Stunts selbst
Jean-Paul Belmondo war bekannt dafür, keine Stuntmen zu engagieren. Auch für Der Profi (obwohl er damals bereits 48 Jahre alt war) bestand er darauf, die gefährlichen Action-Szenen selbst zu drehen.
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Die halsbrecherische Autojagd: In der berühmten Verfolgungsjagd am Pariser Trocadéro-Platz (nahe dem Eiffelturm) sitzt Belmondo tatsächlich selbst am Steuer des Fiat 131 Mirafiori. Er raste die Treppen hinunter und driftete ohne Double durch den Gegenverkehr. [1]
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Der Hubschrauber-Stunt: Auch in Szenen, in denen seine Figur Joss Beaumont sich an Hubschraubern festhält oder in voller Fahrt abspringt, ist das reale Stunt-As Belmondo zu sehen.
2. Die afrikanischen Kulissen standen in Frankreich
Obwohl der Anfang und das Ende des Films in dem fiktiven afrikanischen Staat Malagawi spielen, reiste das Filmteam für diese Szenen nicht nach Afrika.
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Die Camargue als Savanne: Die Szenen im afrikanischen Straflager sowie das Busch-Gelände wurden in der Camargue im Süden Frankreichs gedreht. Die weiten, flachen Landschaften und Salzwiesen wurden so gefilmt, dass sie wie eine afrikanische Region wirkten.
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Das Schloss für das Finale: Das prachtvolle Anwesen des Diktators N'Jala am Ende des Films ist in Wahrheit das Château de Maintenon, ein historisches Wasserschloss westlich von Paris.
3. Der Streit um das legendäre (und düstere) Ende
Das Ende des Films – in dem Joss Beaumont auf dem Weg zum Hubschrauber von den eigenen Leuten hinterrücks erschossen wird – ist eines der berühmtesten Enden der französischen Filmgeschichte. Doch fast wäre es nicht dazu gekommen.
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Produzenten wollten ein Happy End: Die Produzenten hatten Angst, dass ein sterbender Belmondo die Zuschauer deprimieren und die Kinokassen ruinieren würde. Sie forderten ein Ende, in dem Beaumont entkommt.
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Belmondos Veto: Belmondo und Regisseur Georges Lautner kämpften erbittert für das tragische Ende. Es wurden schließlich beide Versionen gedreht. Bei Testvorführungen merkte man jedoch schnell, dass das dramatische Ende viel intensiver wirkte. Belmondo setzte sich durch – und der Film wurde trotzdem (oder gerade deshalb) ein gigantischer Kassenschlager mit über 5 Millionen Zuschauern allein in Frankreich.
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4. Die ikonische Musik von Ennio Morricone
Die Filmmusik „Chi Mai“ von Ennio Morricone ist untrennbar mit dem Film verbunden, wurde aber gar nicht für ihn geschrieben.
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Morricone hatte das Stück bereits 1971 für den Film Maddalena komponiert.
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Belmondo hörte das Lied zufällig im Radio, war absolut begeistert und setzte beim Regisseur durch, dass es das Hauptthema von Der Profi wird. Das Stück untermalt die emotionale Tragik des Films perfekt und wurde ein weltweiter Charterfolg. [1]
Die Zusammenarbeit zwischen Jean-Paul Belmondo und Regisseur Georges Lautner sowie das Duell mit Robert Hossein gehören zu den absoluten Highlights der französischen Kinogeschichte.
Die Erfolgsformel: Belmondo und Georges Lautner
Regisseur Georges Lautner war ein Meister des französischen Unterhaltungskinos. Er verstand es perfekt, harte Action mit einer Prise Zynismus und Humor zu verbinden.
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Das perfekte Duo: Der Profi war nicht die erste Zusammenarbeit der beiden. Sie hatten kurz zuvor bereits die Hits Der Windhund (1979) und Monkel (1980) gedreht. Lautner wusste genau, wie er Belmondos Charme und dessen körperliche Fitness in Szene setzen musste.
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Keine Angst vor Düsternis: Lautner war eigentlich für Komödien und lockere Krimis bekannt. Mit Der Profi bewies er jedoch Mut zum politischen Thriller. Er schaffte das Kunststück, Belmondo-Fans mit der gewohnten Action zu bedienen und gleichzeitig das korrupte politische System Frankreichs radikal zu kritisieren.
Der perfekte Gegenspieler: Robert Hossein als Kommissar Rosen
Ein Actionheld ist immer nur so gut wie sein Schurke. Mit Robert Hossein fand der Film die perfekte Besetzung für den skrupellosen, eiskalten Geheimdienst-Kommissar Rosen.
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Der Kontrast: Während Belmondos Figur Joss Beaumont lässig, emotional und instinktiv handelt, verkörpert Hossein als Rosen das personifizierte, eiskalte System. Er trägt stets feine Anzüge, verzieht keine Miene und geht für den Staatsauftrag über Leichen.
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Das legendäre Duell: Der Showdown zwischen den beiden auf dem verlassenen Pariser Platz ist wie ein moderner Western inszeniert. Lautner filmte die Szene mit extremen Nahaufnahmen der Augen – eine direkte Hommage an die Western von Sergio Leone. Das Duell bricht mit klassischen Mustern: Beaumont erschießt Rosen nicht hinterrücks, sondern provoziert ihn zu einem fairen, aber tödlichen Zieh-Duell.
