Was sehen wir, wenn wir in den Himmel schauen - deep dive
Die Kernaussage des georgischen Spielfilms „Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?“ (Originaltitel: Ras vkhedavt, rodesac cas vukurebt?) von Alexandre Koberidze liegt in der Feier der Magie des Alltäglichen, der Unvorhersehbarkeit des Schicksals und der tiefen Verbundenheit einer Gemeinschaft. Der Film nutzt ein modernes, märchenhaftes Liebespaar als Aufhänger, um zu zeigen, dass das Leben voller übersehener Wunder steckt. [1, 2, 3, 4, 5]
Der Film vermittelt diese Botschaft über mehrere thematische Ebenen:
Die Unsichtbarkeit der äußeren Identität
Die beiden Hauptfiguren verlieben sich auf den ersten Blick, werden aber über Nacht verflucht und erwachen in völlig fremden Körpern. Da sie sich äußerlich nicht mehr erkennen, arbeiten sie wochenlang unwissend nebeneinander her. Die Kernaussage hierbei ist, dass wahre Identität und Liebe tiefer liegen als das äußere Erscheinungsbild – und dass das Schicksal uns oft genau das vor die Füße legt, was wir suchen, während wir blind dafür sind. [1, 2, 3, 4, 5]
Der Wert des Abschweifens
Der Regisseur verlässt die Haupthandlung ständig, um scheinbar belanglose Dinge zu beobachten: [1, 2, 3]
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Straßenhunde, die sich zum gemeinsamen Fußballschauen verabreden.
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Kinder, die enthusiastisch in Zeitlupe Fußball spielen.
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Das alltägliche Treiben in den Gassen der Stadt Kutaissi. [1, 2, 3, 4, 5]
Diese Abschweifungen zeigen, dass die Schönheit des Lebens im Detail und im gegenwärtigen Moment liegt, nicht nur im Erreichen eines Ziels. [1, 2, 3]
Das Kino als Ort des Sehend-Machens
Am Ende finden die beiden Liebenden erst wieder zueinander, als sie von einer Filmcrew gefilmt werden und sich auf der Kinoleinwand in ihrer ursprünglichen Gestalt sehen. Das ist die Meta-Ebene des Films: Das Kino besitzt die Kraft, uns die Augen für die Welt und die Menschen um uns herum zu öffnen. Es macht das Unsichtbare wieder sichtbar. [1, 2, 3, 4]
Zusammenfassend fordert der Film sein Publikum dazu auf, den Blick vom Boden zu heben (oder eben in den Himmel und die Umgebung zu schauen), um die Poesie und die kleinen Wunder des alltäglichen Lebens bewusst wahrzunehmen. [1, 2]
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