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Reale Freundschaft: Obwohl sie sich im Film hasserfüllt gegenüberstehen, waren Belmondo und Robert Hossein im echten Leben eng befreundet und schätzten sich künstlerisch sehr. Sie standen auch im Theater oft gemeinsam auf der Bühne.
Die Kritiken zu Der Profi waren zum Kinostart im Herbst 1981 extrem gespalten. Während das Publikum den Film stürmte (allein in Frankreich über 5,2 Millionen Kinobesucher), reagierte die gehobene Filmkritik oft distanziert bis ablehnend.
Das Spannungsfeld der damaligen Bewertungen lässt sich in zwei Lager teilen:
Die negative Kritik: Vorwurf des „Altherren-Kinos“
Die anspruchsvolle französische Kritik, insbesondere Zeitschriften wie die berühmten Cahiers du Cinéma, ging mit dem Film hart ins Gericht.
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Klischees und Kommerz: Viele Kritiker sahen in dem Film nur ein weiteres, seichtes Vehikel, das ganz auf das Image von Jean-Paul Belmondo zugeschnitten war. Sie warfen dem Film vor, komplexe politische Themen (den Neokolonialismus) auf eine reine One-Man-Show zu reduzieren.
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Gewalt und Zynismus: Einigen Rezensenten war der Film zu brutal und der Tonfall zu zynisch. Vor allem das eiskalte Verhalten der Geheimdienste und die Härte der Action-Szenen stießen bei Kritikern, die das klassische, feingeistige französische Kino bevorzugten, auf Ablehnung. [1, 2]
Die positive Kritik: Anerkennung des Handwerks
Auf der anderen Seite lobten viele Kritiker das handwerkliche Geschick von Regisseur Georges Lautner.
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Politischer Mut trotz Unterhaltung: Positiv hervorgehoben wurde, dass der Film trotz seines Charakters als Action-Blockbuster kein Blatt vor den Mund nahm. Für ein Mainstream-Kino der frühen 1980er-Jahre war die offene Abrechnung mit der korrupten französischen Staatsräson und dem Verrat an den eigenen Soldaten ungewöhnlich mutig.
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Schauspielerische Chemie: Die schauspielerische Leistung, insbesondere das intensive Duell zwischen Belmondo und Robert Hossein, wurde parteiübergreifend als packend und handwerklich präzise inszeniert gelobt.
Die heutige Wahrnehmung (Kultstatus)
Mit den Jahrzehnten hat sich der Blick auf den Film stark gewandelt. Heute gilt Der Profi als ein absoluter Klassiker des französischen Kinos und als einer der besten Filme in Belmondos Karriere. Das tragische Ende, die unvergessliche Musik von Ennio Morricone und die zeitlose Kritik an politischer Doppelmoral haben dem Film einen festen Platz in der Popkultur gesichert.
In Deutschland war Der Profi ein gigantischer Erfolg und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem echten Kultfilm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Er kam im Januar 1982 in die deutschen Kinos und lockte über 3 Millionen Zuschauer vor die Leinwand.
Die Aufnahme in Deutschland unterscheidet sich in einigen spannenden Punkten von der französischen Originalfassung:
1. Die deutsche Synchronisation als Erfolgsfaktor
Die deutsche Fassung des Films profitierte massiv von der herausragenden Synchronarbeit, die dem Film hierzulande eine ganz eigene Note gab.
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Die Stimme Belmondos: Klaus Kindler lieh Jean-Paul Belmondo seine Stimme. Kindler war der feste Stammsprecher des Stars in Deutschland und schaffte es perfekt, die Mischung aus lässigem紀 Zynismus, rauer Männlichkeit und humorvoller Ironie im Deutschen rüberzubringen.
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Robert Hossein: Der eiskalte Gegenspieler Rosen wurde von Jürgen Thormann synchronisiert. Seine markante, aristokratisch-kühle Stimme verstärkte die bedrohliche Wirkung der Figur im Vergleich zum Original sogar noch.
2. Kritik: „Edel-Thriller“ contra „Brutalität“
Die deutsche Filmpresse reagierte ähnlich zwiegespalten wie die französische, lobte aber vor allem den Unterhaltungswert.
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Das Lexikon des internationalen Films urteilte damals eher verhalten und bezeichnete den Film als „technisch perfekt inszenierten, aber sichtlich auf die Publikumswirkung seines Hauptdarstellers zugeschnittenen Action-Thriller“. Es kritisierte die „zynische Brutalität“ einiger Szenen.
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Kinomagazine und das Publikum feierten den Film hingegen als einen der besten europäischen Actionfilme der Ära. Besonders gelobt wurde, dass der Film im Vergleich zu Hollywood-Produktionen der gleichen Zeit (wie Rambo, der ebenfalls 1982 erschien) viel politischer, doppelbödiger und weniger pathetisch war.
3. Dauerbrenner im deutschen Fernsehen
Seine bis heute anhaltende enorme Popularität in Deutschland verdankt der Film den unzähligen Wiederholungen im Fernsehen (vor allem in der ARD und dem ZDF) in den 1980er- und 1990er-Jahren.
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Wenn Der Profi zur Primetime lief, schalteten regelmäßig Millionen Menschen ein.
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Die Schlussszene – untermalt von der Musik „Chi Mai“ – gehört für die deutsche Fernsehgeneration zu den absoluten Gänsehaut-Momenten der Kinogeschichte.
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